BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Coronavirus: Keine Infizierten auf Rettungsschiff "Alan Kurdi" | BR24

© Facebook/Sea-Eye

Die Lage an Bord der ALAN KURDI spitzt sich immer weiter zu. Das Rettungsschiff ist zur dauerhaften Beherbergung von 150 Menschen nicht geeignet

Per Mail sharen

    Coronavirus: Keine Infizierten auf Rettungsschiff "Alan Kurdi"

    Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" der Regensburger Rettungsorganisation "Sea Eye" hat mit 150 Geretteten an Bord Palermo (Sizilien) erreicht. Bisher sei keiner mit dem Corona-Virus infiziert, berichtet die epd. Dennoch spitze sich die Lage weiter zu.

    Per Mail sharen

    Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" der Regensburger Rettungsorganisation "Sea Eye" mit 150 Geretteten an Bord ist in den internationalen Gewässern vor der italienischen Stadt Palermo angelangt. Wie der evangelische Pressedienst (epd) berichtet, seien bisher weder Crewmitgliedern noch Gerettete mit dem Coronavirus infiziert.

    "Alan Kurdi" für so viele Menschen nicht ausgelegt

    Wie es aus dem Bericht hervorgeht, hätten die Geretteten die sechste Nacht in Folge unter beengten Verhältnissen an Deck des Schiffes verbracht. Für so viele Menschen sei das Rettungsschiff nicht ausgelegt, bestätigt Sea-Eye auf ihrer Homepage. Eine Lösung sei aber weiterhin nicht in Sicht.

    Schiffs-Crew stehe unter hoher psychischer Belastung

    Bislang verweigerten Italien und Malta einen sicheren Hafen wegen der aktuellen Corona-Krise. Kapitänin Bärbel Beuse betonte laut Mitteilung, dass es eine schnelle Lösung brauche, andernfalls müsse sie den Notstand auf dem Schiff erklären. Die 17-köpfige Crew stehe unter hohen psychischen Belastungen und leide unter Schlafmangel. Sie müsse nicht nur die Geretteten versorgen, sondern auch immer wieder die Situation erklären, um Unruhen vorzubeugen. Dennoch käme es zu Konflikten.

    Lebensmittellieferung am Samstag

    Die Lage an Bord des Schiffes auf dem Mittelmeer habe sich kurzzeitig leicht entspannt, nachdem die italienische Rettungsleitstelle eine Unterstützung mit Lebensmitteln zugesagt habe. Die Lieferung von Reis, Couscous, Müsliriegeln und Kartoffeln sei am Samstagvormittag von einem Küstenschiff überbracht worden.

    Geretteter wegen psychischer Probleme evakuiert

    Die "Alan Kurdi" hatte am Montag 150 Flüchtlinge vor der libyschen Küste an Bord genommen. Die Menschen saßen den Angaben zufolge ohne Rettungswesten in zwei überfüllten Holzbooten. Eine Person wurde inzwischen wegen psychischer Probleme evakuiert. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch erklärt, sie sei mit allen Beteiligten im Gespräch, um eine Lösung zu finden.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!