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Coronavirus: Webasto überprüft auch Mitarbeiter in Ostbayern | BR24

© BR/Sarah Beham

Vier Webasto-Mitarbeiter am Standort Stockdorf sind mit dem Coronavirus infiziert. 40 weitere Mitarbeiter werden hier auf das Virus getestet. Auch in Hengersberg und Schierling wird jetzt überprüft, ob Mitarbeiter Kontakt mit den Erkrankten hatten.

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Coronavirus: Webasto überprüft auch Mitarbeiter in Ostbayern

Vier Webasto-Mitarbeiter am Standort Stockdorf sind mit dem Coronavirus infiziert. 40 weitere Mitarbeiter werden hier auf das Virus getestet. Auch in Hengersberg und Schierling wird jetzt überprüft, ob Mitarbeiter Kontakt mit den Erkrankten hatten.

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Auch an den ostbayerischen Webasto-Standorten Hengersberg und Schierling kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeiter in Kontakt mit dem Coronavirus gekommen sind.

Wie eine Unternehmenssprecherin dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage sagte, wird derzeit geprüft, ob Kollegen des Unternehmens Webasto aus Hengersberg und anderen Standorten mit den betroffenen Kollegen aus dem Landkreis Starnberg in Kontakt waren. Es werden daher Kontaktlisten aufgrund der vier bekannten Coronavirus-Fälle im Unternehmen Webasto erstellt.

Ansteckung bei Termin

Am Dienstagabend hat das Gesundheitsministerium drei weitere Coronavirus-Fälle bestätigt. Alle vier bislang bekannten am Virus Erkrankten sind Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto im Landkreis Starnberg. Wie es von einer Unternehmenssprecherin heißt, war eine chinesische Kollegin vom 19. bis 22. Januar am Webasto-Standort Stockdorf (Lkr. Starnberg). Sie nahm hier unterschiedliche Termine mit mehreren verschiedenen Gruppen und Mitarbeitern wahr. Dabei kam es dann wohl zur Übertragung des Virus.

Symptome kamen erst später

Als die Mitarbeiterin in Deutschland war, zeigte sie keine Krankheitssymptome. Als sie dann aber wieder zurück in ihr Heimatland flog, wies sie grippeähnliche Symptome auf. Sie wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Die vier bekannten Coronavirus-Fälle aus dem Unternehmen Webasto standen mit der chinesischen Frau in Kontakt.

Alle Dienstreisen bis 2. Februar abgesagt

Webasto hatte schon nach Bekanntwerden des ersten Falls alle Dienstreisen nach und von China für mindestens zwei Wochen abgesagt und den Mitarbeitern am Standort Stockdorf freigestellt, diese Woche im Homeoffice zu arbeiten. Von diesem Mittwoch an soll ein Ärzte-Team des Gesundheitsamts systematisch alle Kontakte der betroffenen Personen testen. Es gehe bisher um rund 40 Kontaktpersonen, die Zahl könne sich aber noch ändern, so Unternehmenssprecherin Schian.

Webasto-Standort in Wuhan/China

Das Unternehmen mit 13.400 Mitarbeitern und einem Umsatz von 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 hat seinen Hauptsitz in Stockdorf, weltweit hat Webasto mehr als 50 Standorte. In China gibt es demnach zwölf Standorte - einer davon auch in der besonders betroffenen Stadt Wuhan. Die wichtigsten Produkte des Unternehmens sind Panorama-, Schiebe- und Cabrio-Dächer sowie Standheizungen, Heizsysteme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie Klimasysteme.

© BR

Eigentlich ist der Stammsitz des Automobilzulieferers Webasto im oberbayerischen Stockdorf bis Sonntag geschlossen. Ärzte untersuchten hier heute Mitarbeiter, die Kontakt zu den bisher bekannen Infizierten hatten, auf das Coronovirus.

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