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Coronavirus: BRK Nürnberg auf Katastrophenfall vorbereitet | BR24

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Im Hinblick auf die Entwicklungen der Coronavirus-Krise in Italien ist das Rote Kreuz in Nürnberg auf einen möglichen Katastrophenfall vorbereitet.

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Coronavirus: BRK Nürnberg auf Katastrophenfall vorbereitet

Seit dem Wochenende bestehen in Norditalien wegen des Coronavirus sogenannte "zone rosse", rote Zonen. In diese kommt niemand so einfach hinein oder wieder heraus. Das Rote Kreuz in Nürnberg ist für einen möglichen Katastrophenfall gerüstet.

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Im Hinblick auf die Entwicklungen der Coronavirus-Krise in Italien ist das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in Nürnberg auf einen möglichen Katastrophenfall vorbereitet. Das BRK hat seinen bereits vorhandenen Pandemieplan in Bezug auf das Coronavirus überarbeitet, sagt die Geschäftsführerin des Kreisverbands Nürnberg-Stadt, Brigitte Lischka.

Schutzkleidung ausreichend vorhanden

So seien vor allem die neuen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts mit eingearbeitet worden. Das betreffe zum Beispiel Schutzkleidung oder den Umgang mit Hygiene und Desinfektion, so Lischka weiter. Konkret hat das BRK in Nürnberg den Bestand an Atemschutzmasken, Schutzanzügen und dergleichen aufgestockt und den Bestand in den Rettungsfahrzeugen verdoppelt.

Der Pandemieplan des BRK ist nicht neu: Er ist bereits während der Influenzawelle im Jahr 2009 entstanden und wird seitdem immer wieder überarbeitet.

Corona: Kaum Unterschiede zu anderen Infektionen

Allgemein sei das Rote Kreuz gut auf solche Krankheiten vorbereitet. Die Vorgehensweise der Einsatzkräfte unterscheidet sich beim Umgang mit Infektionskrankheiten wenig, erklärt Lischka. "Unsere Mitarbeiter sind gut geschult, wie sie mit solchen Dingen umgehen müssen."

Keine Panik

Zudem warnt Brigitte Lischka vor Panik. Das Robert-Koch-Institut schätze das Risikopotenzial des Coronavirus ähnlich wie das des Noro-Virus ein. Zum Problem könnte für das BRK nur eine Krankheitswelle der Einsatzkräfte werden. In einem solchen Fall könnten auch Mitarbeiter aus anderen Bereichen als Rettungswagen-Fahrer eingesetzt werden. Laut Brigitte Lischka sind alle Mitarbeiter mindestens in Erster Hilfe gut ausgebildet.