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Corona-Virus in Nürnberg: Bestimmte Stadtteile stärker betroffen

In Nürnberg treten in bestimmten Stadtteilen häufiger Corona-Infektionen auf als in anderen. Das geht aus Daten des Nürnberger Gesundheitsamts hervor. Die Viertel weisen eine Gemeinsamkeit auf.

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Von
  • Tina Wenzel

In manchen Stadtteilen in Nürnberg gibt es anteilig mehr Corona-Fälle als in anderen. Aus ersten Datenanalysen des Nürnberger Gesundheitsamts ist abzulesen, dass in dicht besiedelten Stadtteilen überproportional häufig Corona-Infektionen vorkommen. Die Daten sollen in den kommenden Wochen noch detaillierter ausgewertet werden, sagt Gesundheitsreferentin Britta Walthelm (Grüne).

Wenige Daten – diffuses Infektionsgeschehen

Zu den betroffenen Stadtteilen gehören im Süden Nürnbergs zum Beispiel Galgenhof, St. Leonhard oder Steinbühl. Aber auch im Norden weisen die Stadtteile Schoppershof, Wöhrd oder die Nordstadt höhere Infektionszahlen auf. "Es sind vermehrte Fälle, aber keine Hotspots", betont Oberbürgermeister Marcus König (CSU).

In Nürnberg herrsche ein diffuses Infektionsgeschehen, ergänzt Walthelm. 80 bis 85 Prozent der Corona-Fälle kann das Gesundheitsamt nicht auf einen genauen Ort oder ein Ereignis zurückverfolgen. "Da stellt sich natürlich die Frage, wo kommen die Infektionen her? Nicht nur in Nürnberg, sondern in ganz Deutschland haben wir noch nicht viele Erhebungen dazu", sagt Walthelm.

Bestimmte Berufsgruppen mit höherem Risiko

Hinweise auf das Infektionsgeschehen liefern auch Daten der Krankenkassen. Diese zeigen, dass bestimmte Berufsgruppen häufiger von einer Infektion betroffen sind, so Walthelm. "Dazu gehören Pflegeberufe, medizinische Berufe und auch Lehrberufe. Es sind aber auch andere Branchen zum Beispiel die Baubranche, Verkehrsbranche oder Logistikbranche. Also tendenziell alle, die nicht im Homeoffice arbeiten können", so die Gesundheitsreferentin. Gerade Menschen, die diesen Berufen nachgehen, leben aufgrund ihrer Einkommenssituation häufiger in dicht besiedelten Stadtteilen, die zum Wohnen günstiger sind.

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