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Corona-Wert knapp unter 50: Verschärfte Maßnahmen in Augsburg | BR24

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Corona-Warnschild in Augsburg

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    Corona-Wert knapp unter 50: Verschärfte Maßnahmen in Augsburg

    Die Stadt Augsburg hat strikte Maßnahmen angekündigt, um eine weitere Ausbreitung der Corona-Infektionen zu verhindern. Über das Wochenende war die Zahl der Neu-Infektionen nach oben geschnellt.

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    Von
    • Barbara Leinfelder
    • Jo Schweizer

    Das Coronavirus breitet sich in Augsburg weiter aus. Der so genannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 49,3, teilte die Stadt mit - und damit nur knapp unter dem kritischen Wert von 50.

    Diffuses Infektionsgeschehen

    Thomas Widmer, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts der Stadt Augsburg, erläuterte auf einer Pressekonferenz die Infektionsentwicklung der vergangenen Wochen. Es gebe keine Hotspots und keine geschlossenen Cluster, sondern ein diffuses Infektionsgeschehen mitten in der Gesellschaft. Das mache die Lage schwierig.

    Infektionsquellen lassen sich nicht mehr alle nachvollziehen

    Sorgen bereitet den Verantwortlichen, dass die Infektionsquellen oft nicht mehr nachvollzogen werden können. Vor allem jüngere Menschen seien jetzt betroffen, auch bei den Älteren gebe es jetzt wieder mehr Fälle.

    "Die Lage ist kritisch zu betrachten, was schwere Verläufe und Todesfälle betrifft." Thomas Widmer, Gesundheitsamt Augsburg

    Keine Zuschauer bei FCA-Heimspiel

    Um die Zahl der Infektionen abzubremsen, gilt daher in Augsburg ab Dienstag Mitternacht ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Zuschauer sind bei Sportveranstaltungen - vom FCA über AEV bis hin zu kleineren Vereinen - nicht mehr zugelassen. Maximal dürfen sich zehn Personen treffen. In geschlossenen Räumen dürfen sich bei Hochzeiten oder privaten Feiern maximal 50 Menschen treffen, 100 sind unter freiem Himmel zugelassen.

    Kein Alkoholausschank mehr auf der Maxstraße

    Ab Donnerstag bis Sonntagfrüh gibt es keinen Alkoholausschank mehr "To go" auf der Maxstraße, am Leonhardsberg und auf weiteren Flächen. Sollte der Inzidenz-Wert über 50 steigen, würden die Regeln für weitere sieben Tage verschärft und dann auch eine Sperrstunde eingeführt, so OB Eva Weber.

    Schulen und Kitas sollen möglichst offen bleiben

    Wie es mit den Kitas und den Schulen weitergeht, dazu äußerte sich Bürgermeisterin Martina Wild von den Grünen. Derzeit gebe es an den Schulen nur Teilschließungen, etwa aktuell am Holbein-Gymnasium, der Heinrich-von Buz-Realschule und weiteren. Wild kündigte an, dass es demnächst einen Runden Tisch mit den Schulleitungen geben soll, auch mit den Stadtwerken, um Schülerströme im ÖPNV "zu entzerren".

    Appell der Oberbürgermeisterin

    Oberbürgermeisterin Eva Weber wandte sich mit einem leidenschaftlichen Appell an alle, die die Gefährlichkeit von Corona anzweifeln.

    "Ich möchte nicht, dass wir in Augsburg einen zweiten Lockdown erleben. Bitte machen Sie mit - bitte tragen Sie die Masken, halten Sie Abstand, vermeiden Sie unnötige Kontakte. Wir müssen aufeinander achten, es geht nicht nur um einen allein, sondern um die, die um einen herum sind." Augsburgs OB Eva Weber

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