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Coronavirus bringt Sanitäter der Rettungsdienste an ihre Grenzen | BR24

© BRK Traunstein

Das BRK ist in Corona-Zeiten noch stärker belastet als sonst

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Coronavirus bringt Sanitäter der Rettungsdienste an ihre Grenzen

Die Corona-Krise bedeutet für die Sanitäter des BRK-Rettungsdiensts eine enorme Herausforderung. In ihrem ohnehin schon fordernden Beruf sind sie derzeit vielen zusätzlichen Belastungen ausgesetzt – in körperlicher und auch in psychischer Hinsicht.

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Die Corona-Situation bedeutet für die meisten Beschäftigten im Gesundheitswesen eine enorme Herausforderung. Darauf hat das BRK in Traunstein hingewiesen.

Reanimation einer Frau, die mit Corona infiziert war

Ein Beispiel aus dem Landkreis Traunstein: Bei einem Notarzt-Einsatz hatten Rettungssanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) die Reanimation bei einer Frau durchgeführt. Erst danach stellte sich heraus, dass sie mit dem Coronavirus infiziert war. Vier beteiligte Helfer sind nun in häuslicher Quarantäne. Sie machen sich Sorgen – wie derzeit viele ihrer Kollegen im Rettungsdienst.

Bei Notfällen wie Herzinfarkten keine Zeit für Corona-Tests

Bei Corona-Verdachtsfällen arbeiten die Retter mit Masken und in Schutzkleidung. Auch die Patienten bekommen in solchen Fällen eine Mund-Nase-Schutzmaske.

Aber bei akuten Notfällen wie einem Herzinfarkt oder bei einem Verkehrsunfall muss sofort Hilfe geleistet werden. Dann bleibt keine Zeit, eine mögliche Corona-Infizierung des Patienten zu überprüfen.

Mit Maske schwer zu atmen, heiß, angelaufene Brillen

Hinzu kommt die körperliche Belastung der Sanitäter. Mit Vollschutzanzug und Maske ist die Atmung erschwert, das Sichtfeld oft durch angelaufene Brillen eingeschränkt, und es ist heiß. "Trotzdem müssen wir auch in dieser Kleidung oft anstrengende Arbeiten ausführen, zum Beispiel einen Patienten die Treppe runtertragen", sagt Peter Wendt, Wachleiter der BRK-Rettungswache in Trostberg.

Angst vor Ansteckung

Zur körperlichen Belastung kommt die Angst hinzu, selbst infiziert zu werden und dann auch die Angehörigen anzustecken. Immerhin: Auch wenn Masken und Schutzanzüge momentan ein rares Gut sind – für die Mitarbeiter im Rettungsdienst sind laut BRK Traunstein immer noch genügend vorhanden, wie Kreisgeschäftsführer Andreas Richter dem BR mitteilte.

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