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Coronavirus: Engpass im Aschaffenburger Sozialkaufhaus | BR24

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wenig Ware im Regal (Symbolbild)

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    Coronavirus: Engpass im Aschaffenburger Sozialkaufhaus

    Das Sozialkaufhaus "Grenzenlos" in Aschaffenburg bekommt die Folgen des Coronavirus zu spüren: Derzeit werden keinerlei Waren mehr von Supermärkten gespendet. Es fehlen täglich vier bis fünf Tonnen Gemüse für die rund 500 Kunden.

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    Die Ausbreitung des Coronavirus hat jetzt auch Auswirkungen auf das Sozialkaufhaus "Grenzenlos" in Aschaffenburg. Dort fehlen täglich vier bis fünf Tonnen Gemüse für die rund 500 Kunden. Derzeit werden keinerlei Waren mehr von Supermärkten gespendet. Auch eine Aschaffenburger Bäckerei hat mitgeteilt, dass sie bis auf weiteres keine Backwaren vom Vortag mehr spendet.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    Sozialkaufhaus muss nun Waren zukaufen

    Laut Harry Kimmich, dem Vorstand von "Grenzenlos", hat er bereits Obst und Gemüse für rund 700 Euro zugekauft, doch die Menge habe nicht gereicht. Er geht davon aus, dass er in Zukunft Waren wie Obst, Gemüse, Milchprodukte, Mehl, Nudeln, Reis und Zucker für 10.000 bis 15.000 Euro wöchentlich einkaufen muss. Die Rücklagen müssten jetzt dafür herhalten, aber es sei eine finanzielle Gratwanderung, sagte Kimmich.

    Organisatoren hoffen auf Spenden

    Von den Supermärkten werden in der Regel Gemüse, Obst, Milchprodukte und Ware mit kurzer Haltbarkeit kostenlos zur Verfügung gestellt. Kimmich hofft, dass Gastronomen, Märkte und andere Lieferanten weiterhin überschüssige Ware spenden. Private Lebensmittelspenden sind dagegen nicht erlaubt. Wer helfen möchte, kann bei Edeka bestimmte Produkte für "Grenzenlos" einkaufen, die dem Sozialkaufhaus dann geliefert werden.

    Schweinfurter Tafel ab 20. März geschlossen

    In Schweinfurt schließ die Tafel laut Ernst Gehling, dem Vorstandsvorsitzenden der Tafel Schweinfurt, ab Freitag (20. März) geschlossen. Grund für die Schließung ist der Schutz der ehrenamtlichen Helfer, die hauptsächlich zwischen 60 und 70 Jahre alt sind und zur Hauptrisikogruppe des Corona-Virus gehören. Wie lange die Tafel in Schweinfurt geschlossen bleibt, ist derzeit nicht bekannt und hängt von den aktuellen Entwicklungen ab. Gehling betonte, dass sie schweren Herzens die Entscheidung getroffen haben, die Tafel zu schließen. Für Menschen, die auf die Tafel angewiesen sind, gebe es derzeit keine Alternative, allerdings verwies Gehling auf die Grundsicherung, die in Deutschland besteht.

    Tafel in Würzburg bereits geschlossen

    Aufgrund der starken Coronavirus-Verbreitung ist die Tafel in Würzburg bereits geschlossen. Nach momentanem Stand wird am 20. April wieder geöffnet. Das teilt die Würzburger Tafel auf ihrer Webseite mit.

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