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Ralph Brinkhaus und Thomas Kreuzer
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Eva Lell
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Ralph Brinkhaus und Thomas Kreuzer

Dass in Großbritannien politisch Chaos herrscht wegen des Brexit - das merken führende CSU-Politiker im beginnenden Europawahlkampf immer wieder an. Auch am Tag nach der entscheidenden Abstimmung in London.

Von "totalem Chaos" und "totaler Unregierbarkeit" in Großbritannien spricht der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und verweist auf die AfD in Deutschland: "Die AfD will knallhart den Austritt Deutschlands aus Europa - das wäre das Ende Europas und für Deutschland die völlige Isolation", erklärte Söder. "Da zeigt sich, wie absurd die AfD ist und wie wenig sinnvoll, sie zu unterstützen."

Hauptgegner der CSU: Grüne und AfD

Die Grünen auf der einen und die AfD auf der anderen Seite, das sind die beiden politischen Hauptgegner der CSU. Dass der Verfassungsschutz nun die AfD genauer prüft, sei keine politische Entscheidung, betonte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Dennoch: "Ich halte die Entscheidung des Bundesamtes für Verfassungsschutz für absolut nachvollziehbar", so Herrmann. "Es muss hier noch genauer hingeschaut werden und deshalb begrüße ich das nachdrücklich."

CDU und CSU auf Harmoniekurs

Innerhalb der CSU und in Zusammenarbeit mit der Schwesterpartei CDU stehen die Zeichen schon länger auf Harmonie, nach Monaten und Jahren der Machtkämpfe und erbitterten Auseinandersetzungen. Ein Zeichen dafür ist der Besuch des Unions-Fraktionschefs im Bundestag Ralph Brinkhaus.

Die CSU-Abgeordneten bereiteten ihm einen herzlichen Empfang mit langanhaltendem Applaus. Und Brinkhaus unterstützte in seinem Statement Markus Söder in seinen wirtschaftspolitischen Forderungen. "Da ist auch eine Notwendigkeit da", sagte Brinkhaus. "Es geht da nicht nur um Unternehmensbesteuerung und um Steuern, sondern zum Beispiel auch um die Zukunft der Automobilindustrie."

Winterklausur der CSU

Winterklausur der CSU

Söder soll Samstag zum Parteichef gewählt werden

Schon der Besuch von Annegret Kramp-Karrenbauer in Bayern vor zwei Wochen sollte die Geschlossenheit demonstrieren. Wie geschlossen die CSU ist, das wird sich am Samstag zeigen, wenn Markus Söder zum Parteichef gewählt werden soll. Der Parteitag soll auch der Auftakt sein zur Erneuerung der CSU nach zwei deutlichen Wahldebakeln in Land und Bund. Markus Söder hat auch schon eine Überschrift für die christsoziale Erneuerung: "Das Motto heißt eigentlich Profil mit Stil."

CSU soll jünger und weiblicher werden

Geschlossenheit, inhaltlich mehr Bandbreite und das alles ohne Streit, das hat sich Söder vorgenommen. Die Partei will auf mehr Beteiligung der Mitglieder setzen, sowie jünger und weiblicher werden. Söder soll es richten, als Ministerpräsident und als Parteichef soll er die Partei wieder über die 40 Prozent Marke führen.

Thomas Kreutzer

Thomas Kreutzer