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Eck: Fakten sprechen gegen Reaktivierung der Steigerwaldbahn | BR24

© Wolfram Hanke, Barbara Markus/BR-Mainfranken

Grüne und ein Aktionsbündnis fordern die Reaktivierung der Steigerwaldbahn. Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) bescheinigt ihnen Realitätsverlust. In einer Stellungnahme verweist er auf Widerstand aus der Region für eine Wiederinbetriebnahme.

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Eck: Fakten sprechen gegen Reaktivierung der Steigerwaldbahn

Die Grünen und ein Aktionsbündnis wollen den Bahnabschnitt wiederbeleben. Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) bewertet das in einer Stellungnahme als "Realitätsverlust" Die Strecke ist vor 38 Jahren stillgelegt worden.

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Der aus Donnersdorf im Landkreis Schweinfurt stammende Innenstaatssekretär verweist auf großen Widerstand aus der Region gegen eine Reaktivierung der Nebenbahnstrecke. Mehr als ein Dutzend Kommunen entlang der Strecke haben sich dagegen ausgesprochen, weil sie Einschränkungen in ihrer Entwicklung befürchten. Außerdem haben sich bereits in Gerolzhofen, Gochsheim, Grettstadt und Prichsenstadt Bürgerinitiativen gebildet. Anstelle viel Geld in einen, wie Eck schreibt "verrotteten Bahnkörper" zu stecken, sollten die Mittel eingesetzt werden, um den öffentlichen Nahverkehr im nördlichen Landkreis Schweinfurt umweltfreundlich auszubauen, so der Landtagsabgeordnete. Denn ein Manko der Steigerwaldbahn sei auch, dass sie seit 1945 vom überregionalen Schienenverkehr abgekoppelt ist. Denn damals wurde die Bahnbrücke über den Main in Kitzingen gesprengt. Deswegen gibt es keinen Anschluss mehr zum dortigen Bahnhof und damit zur Bahnhauptstrecke Würzburg-Nürnberg. Außerdem weist die Steigerwaldbahn 17 Haltepunkte auf, die im Durchschnitt nur zwei bis drei Kilometer auseinanderlegen, so Eck:

" Ich erinnere mich noch genau an die nervenzehrende Fahrt mit regionalen Zügen, die an jeder Milchkanne gehalten haben. Ich bezweifle, dass diese Art zu reisen, heute plötzlich wieder attraktiv sein soll"

Mit seiner Stellungnahme reagiert Eck auf Forderungen der unterfränkischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Manuela Rottmann , sowie einem Aktionsbündnis zur Wiederinbetriebnahme der vor 38 Jahren stillgelegten Nebenbahnstrecke. Vor wenigen Tagen erst war ein Verkaufstopp für die Steigerwaldbahn im Landtag gescheitert. Vergeblich hatten Grüne und SPD eine Potenzialanalyse gefordert , also eine Erhebung zu möglichen Fahrgastzahlen.