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Coronavirus in Bayern: Hotline für verunsicherte Bürger | BR24

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In dieser Spezial-Sendung werden folgende Fragen beantwortet: Wie gefährlich ist der Erreger wirklich? Welche Symptome gibt es?

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  • Artikel mit Video-Inhalten

Coronavirus in Bayern: Hotline für verunsicherte Bürger

Am Dienstagabend wurden drei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt. Die bayerischen Behörden stellen für verunsicherte Bürger eine Telefon-Hotline bereit. Wichtige Informationen gibt das Gesundheitsministerium auf seiner Internetseite.

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Das Coronavirus aus China ist mittlerweile auch in Bayern angekommen - zunächst hatte sich ein 33-Jähriger bei einer Kollegin aus Shanghai angesteckt, am Dienstagabend wurden drei weitere Fälle im Kollegenkreis bestätigt. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) richtete eine Coronavirus-Hotline ein. Unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 können verunsicherte Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen.

Wichtige Informationen zum Coronavirus und den ersten bestätigten Fällen in Bayern sind zudem auf der Internetseite des bayerischen Gesundheitsministeriums unter www.coronavirus.bayern.de zu finden. Auch die Barmer-Krankenkasse hat bereits eine Hotline geschaltet.

Gesundheitsministerin: "Bayern ist gut vorbereitet"

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte: "Wir nehmen die Lage sehr ernst. Bayern ist aber gut vorbereitet." So gebe es schon seit Jahren eine Spezialeinheit für solche Fälle – die "Task Force Infektiologie" am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Diese Spezialeinheit sei jederzeit einsatzbereit. "Zusätzlich haben wir bereits in der vergangenen Woche einen speziellen Arbeitsstab im Ministerium gebildet. Mit dem Robert Koch-Institut und dem Bund sind wir bereits seit längerem intensiv im Austausch."

Es gebe Alarmpläne, die jetzt angewendet worden seien. Genau geregelt sind zum Beispiel der Ablauf der Meldewege im Krankheitsverdachtsfall und die Ermittlung von Kontaktpersonen. Derzeit läuft die Ermittlung der Kontaktpersonen auf Hochtouren."

Warnung vor Panikmache

In der Sendung warnte die Münchner Virologin, Professorin Ulrike Protzer vom Helmholtz-Zentrum an der TU München, vor Panikmache. Die Gefahr, sich mit dem Virus zu infizieren, sei in Deutschland ihrer Ansicht nach sehr limitiert, sagte Protzer. Man müsse "die Kirche im Dorf lassen". Bei Grippesymptomen wie plötzlichem hohem Fieber und Gliederschmerzen empfahl die Medizinerin in jedem Fall einen Arztbesuch.

Protzer wies darauf hin, dass derzeit in Deutschland etwa 32.000 Menschen an Grippe erkrankt seien. Natürlich bestehe sowohl auf der Sportmesse ISPO in München als auch auf der Spielwarenmesse in Nürnberg die Möglichkeit, Infizierten zu begegnen, räumte Protzer ein. Doch die Devise bleibe die gleiche: Ruhig bleiben und sich bei Symptomen melden, wenn man mit Menschen aus den betroffenen Regionen Kontakt hatte.

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