BR24 Logo
BR24 Logo
Alles zur Maskenpflicht

Coronavirus in Bayern: Ausgangsbeschränkungen werden eingehalten | BR24

© BR

Seit Mitternacht gelten in Bayern Ausgangsbeschränkungen. Laut Bayerns Innenminister Herrmann halten sich die meisten Menschen daran.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Coronavirus in Bayern: Ausgangsbeschränkungen werden eingehalten

Bisher sind die Ausgangsbeschränkungen wegen Corona in Bayern beachtet worden, so Innenminister Hermann. Ganz vereinzelt sei es zu Verstößen gekommen. Seit heute kontrolliert die Polizei Autofahrer, Straßensperrungen soll es aber nicht geben.

Per Mail sharen

"Keine besonderen Vorkommnisse", hieß es heute Morgen von den Sprechern der Polizeipräsidien in Niederbayern und der Oberpfalz. Die Menschen haben sich offenbar weitgehend an die Ausgangsbeschränkungen gehalten. Es habe lediglich drei Verstöße gegeben, bei denen die Polizeibeamten größere Grüppchen auflösen und die Leute nach Hause schicken mussten.

Jugendliche am Lagerfeuer und Geburtstagsfeier im Bauwagen

In Unterfranken stellte die Polizei mehrere Verstöße fest. Fünf Jugendliche hätten im Landkreis Bad Kissingen in einem Bauwagen einen Geburtstag gefeiert. Im gleichen Landkreis fielen drei weitere Personen auf, die am frühen Samstagmorgen um ein Lagerfeuer saßen und tranken. In allen Fällen erhalten die Beteiligten eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung.

Auch im Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz registrierten Beamte lediglich drei Verstöße, alle davon in Weiden.

Ganz normales Einsatzgeschehen in Mittel- und Oberfranken

Auch in Mittel- und Oberfranken gab es keine besonderen Vorkommnisse. Es habe ein ganz normales Einsatzgeschehen bestanden, so die Polizei Mittelfranken. Eine ähnliche Bilanz zieht die Einsatzzentrale in Oberfranken. Die gesamte Lage bezüglich Corona habe keine nennenswerten Einsätze in der vergangenen Nacht nach sich gezogen.

Bis Mitternacht der "normale Wahnsinn" in Schwaben

Bis Mitternacht war es "noch der normale Wahnsinn", danach kehrte Ruhe ein. Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidium Schwaben Süd/West dem BR. Möglicherweise habe auch das regnerische Wetter seinen Teil dazu beigetragen, dass die Menschen im Gebiet des Präsidiums vom Allgäu bis nach Neu-Ulm sich an die seit Mitternacht gültigen Ausgangsbeschränkungen wegen des Corona-Virus gehalten hätten, so der Sprecher weiter: "Es hat anscheinend jetzt auch den Letzten erreicht, dass das gar nicht so lustig ist."

Münchner Polizei will mit Augenmaß kontrollieren

Die Münchner Polizei kontrolliert die Einhaltung der Ausgangssperre mit Fingerspitzengefühl, so ihr Sprecher Marcus da Gloria Martins im BR. Nach dem jetzigen Konzept seien keine groß angelegten Straßensperren geplant: "Es wird auch nicht so sein, dass jemand, der unterwegs ist, alle fünf Meter von einem Kollegen von mir angesprochen wird.

Die meisten Menschen würden sich sehr kooperativ verhalten, sagt da Gloria Martins. Aber natürlich gäbe es wie immer auch die Unbelehrbaren, denen man klarmachen müsse, dass die Lage zu ernst und die befürchteten Opferzahlen zu hoch seien. Auffallend sei vor allem die Generation 30 und jünger. Sie wüssten gerade nicht so recht, was sie mit ihrer vielen Freizeit anfangen sollten.

Bei Verstößen: Bis zu 25.000 Euro Bußgeld

Die Ausgangsbeschränkung gelten vorerst zwei Wochen. Damit diese auch eingehalten werden, hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verstärkte Kontrollen angekündigt. Die Polizei werde den ganzen Tag über kontrollieren, ob sich die Menschen an die Maßnahmen halten. Für Bayern sei es absolut notwendig, denn es gehe für viele Menschen ums Überleben, gerade in der älteren Generation, sagte der CSU-Politiker in der Rundschau im BR Fernsehen. Bei Verstößen drohen bis zu 25.000 Euro Bußgeld.

Hermann: Hoffen, dass Infektionen weniger werden

Innenminister Herrmann machte aber auch deutlich, dass derzeit niemand sagen könne, wann die Beschränkungen wieder aufgehoben werden: "Wir hoffen, dass wir in den nächsten 14 Tagen erleben können, dass die Zahl der Neu-Infektionen zurückgeht. Aber im Moment weiß das natürlich keiner.

Informationen zu den Ausgangssperren nicht unter 110

Polizei bittet dringend den Notruf 110 für wirkliche Notfälle freizuhalten. Über Details zu den Ausgangsbeschränkungen könne man sich u.a. im Internet informieren z.B. auf der Seite der Bayerischen Staatsregierung unter www.bayern.de Die Polizei verweist auch auf die jeweiligen Bürgertelefone der Sicherheits- bzw. Gesundheitsbehörden (Bürgertelefon zum Thema Coronavirus 089/12 22 20 (Mo-Do 8-18 Uhr, Fr 8-16 Uhr). Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verweist auf das Servicetelefon 09131/6808-5101 (Mo-Fr 8-17 Uhr, Sa/So 10-16 Uhr).

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!