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CSU-Fraktionschef Kreuzer will nicht Minister werden | BR24

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CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer will nicht Nachfolger des scheidenden bayerischen Bauministers Hans Reichhart werden. Im B5-Interview der Woche äußert Kreuzer zudem Verständnis für die Wut vieler Landwirte.

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CSU-Fraktionschef Kreuzer will nicht Minister werden

CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer will nicht Nachfolger des scheidenden bayerischen Bauministers Hans Reichhart werden. Im B5-Interview der Woche äußert Kreuzer zudem Verständnis für die Wut vieler Landwirte.

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Thomas Kreuzer will nicht wieder ins Kabinett zurückkehren, sondern seinen einflussreichen Posten als Chef der CSU-Landtagsfraktion behalten. Der 60-Jährige war als möglicher Nachfolger für den demnächst aus dem Kabinett scheidenden Bauminister Hans Reichhart im Gespräch. Reichhart will in die Kommunalpolitik wechseln und für das Amt des Landrats von Günzburg kandidieren. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk betont Kreuzer, seine Entscheidung stehe fest: "Ich will Fraktionsvorsitzender bleiben. Und der Ministerpräsident will auch, dass ich Fraktionsvorsitzender bleibe und nicht ins Kabinett wechsle."

Kreuzer: Reichhart-Nachfolge aus Schwaben

Der Allgäuer Kreuzer reklamiert den frei werdenden Ministerposten allerdings für die Schwaben-CSU. Diese stelle mit Reichhart schließlich bereits jetzt den Minister. "Schwaben ist der zweitgrößte Regierungsbezirk mit fast zwei Millionen Einwohnern", sagt Kreuzer. "Ich kann mir am Ende nicht vorstellen, dass der zweitgrößte Regierungsbezirk nur eine Staatssekretärin hat."

CSU-Fraktionschef sieht bei Bundesregierung "viel Luft nach oben"

Eine von Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder ins Spiel gebrachte Kabinettsumbildung auf Bundesebene hält Kreuzer derweil für richtig. Die Bundespolitik habe "viel Luft nach oben". Zu einer inhaltlichen Neuaufstellung gehöre teilweise auch neues Personal.

Von der Großen Koalition fordert Kreuzer eine Senkung von Unternehmens- und Einkommenssteuern für die Leistungsträger in der Gesellschaft. Die Frage der Unions-Kanzlerkandidatur hält der CSU-Fraktionschef für offen, auch wenn Annegret Kramp-Karrenbauer als CDU-Chefin "vielleicht den ersten Zugriff" habe.

Abgeordnete im Gespräch mit Bauern

Die CSU-Landtagsfraktion trifft sich ab Montag im oberbayerischen Kloster Seeon zu ihrer Winterklausur. Als Gäste sind unter anderen BMW-Chef Oliver Zipse, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sowie der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, geladen.

Zum Auftakt suchen die Abgeordneten den Dialog mit Vertretern des Bauernverbandes. Anlass sind die anhaltenden Proteste von Landwirten gegen die Düngeverordnung, Umwelt- und Artenschutz-Auflagen oder eine ausufernde Bürokratie. Für das erste Halbjahr kündigte Kreuzer mit Blick auf die Wut vieler Landwirte an, man werde "alles ausräumen, was wir in Bayern tun können".

Auch um Wirtschaftspolitik soll es bei der CSU-Klausur gehen. Bayerischen Regionen, die vom Technologie-Wandel in der Automobilindustrie betroffen sind und Arbeitsplatzverluste befürchten müssen, will Kreuzer mit der Qualifizierung von Arbeitnehmern und weiteren Behörden-Verlagerungen zu Hilfe kommen.

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