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Coronavirus: Bayern schränkt öffentliches Leben ein | BR24

© pa/dpa/Peter Kneffel

Leere Plätze in einem Münchner Cafe

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Coronavirus: Bayern schränkt öffentliches Leben ein

Wegen der Corona-Pandemie fährt Bayern das öffentliche Leben weiter herunter: Ab Mittwoch sollen die Öffnungszeiten von Geschäften und Restaurants eingeschränkt werden. Bars, Clubs, Kinos, Zoos und Schwimmbäder müssen ab Dienstag schließen.

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Im Kampf gegen die Verbreitung des neuartigen Coronavirus greift Bayern zu drastischeren Maßnahmen: Wie der BR aus Regierungskreisen erfuhr, soll es im Freistaat ab Mittwoch zu reduzierten Öffnungszeiten von Geschäften und in der Gastronomie kommen. Außerdem sollen Bars, Clubs, Zoos, Schwimmbäder und Kinos ab Dienstag geschlossen werden.

Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

Die Übersichtskarte zu den aktuellen Coronavirusfällen in Bayern finden Sie hier.

Klar sei, dass Supermärkte und Lebensmittelläden, Apotheken, Tankstellen und auch Banken definitiv offen bleiben sollen, hieß es. Die Grundversorgung bleibe aufrechterhalten, wurde betont.

Die Details sollen am Montag um 10 Uhr auf einer Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Innenminister Joachim Herrmann bekannt gegeben werden. BR24 überträgt live. Zudem senden BR Fernsehen und BR24 am Montagabend um 19 Uhr eine Sondersendung "BR extra Corona" - BR-Chefredakteur Christian Nitsche interviewt darin Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder.

Bayern plant "Medizin-Paket"

Wie ferner heute aus Regierungskreisen verlautete, soll es ein Milliarden-Hilfsprogramm für die bayerische Wirtschaft geben. Und es werde ein großes "Medizin-Paket" geben, um die Kapazitäten auszubauen. Dies könnte die Bettenzahl, das Personal oder zusätzliche Kapazitäten für Coronavirus-Tests betreffen.

Das öffentliche Leben im Freistaat werde "heruntergefahren", hieß es aus einer Sitzung des Coronavirus-Krisenstabs unter Leitung von Ministerpräsident Söder am Nachmittag in der Staatskanzlei.

Erst am Freitag hatte Bayern verkündet, von Montag an den Betrieb in Schulen, Kindergärten und Krippen bis zum Ende der Osterferien am 19. April stillzulegen. Außerdem gilt ein Verbot größerer Veranstaltungen.

Vier Corona-Tote in Bayern

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt in Bayern rasch zu. Am Sonntag (Stand 12.00 Uhr) meldete das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 886 Fälle, in denen Menschen im Freistaat positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Das sind 205 Fälle mehr als am Vortag. Vier Menschen starben in Bayern inzwischen nachweislich an Covid-19.

© BR

Die Landesregierung hat weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Bayern beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus' zu verlangsamen. Nikolaus Neumaier, BR-Landespolitik, erläutert in der Rundschau, was das heißt.