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Die "Unteren Brücke" in Bamberg ist ein beliebter Treffpunkt. In Corona-Zeiten wird die Brücke immer wieder zum "Brennpunkt".

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    Corona-Verstöße: "Untere Brücke" in Bamberg wird zum Brennpunkt

    In der Bamberger Innenstadt ist es in der Nacht wieder zu Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz gekommen. Mehrere Hundert standen teils ohne Mundschutz und Abstand auf der "Unteren Brücke". Unter Alkoholeinfluss ist die Stimmung oft aggressiv.

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    Von
    • Kristina Kreutzer
    • BR24 Redaktion

    Die "Untere Brücke" in der Bamberger Innenstadt wird mittlerweile regelrecht zu einem Brennpunkt für Corona-Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Am Freitagnachmittag musste die Polizei mehrfach eingreifen und etliche Anzeigen erstatten.

    Zu viele Menschen stehen zu eng und ohne Maske beieinander

    Wie viele Personen sich auf der Brücke bis in die Nachtstunden aufgehalten haben, sei schwer zu sagen, so der Einsatzleiter auf Nachfrage des BR. Mehrere Hundert seien es wohl gewesen, wenn man auch die angrenzenden Bereiche mitzähle. Es seien einfach zu viele Menschen zu eng beieinander gestanden und sehr viele trugen keine Masken, so der Einsatzleiter. Hinzu komme Alkohol.

    Mehr Polizeikontrollen angekündigt

    Die Polizei wird die Kontrollen deshalb bereits am Wochenende verstärken. Am Montag könnte es dann in Absprache mit dem Ordnungsamt und der Stadt weitere Maßnahmen geben. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadt Bamberg an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, Abstand zu halten und weiterhin Masken zu tragen. Würden die Regeln nicht beachtet, müsse unter anderem die Außengastronomie wieder geschlossen werden, hieß es am Mittwoch aus dem Rathaus.

    Am 6. Mai waren in Bamberg die Corona-Maßnahmen gelockert worden - da der Inzidenzwert in der Stadt längere Zeit unter der Marke von 100 lag, derzeit liegt er bei 77,5 (Quelle: Robert Koch-Institut, Stand: 15.05.21, 3.10 Uhr)

    Pöbeleien unter Alkoholeinfluss

    Die Polizei muss aber nicht nur wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz ausrücken. Am frühen Samstagmorgen war ein 36 Jahre alter Mann an der "Unteren Brücke" von zwei ihm unbekannten Männern angepöbelt worden, heißt es in einer Mitteilung. Als der 36-Jährige die Polizei rufen wollte, schlugen ihm die Männer das Handy aus der Hand und warfen es in die Regnitz, schlugen das Opfer und flüchteten. Die beiden konnten dennoch festgenommen werden. Sie waren alkoholisiert.

    Aggressionen gegen Rettungsdienst

    Zeitgleich war am anderen Ende der Brücke der Einsatz eines Rettungsdienstes eskaliert. Ein 21-Jähriger sollte wegen einer Schnittverletzung behandelt werden. Er verweigerte aber die Behandlung, wurde aggressiv und trat gegen den Rettungswagen. Er wurde in Gewahrsam genommen. Umstehende Passanten solidarisierten sich mit dem 21-Jährigen. "Die aggressive polizeifeindliche Grundstimmung konnte nur durch Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte eingedämmt werden", heißt es in der Mitteilung wörtlich.

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