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Corona verunsichert unterfränkische Metall- und Elektroindustrie | BR24

© BR/dpa-Bildfunk/Matthias Bein

Ein Arbeiter überprüft Nockenwellen für ein Fahrzeug.

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    Corona verunsichert unterfränkische Metall- und Elektroindustrie

    Seit Sommer geht es für die unterfränkische Metall- und Elektrobranche bergauf. Aus der Krise raus sei man noch lange nicht. Erst bis 2022 rechnen viele Unternehmen mit Normalbetrieb. 2.000 Arbeitsplätze stehen wegen Corona noch auf der Kippe.

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    Von
    • Carolin Hasenauer

    Die unterfränkische Metall- und Elektro-Industrie komme nicht aus der Rezession. Ungewiss seien zudem die Länge und die daraus resultierenden Auswirkungen des Lockdowns auf die konjunkturelle Erholung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (bayme vbm) unter ihren Mitgliedsunternehmen. "2020 müssen wir als ein Jahr, das an die Corona-Pandemie verloren gegangen ist, abschreiben. Die Lage ist besser als noch im Sommer. Über den Berg sind wir aber noch lange nicht", erläutert der Vorsitzende der bayme vbm Region Main und Rhön, Martin Johannsmann.

    Kurzarbeit hilft nur kurzfristig – langfristige Lösungen seien nötig

    Die Ertragslage der Unternehmen sei in Unterfranken sehr kritisch. Mehr als 45 Prozent der Unternehmen hätten im Jahr 2020 Verluste geschrieben, weitere sechs Prozent erwarten eine schwarze Null. "Die Ergebnisse werden positiv durch die Kurzarbeit beeinflusst. Der Effekt ist aber nicht von Dauer", so Johannsmann. Weiterhin ist fast jeder zweite Beschäftigte in der unterfränkischen M+E Industrie von Kurzarbeit betroffen. "Neben den Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie müssen die Unternehmen auch politisch bedingt den Strukturwandel schneller vorantreiben. Dafür brauchen sie alle verfügbare Liquidität. Für die anstehenden Tarifverhandlungen heißt das, dass es keinen Verteilungsspielraum gibt und dass Tarifverträge flexible und individuelle Lösungen für alle Unternehmen bereithalten", so Johannsmann.

    Stellenabbau für 2021 erwartet

    Besorgt äußert sich Johannsmann zu den inländischen Beschäftigungsplänen unterfränkischer Unternehmen: "Mehr als jedes fünfte Unternehmen rechnet im Inland mit einem weiter voranschreitenden Arbeitsplatzabbau". Allein 2020 seien 3.000 Arbeitsplätze in der unterfränkischen M+E Industrie verloren gegangen. Die Gesamtbeschäftigung in der unterfränkischen M+E Industrie liegt derzeit bei rund 89.000. 2021 stehen noch weitere 2.000 Stellen auf der Kippe. "Kurzarbeit, unternehmenseigene Maßnahmen, die Aussetzung der Insolvenzanmeldepflicht und staatliche Unterstützungshilfen haben einen noch schnelleren Stellenabbau verhindert", so Johannsmann.

    Ungewisse Zukunft in der Branche

    Bis Ende 2021 wird erwartet, dass die Hälfte der unterfränkischen Unternehmen das Vorkrisenniveau erreicht haben. "Die andere Hälfte erwartet dies aber erst im Jahr 2022 oder später, viele können es noch gar nicht abschätzen. Das steht aber unter dem Vorbehalt, dass ab Frühjahr keine weiteren Einschränkungen durch das Infektionsgeschehen nötig sein werden und sich auch im Ausland die Lage deutlich verbessert. Das gilt auch für internationale Handelskonflikte", sagt Johannsmann.

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