BR24 Logo
BR24 Logo
Alles zur Maskenpflicht

Coronavirus: Passionsspiele in Oberammergau vor der Absage? | BR24

© BR

Vermutlich keine gute Nachricht für die rund 2.400 Mitwirkenden, die Besucher, für Oberammergau und die ganze Region: Heute um 16:00 Uhr laden die Passionsspiele Oberammergau zu einer Pressekonferenz. Werden die Spiele wegen des Coronavirus abgesagt?

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Coronavirus: Passionsspiele in Oberammergau vor der Absage?

Vermutlich keine gute Nachricht für die rund 2.400 Mitwirkenden, die Besucher, für Oberammergau und die ganze Region: Heute um 16:00 Uhr laden die Passionsspiele Oberammergau zu einer Pressekonferenz. Werden die Spiele wegen des Coronavirus abgesagt?

Per Mail sharen

Seit Tagen sind die Verantwortlichen der Passionspiele in Oberammergau wegen des Coronavirus im Krisenmodus: Massenproben wurden abgesagt, Foto- und Lichtequipment abgebaut und eine Krisensitzung jagte die nächste. Anscheinend ist jetzt eine Entscheidung gefallen, denn die Verantwortlichen laden heute Nachmittag um 16:00 Uhr überraschend zu einer Pressekonferenz in Oberammergau ein.

Ereignisse lassen wohl keine andere Wahl

Das wird vermutlich keine gute Nachricht für die rund 2.400 Mitwirkenden, die Besucher, für Oberammergau und die ganze Region. Auch wenn Spielleiter Christian Stückl noch bis vor kurzem fest an die Premiere am 16. Mai geglaubt und in kleinen Gruppen weitergeprobt hat – die Ereignisse der letzten Tage lassen den Verantwortlichen wohl keine andere Wahl.

Landrat und Leiterin des Gesundheitsamts treten vor Presse

Seit Tagen kursiert das Gerücht der Absage. Landrat Anton Speer will zusammen mit der Leiterin des Gesundheitsamtes Garmisch-Partenkirchen vor die Presse treten und eine Entscheidung verkünden. Eine ersatzlose Absage wurde schon im Vorfeld von mehreren Seiten verneint. Zu kostspielig und zu zeitintensiv war die Vorbereitung. Seit Monaten proben die Mitwirkenden, Kostüme, Bühnenbilder entstehen seit Jahren.

Oberammergau drohen Einbußen

Rund 15 Millionen Euro sind nach ersten Schätzungen bereits investiert worden. Zwar gibt es eine Ausfallversicherung doch die greift nur bei den direkten Kosten. Inwieweit die Vorbereitungskosten gedeckt sind, ist fraglich. Für Hotels und Gastronomie würde eine Absage auch mit Nachholtermin eine Katastrophe bedeuten – rund 95 Prozent der Tickets waren bereits verkauft, fast zwei Drittel aller Gäste kommt aus dem Ausland, größtenteils aus Amerika. Rund eine halbe Millionen Besucher hätten nach Oberammergau ab Mitte Mai bis Anfang Oktober kommen sollen. Dies hätte Hotels und Gastronomie rund 30 Millionen Euro gebracht. Oberammergau lebt nicht nur für die Passion, sondern auch von ihr. Schon jetzt ist allen klar: auch eine Verschiebung hat drastische Folgen und kann den Ort finanziell an den Rand des Ruins bringen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!