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Coronavirus: Jugendcafé Zwiesel bietet Video-Kummertelefon an | BR24

© BR/Konstantin König

Video-Kummertelefon Jugendcafé Zwiesel

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Coronavirus: Jugendcafé Zwiesel bietet Video-Kummertelefon an

Weil das Jugendcafé Zwiesel aufgrund der Corona-Pandemie zusperren musste, hat sich Leiter Christian Schwarz etwas ausgedacht, um den Kontakt mit den jungen Menschen nicht zu verlieren: ein digitales Kummer- und Beratungstelefon.

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Christian Schwarz, der Leiter des Jugendcafés Zwiesel, ist gelernter Sozialpädagoge. In normalen Zeiten nimmt er sich im Jugendcafé viel Zeit für Gespräche mit den Jugendlichen. Er bespricht mit ihnen Probleme, Sorgen und Wünsche. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus musste aber auch das Jugendcafé Zwiesel schließen. Damit er den Kontakt weiter aufrechterhalten kann, hat Christian Schwarz kurzerhand ein digitales Beratungs- und Kummertelefon eingerichtet.

Miteinander reden - einander sehen

Die jungen Leute können entweder anrufen oder den Videochat wählen. Dann ist es eigentlich wie ein eins zu eins Gespräch, von Angesicht zu Angesicht. Mit Finn spricht Christian Schwarz regelmäßig. Den 18-Jährigen beschäftigt aktuell vor allem, wie es nach dem Abitur weitergeht. Finn ist gut in der Schule und will nach dem Abitur Medizin studieren. Doch was ist mit den Bewerbungsfristen? Mit dem Termin für den Medizinertest? Macht ihm Corona einen Strich durch die Rechnung?

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Sozialpädagoge Christian Schwarz an seinem Arbeitsplatz im Jugendcafé Zwiesel

Vom lockeren Plausch bis zur Beratung bei schweren Problemen

Mit Finn bespricht Christian Schwarz eher in lockerer Atmosphäre die Anliegen und Bedenken, was die Zukunft angeht. Der 18-Jährige steckt die Ausgangsbeschränkungen bisher noch gut weg, auch wenn er sich schon wieder sehr darauf freut, seine Freunde wieder treffen zu können. In den Gespräch mit den Jugendlichen bemerkt der Sozialpädagoge Schwarz aber manchmal auch Anzeichen für ernsthafte Probleme, wie häusliche Gewalt und Alkohol- oder Drogensucht. Dann kann Christian Schwarz gleich reagieren und spezialisierte Hilfsangebote vorschlagen.

Aus genau diesem Grund ist für ihn das digitale Beratungs- und Kummertelefon so wichtig. Damit auch zu Zeiten von Corona der Kontakt nicht abbricht und die jungen Leute weiterhin einen Ansprechpartner für ihre Anliegen haben.

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