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Intensivpatienten in Bayern: Lage weiterhin angespannt.

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    Covid-19-Intensivpatienten in Bayern: Zahl weiterhin hoch

    Deutschlandweit warnen Intensivmediziner vor steigenden Infektionszahlen und langsam knapp werdenden Betten für Corona-Patienten. Die Lage ist auch in Bayern weiterhin angespannt, wie aus dem deutschlandweiten Divi-Register hervorgeht.

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    • BR24 Redaktion

    In Bayern waren am Donnerstag rund 790 Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung. Quelle ist das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi).

    Damit ist die Zahl der Intensivpatienten auf einem ähnlichen Stand wie zu Beginn der vergangenen Woche. Rund 54 Prozent dieser Intensivpatienten wurden am Donnerstag invasiv, also mit Hilfe eines Beatmungsschlauches, beatmet.

    180 freie Betten für Corona-Patienten in Bayern

    Rund 200 Klinikstandorte im Freistaat melden ihre belegten und freien Betten an das Divi-Register. Im Durchschnitt waren pro Standort in Bayern noch 1,8 Intensivbetten frei - der Bundesdurchschnitt lag hier am Donnerstag bei 2,3 Betten. Es gab in den bayerischen Krankenhäusern noch rund 180 freie Betten speziell für Covid-19-Patienten.

    Deutschlandweit mehr Intensivpatienten

    Deutschlandweit ist die Zahl der Covid-19-Patienten in den Intensivstationen wieder über die Marke von 5.000 gestiegen. In Kliniken bundesweit werden nun 5.049 solche Fälle behandelt, 62 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Daten des Divi-Registers hervorgeht. So groß war die Auslastung demnach zuletzt Mitte Januar.

    Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung, Gernot Marx, sprach in einem Statement bei Twitter von einer weiter angespannten Lage. Er begrüßte den Beschluss des Bundestages zur Corona-Notbremse.

    Der Wiederanstieg der Patientenzahl auf Intensivstationen hatte etwa Mitte März eingesetzt. Zu dem Zeitpunkt waren allerdings noch rund 2.720 Covid-19-Fälle in Behandlung - annähernd so viele wie zum Höhepunkt der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr 2020 mit gleichzeitig rund 2.900 Erkrankten.

    Weniger Covid-Patienten über 80

    Laut Medizinern ist die Zahl der Covid-19-Patienten über 80 durch die Impfungen inzwischen gesunken. Sie berichten von zunehmend jüngeren Patienten. Daten zu mutmaßlichen Veränderungen des Altersschnitts und einem Einfluss auf die Sterblichkeit lagen dem Divi-Experten Christian Karagiannidis zuletzt noch nicht vor. Dies müsse dringend erhoben werden, "wir arbeiten ganz intensiv daran", erklärte er.

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte vor einigen Tagen bei Twitter vor dem Tod vieler Menschen zwischen 40 und 60 Jahren gewarnt. "Darunter sind viele Eltern, die hohen Infektionszahlen in Schulen und Universitäten tragen mit bei." Hintergrund ist, dass diese Menschen zurzeit oft noch keinen Impfschutz haben. Bei sehr hohen Infektionszahlen kann das eigentlich geringe Sterberisiko jüngerer Menschen stärker ins Gewicht fallen.

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