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Corona und Schule

Corona-Ausbruch nach privater Feier im Allgäu | BR24

© BR/Andrea Trübenbacher

Mehrere neue Corona-Fälle gingen von einer Feier in Memmingen im Allgäu aus. Die Infektion verbreitete sich bis nach Aschaffenburg und in den Landkreis Passau.

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Corona-Ausbruch nach privater Feier im Allgäu

Memmingen ist Ausgangspunkt mehrerer neuer Corona-Fälle in verschiedenen Teilen Bayerns sowie in Baden-Württemberg. Die Infektionen verbreiteten sich nach Behördenangaben bis nach Aschaffenburg, in den Landkreis Passau und in den Rhein-Neckar-Kreis.

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Die Spur mehrerer neuer Corona-Fälle in Bayern führt nach Memmingen. Wie die Stadt bestätigte, hat dort vom 27. auf den 28. Juni eine private Feier im Vorhof einer Moschee stattgefunden. Dort haben sich nach den Erkenntnissen der Gesundheitsämter mehrere der knapp 100 Gäste aus verschiedenen Teilen Bayerns mit dem Coronavirus angesteckt. Auch in Baden-Württemberg, im Landkreis Rhein-Neckar wurden mehrere Personen positiv getestet. Der Fall zeigt aus Sicht der Stadt Memmingen aber auch, dass die Rückverfolgung der Infektionsketten bisher funktioniere.

Landkreis Unterallgäu: Zwölf Fälle

Im Landkreis Unterallgäu gibt es derzeit zwölf aktive Corona-Fälle, neun davon stehen laut Landratsamt in direktem Zusammenhang mit der privaten Feier in Memmingen. Da sich auch zwei Kinder angesteckt haben, wurde der Kindergarten in Hawangen komplett geschlossen, in einer Schule in Markt Rettenbach musste die Hälfte einer Klasse in Quarantäne. Das Gesundheitsamt hat alle Kinder, Erzieherinnen und Lehrer testen lassen: 60 Tests verliefen allesamt negativ. Außerdem sind acht der neun Corona-Fälle mit Bezügen zu Memmingen in einer einzigen Familie aufgetreten. Die Behörde geht deshalb davon aus, dass man die Infektionen unter Kontrolle hat.

Aschaffenburg: Quarantäne und Kontaktbeschränkungen

Die Familienfeier hat allerdings auch Auswirkungen auf die Landkreise Passau und Aschaffenburg. Nach Angaben der Stadt Aschaffenburg haben sich vier Erwachsene und zwei Kinder infiziert. Gleichzeitig fielen im Rahmen einer Reihentestung in einem Hort in Schweinheim drei Infektionen auf. Die infizierten Personen befinden sich allesamt in Quarantäne. Für rund 80 weitere Personen, die mit den Infizierten Kontakt hatten, gelten strenge Kontaktbeschränkungen. Davon sind auch rund 30 Bewohner eines Häuserblocks betroffen, in dem die betroffene Familie lebt, die sich in Memmingen infiziert hat. Laut Gesundheitsamt dürfen die Kontaktpersonen zwar ihre Häuser verlassen, sie brauchen dafür aber einen triftigen Grund, wie zum Beispiel dringende Besorgungen. Außerdem müssen sie strenge Hygiene-Auflagen einhalten.

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  • Kreis Passau: sechs Personen infiziert

    Im westlichen Kreis Passau wurde eine Familie getestet, nachdem das Gesundheitsamt von den Allgäuer Kollegen über den Corona-Ausbruch informiert worden war. Der Test ergab: Sechs Personen sind infiziert, darunter drei schulpflichtige Kinder. Wie das Landratsamt mitteilte, geht es den Betroffenen mehrheitlich gut, ein Erwachsener musste vorübergehend in stationäre Behandlung. Weil die erkrankten Kinder in der Schule waren, wurden am Donnerstag 39 Kinder aus drei Klassen der Mittelschule Vilshofen sowie fünf Lehrer für 14 Tage in Quarantäne geschickt. Kinder und Lehrer wurden abgestrichen, die Testergebnisse liegen noch nicht vor.

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