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Coronavirus: Politiker hilft als Pfleger im Krankenhaus | BR24

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Der Landtags-Abgeordnete Andreas Krahl arbeitet zurzeit als Krankenpfleger in Weilheim.

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Coronavirus: Politiker hilft als Pfleger im Krankenhaus

Eigentlich sitzt Andreas Krahl für die Grünen im Bayerischen Landtag, doch im Moment hilft der 30-Jährige im Krankenhaus Weilheim aus. Er ist Intensivpfleger von Beruf - und gerade die werden gebraucht in Zeiten von Corona. Ein Besuch im Krankenhaus.

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Von
  • Lui Knoll
  • Veronika Laggerbauer

In einer Viertelstunde beginnt die Nachtschicht auf der Isolierstation im Krankenhaus Weilheim. Andreas Krahl, der seit 2018 für die Grünen im Bayerischen Landtag sitzt, bereitet sich auf seinen Dienst vor. Der 30-Jährige ist Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie und hat sich spontan dazu entschlossen, während der sitzungsfreien Zeit im Landtag im Krankenhaus zu helfen.

"Ich habe ja mit voller Überzeugung diesen Beruf des Krankenpflegers gelernt. Das macht unwahrscheinlich Spaß, jetzt wieder mit den Kolleginnen und Kollegen am Set zu stehen und sozusagen auch meinen bescheidenen Beitrag dazu beitragen zu können, dass wir diese Situation in den Griff bekommen." Andreas Krahl, Landtagsabgeordneter und Krankenpfleger

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Keine Angst vor einer Corona-Infektion

Die Nachtschicht geht von 21 Uhr bis 6 Uhr. Andreas Krahl verabreicht Medikamente und schaut, wie sich das Fieber der Patienten auf der Isolierstation entwickelt. Angst vor einer Infektion habe er nicht. "Wir dürfen Covid 19–Patienten nicht stigmatisieren und müssen sie behandeln wie jeden anderen Patienten", sagt der 30-Jährige.

Spürbarer Zusammenhalt in der Corona-Krise

Als Thomas Lippmann, der Geschäftsführer der Krankenhäuser Weilheim-Schongau, Andreas Krahls Bewerbung bekommen hat, hat er nicht lange gezögert und ihn engagiert. Aber nicht nur der Abgeordnete hat seine Hilfe angeboten. Über 30 weitere Angebote hat die Klinik erhalten, freut sich Thomas Lippmann. Das Virus sei schlimm genug, aber er spüre das Zusammenrücken und dafür sei er sehr dankbar, sagt der Geschäftsführer.

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Andreas Krahl will das verdiente Geld spenden

Für seine zwei Wochen Ferienarbeit im Krankenhaus Weilheim bekommt Andras Krahl 450 Euro, die er spenden möchte. Mit seinem Einsatz setzt er sich nicht nur für betroffene Patienten ein. Er hofft, dass sich mit der Krise die Haltung gegenüber allen Mitarbeitern im Gesundheitswesen verbessert.

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