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Coronavirus in Bayern: Ausgangsbeschränkung wird eingehalten | BR24

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Die seit Mitternacht landesweit in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen werden weitgehend eingehalten. Das ergab ein Rundruf des BR bei den Polizeipräsidien in Unterfranken, Mittelfranken, Oberpfalz und Schwaben-Nord.

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Coronavirus in Bayern: Ausgangsbeschränkung wird eingehalten

Die seit Mitternacht landesweit in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen werden weitgehend eingehalten. Das ergab ein Rundruf des BR bei den Polizeipräsidien in Unterfranken, Mittelfranken, Oberpfalz und Schwaben-Nord.

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Es sei sehr, sehr, sehr ruhig, sagte ein Sprecher in Würzburg. Auf dem Weg zum Präsidium um kurz vor 5 Uhr habe er vier Fahrzeuge, vier Fußgänger und einen Radfahrer gesehen.

Von sehr leeren Straßen berichtet auch der Sprecher des Präsidiums in Nürnberg. Seit Freitagabend hatte die Polizei nur drei nennenswerte Einsätze in Nürnberg und Erlangen – keiner stand jedoch im Zusammenhang mit einem Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen.

Feiernde Jugendliche nachhause geschickt

Die Polizei in Schwaben musste mehrere Gruppen feiernder Jugendlicher auflösen – so in der Augsburger Innenstadt und am Rothsee in Zusmarshausen (Landkreis Augsburg). Laut einem Polizeisprecher waren es jeweils zwischen fünf und zehn Jugendlichen, die sich, so der Eindruck der Beamten, mit Absicht getroffen hätten. Die Polizei erteilte jeweils Platzverweise. Ein User hatte auf Instagram zu einer "Corona-Party" an einer Wertachbrücke in Augsburg eingeladen – "until the cops come". Die Polizei kontrollierte – traf aber niemanden an.

Auch in der Oberpfalz musste die Polizei vor Mitternacht rund zehnmal Gruppen von Jugendlichen ermahnen, danach sei es absolut ruhig gewesen, so ein Sprecher. Im Vergleich zu den Nächten zuvor waren die Verstöße nach seinen Worten minimal.

Hoher Informationsbedarf

Auffällig sei die Zahl der Anrufer bei der 110 gewesen, die wissen wollten, was nun noch erlaubt sei und was nicht. Es herrsche ein erhöhtes Informationsbedürfnis.

Die Münchner Polizei will ihre Bilanz im Lauf des Vormittags ziehen. BR-Reporter berichten, dass nach Mitternacht Straßen, Trambahnen und Busse menschenleer waren. Am frühen Morgen war so gut wie kein Verkehr auf den Straßen.

Innenminister kündigt verstärkte Polizeikontrollen an

Die Ausgangsbeschränkung gelten vorerst zwei Wochen. Damit diese auch eingehalten werden, hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verstärkte Polizeikontrollen angekündigt. Für Bayern sei es absolut notwendig, denn es gehe für viele Menschen ums Überleben, gerade in der älteren Generation, sagte Herrmann in der Rundschau im BR Fernsehen. Bei Verstößen drohen bis zu 25.000 Euro Bußgeld.

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