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Coronavirus: Mitarbeiter-Überprüfung und Homeoffice bei Webasto | BR24

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Am Flughafen München kamen am Mittwochfrüh Reisende aus der chinesischen Hauptstadt Peking an. Viele von ihnen trugen einen Mundschutz - auch nach ihrer Landung im Erdinger Moos.

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Coronavirus: Mitarbeiter-Überprüfung und Homeoffice bei Webasto

Nach der gestern verkündeten Standort-Schließung der Webasto-Firmenzentrale im oberbayerischen Stockdorf lässt der Automobilzulieferer nun auch Mitarbeiter in Niederbayern und der Oberpfalz überprüfen. Derweil arbeiten viele in Homeoffice weiter.

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Nach der Schließung des Stammsitzes des Automobilzulieferers Webasto in Stockdorf (Landkreis Starnberg, Oberbayern) haben am Mittwochmorgen Dutzende Mitarbeiter ihre Laptops abgeholt. Die Kollegen seien gebeten, im Homeoffice zu arbeiten, sagte Sprecherin Nadine Schian. "Die Mitarbeiter sind sehr loyal." Die meisten blieben gelassen. Er mache sich keine Sorgen, sagte ein Mitarbeiter, der am Morgen mit Laptoptasche das Unternehmen verließ.

Stockdorf: "Dieser Standort ist geschlossen"

"Dieser Standort ist heute geschlossen", ist auf Aufklebern an den Scheiben der Zentrale zu lesen. Die Schließung sei von Behördenseite aus nicht notwendig gewesen. Die Überlegung sei aber gewesen: "Was können wir als Unternehmen zur Risikominimierung tun?"

Überprüfung in Hengersberg und Schierling

Zu dieser Strategie gehört auch, dass Webasto nun an seinen Standorten in Hengersberg (Landkreis Deggendorf, Niederbayern) und Schierling (Landkreis Regensburg, Oberpfalz) überprüft, ob dort auch Mitarbeiter der Firma sich bei Kollegen aus Stockdorf angesteckt haben könnten. Es werden daher Kontaktlisten aufgrund der vier bekannten Coronavirus-Fälle erstellt.

Angesteckt bei einer Chinesin

Am Dienstag war bei Webasto der erste Coronavirusfall in Deutschland bekanntgeworden. Ein 33 Jahre alter Mitarbeiter hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, mit der er gemeinsam an einer Schulung teilgenommen hatte. Sie nahm hier unterschiedliche Termine mit mehreren verschiedenen Gruppen und Mitarbeitern wahr. Als sie in Deutschland war, zeigte sie keine Krankheitssymptome. Als die chinesische Mitarbeiterin wieder zurück in ihr Heimatland flog, wies sie grippeähnliche Symptome auf. Sie wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Inzwischen wurde bei drei weiteren Webasto-Mitarbeitern die Lungenkrankheit festgestellt. Alle hatten Kontakt mit der Chinesin gehabt.

Hinweise für Reisende

Am Flughafen München kamen nm Mittwochfrüh Reisende aus der chinesischen Hauptstadt Peking an. Viele von ihnen trugen einen Mundschutz - auch nach ihrer Landung im Erdinger Moos. Dort informieren derweil große Plakate in mehreren Sprachen über den Corona-Virus. Die Aushänge stammen vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und informieren in den Sprachen Deutsch, Englisch und Chinesisch über die wichtigsten Symptome der Krankheit. Wer nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet Fieber, Husten und Atemnot bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen, heißt es da. Und wer in ein Risikogebiet reisen möchte, soll dort Abstand zu Tieren und Kranken halten. Empfohlen wird außerdem häufiges Händewaschen und die Verwendung von Desinfektionsmitteln.

© BR/Birgit Grundner

Flughafen München am 29.01.2020: Aushang auf deutsch, englisch und chinesisch.

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Flughafen München am 29.01.2020: Viele Reisende tragen auch nach der Ankunft einen Mundschutz.

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Flughafen München am 29.01.2020: Ankunft eines Flugzeugs aus Peking am Morgen um 5.20 Uhr.

© BR/Birgit Grundner

Flughafen München am 29.01.2020: Viele Reisende tragen auch nach der Ankunft einen Mundschutz.