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CSU, Freie Wähler und AfD sind gegen weiteren Schutz des Wolfes | BR24

© pa / dpa / Swen Pförtner

Wölfe

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    CSU, Freie Wähler und AfD sind gegen weiteren Schutz des Wolfes

    Um den Umgang mit Wölfen in Bayern ging es heute im Agrarausschuss des Landtags. CSU, Freie Wähler und AfD sprachen sich dabei gegen einen weiteren Schutz des Wolfes aus. Eine Koexistenz des Beutegreifers mit der Weidewirtschaft sei nicht möglich.

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    "Einen Lebensraum für große Beutegreifer gibt es hier nicht mehr", sagte Klaus Steiner (CSU) im Agrarausschuss. Wer von einem Zusammenleben von Wölfen und Tierhaltern ausgehe, lebe mit einer Lebenslüge. Eine Koexistenz von Wölfen und Weidetierhaltern sei nicht möglich, sagte auch Nikolaus Kraus von den Freien Wählern, "der Wolf gehört bejagt", forderte Ralf Stadler (AfD). Dagegen warben SPD und Grüne für die Suche nach einer Koexistenz von Bauern und Wölfen.

    "Aktionsplan Wolf" in der Kritik

    Der Agrarausschuss diskutierte bei seiner Sitzung mit verschiedenen Verbänden - darunter der Alpwirtschaftliche Verein, die Schafhalter und der Fleischrinderverband - darüber, wie stark bayerischen Bauern durch die Rückkehr des Wolfes betroffen und welche Maßnahmen nötig sind. Dabei kritisierten die Vertreter der Verbände, dass der "Aktionsplan Wolf" der Staatsregierung nicht praxistauglich sei.

    Der "Aktionsplan Wolf" sieht bisher vor, dass verhaltensauffällige Wölfe auch abgeschossen werden dürfen - als letztes Mittel. Zunächst muss aber geprüft werden, ob Zäune oder Schutzhunde Wirkung zeigen.

    Zäune nicht zumutbar

    Aus Sicht der Tierhalter reicht dies aber nicht aus. So erklärte der Alpwirtschaftliche Verein, es fehle eine echte Bestandsregulierung des Wolfes. Es sei den Viehhaltern im Gebirge nicht zumutbar, ihre Weiden mit meterhohen Zäunen zu schützen, das gesamte Berggebiet müsse somit als nicht schützbar eingestuft werden, damit Wölfe leichter "entnommen" werden könnten.

    2018 wurden acht Tiere gerissen

    Seit 2006 werden in Bayern immer wieder Wölfe nachgewiesen - in der Regel sind es durchziehende Jungtiere. Standorttreue Wolfspaare gibt es im oberfränkischen Landkreis Bayreuth, auf dem oberpfälzischen Truppenübungsplatz Grafenwöhr im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sowie im Nationalpark Bayerischer Wald. Im vergangenen Jahr haben Wölfe im Freistaat fünf Schafe und drei Kälber gerissen. 2017 wurden vier Lämmer von einem Wolf getötet, 2016 gab es ein totes und ein verletztes Schaf.

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    B5 Nachrichten

    Von
    • Rüdiger Hennl
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