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Coronavirus: Lichtenfels bekommt Hilfskrankenhaus | BR24

© picture alliance/Sven Simon

In Lichtenfels wird ein zuletzt ungenutzter Altbau zu einem Behilfskrankenhaus.

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    Coronavirus: Lichtenfels bekommt Hilfskrankenhaus

    Lichtenfels bekommt ein Hilfskrankenhaus, um die umliegenden Kliniken in der Corona-Krise zu entlasten. Neben einer Maßnahme im Kampf gegen Medikamenten-Engpässe hat der Klinikverbund Regiomed zudem eine kreative Idee in Zeiten von Besuchsverboten.

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    Von
    • Richard Padberg
    • Lasse Berger

    Nachdem zuletzt bekannt geworden ist, dass Reha-Kliniken für Corona-Patienten geräumt werden müssen, reagiert nun auch Regiomed auf die Corona-Krise: Der länderübergreifende Klinikverbund aktiviert einen Altbau. Wie Geschäftsführer Robert Wieland versicherte, könne der Standort Lichtenfels damit seine Kapazität erweitern.

    Lichtenfels: Bis zu 100 zusätzliche Betten

    Die Führungsgruppe Katastrophenschutz habe den Auftrag erteilt, den derzeit unbenutzten Altbau des Klinikums zu reaktivieren und als Behelfskrankenhaus einzurichten. Dazu laufen laut Wieland momentan die Vorbereitungen. Dort sollen 90 bis 100 zusätzliche Betten bereitstehen.

    Videoanrufe für Klinik-Patienten

    Im Rahmen einer Pressetelefonkonferenz teilte der Verbund zudem mit, dass er trotz der Corona-Pandemie gut gerüstet sei. Da die Besuchsregeln für Einrichtungen und Kliniken auch an den bevorstehenden Osterfeiertagen nicht gelockert werden könnten, arbeite man an Möglichkeiten für Videotelefonie zwischen Einrichtungsbewohnern und Patienten und deren Angehörigen.

    Ampel-Frühwarnsystem für Medikamente

    Nach wie vor heikel ist die Situation im Bereich der Medizinversorgung: Schon vor der Krise habe es bereits zum Teil Lieferengpässe für Arzneimittel gegeben, diese Problematik habe sich nun noch verschärft. Allerdings sei die Versorgung mit Medikamenten hundertprozentig sichergestellt. Dafür arbeiten örtliche Apotheken eng zusammen. Man habe zusammen mit den Chefärzten eine Liste mit rund 130 Wirkstoffen und Medikamenten angelegt, deren Verfügbarkeit täglich überprüft und mit einem Ampel-Frühwarnsystem überwacht werde, so Apothekerin Andrea Beitzinger.