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Wegen des neuartigen Coronavirus wird die traditionelle Starkbierprobe auf dem Nockherberg in diesem Jahr verschoben. Der neue Termin steht allerdings noch nicht fest. Das haben die Organisatoren am Sonntag bekannt gegeben.

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Coronavirus: Nockherberg wird verschoben - neuer Termin unklar

Wegen des neuartigen Coronavirus wird die traditionelle Starkbierprobe auf dem Nockherberg in diesem Jahr verschoben. Der neue Termin steht allerdings noch nicht fest. Das haben die Organisatoren am Sonntag bekannt gegeben.

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  • Roana Brogsitter

Eine Entscheidung hatte sich seit Tagen abgezeichnet. Jetzt steht fest: Die traditionelle Starkbierprobe mit satirischer Fastenrede und anschließendem Singspiel auf dem Nockherberg soll auch 2020 stattfinden, sie wird laut Veranstalter Paulaner aber auf einen noch unbekannten Termin verschoben. Grund dafür ist die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

Die Hoffnung starb zuletzt

Lange Zeit sei die Hoffnung groß gewesen, den Termin am 11. März retten zu können, heißt es in einer Pressemitteilung von Paulaner. "Da es keine öffentliche Großveranstaltung ist und es eine begrenzte Gästezahl von 560 gibt".

Hintergrund der Entscheidung, den Termin jetzt doch zu verschieben, sei die "erneute, klare Empfehlung des Gesundheitsministeriums und die Stellungnahme des Münchner Oberbürgermeisters", so die Brauerei. Der Corona-Krisenstab hatte bei der Nockherberg-Veranstaltung zahlreiche Coronavirus-Infektionsrisiken gesehen und dazu geraten, den Starkbieranstich abzusagen oder zu verschieben.

Brauerei-Chef Andreas Steinfatt hatte bereits auf einer Pressekonferenz am Freitag bekannt gegeben, dass der Leiter des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) den Politikern nahegelegt habe, der Veranstaltung fern zu bleiben, um sich selbst zu schützen.

Fans des Derbleckens baten, Veranstaltung zu retten

Aufgrund unzähliger Nachrichten, sowohl von geladenen Gästen, als auch von Fans des Derbleckens aus allen Ecken Bayerns und Deutschlands, wolle man jetzt versuchen, die Veranstaltung zu retten.

"Auch haben sich alle beteiligten Künstler und Mitarbeiter seit Monaten vorbereitet und proben seit Wochen sehr intensiv. Wir möchten, dass sie ihren verdienten Applaus bekommen. Aus diesem Grunde haben wir uns dazu entschieden alle Anstrengungen zu unternehmen, die Salvator-Probe zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden zu lassen. Wir bitten um Verständnis, dass wir in Folge der komplexen Abstimmungserfordernisse heute noch keinen konkreten Termin nennen können." Pressemitteilung Paulaner Brauerei Gruppe

BR im engen Austausch mit Paulaner

Auch der Bayerische Rundfunk war über die gesamte Entscheidungsphase im Austausch mit der Paulaner Brauerei und wird es auch weiterhin bleiben. "Der Bayerische Rundfunk war über die gesamte Entscheidungsphase im konstruktiven Austausch mit der Paulaner Brauerei als Veranstalter. Nun werden wir auch nach dem Beschluss, den Starkbier-Anstich mit Rede und Singspiel zu verschieben, mit Paulaner im engen Austausch bleiben, was die weiteren Planungen angeht."

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter begrüßte die Entscheidung. Er hatte bereits gefordert, entweder alle Aufführungen vor Publikum abzusagen, beziehungsweise zu verschieben oder keine.

"Eine unterschiedliche Behandlung von Politikern und anderen Zuschauern wäre nicht nachvollziehbar gewesen. Gleichzeitig braucht es dringend klare Vorgaben von Staatsregierung, Ministerium oder LGL welche Veranstaltungen stattfinden können, welche nicht. Die Menschen fragen sich zurecht, warum die einen Veranstaltungen abgesagt werden, andere nicht." Oberbürgermeister Dieter Reiter

Starkbierprobe wird nicht zum ersten Mal verschoben

Die Starkbierprobe auf dem Nockherberg wird nicht zum ersten Mal verschoben. Nach dem Amoklauf in Winnenden im Jahr 2009 wurde sie bereits um einige Wochen verschoben. 1991 wurde sie wegen des Golf- und 2003 wegen des Irakkriegs sogar abgesagt.

Hinter dem jährlichen Derblecken stehen die Paulaner Brauerei und die Schörghuber Unternehmensgruppe, zu der die Brauerei gehört.

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