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Viele Schüler und Lehrkräfte in Bayern unter Quarantäne | BR24

© BR intern/ Robert Michael

Bereit für die Schule? Hunderte Schüler und Lehrer in Bayern befinden sich unter Quarantäne.

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    Viele Schüler und Lehrkräfte in Bayern unter Quarantäne

    Der Unterricht hat wieder begonnen, einen Schulalltag gibt es für viele Schüler in Bayern trotzdem nicht. An mehreren Schulen und Kindergärten wurden Corona-Fälle nachgewiesen. Zahlreiche Schüler und Lehrer befinden sich in Quarantäne.

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    Wenige Tage nach dem Schulstart am Dienstag sind mehr als 40 Lehrkräfte und rund 70 Schülerinnen und Schüler im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet worden. Für viele Kinder fand der Unterricht wieder zuhause statt. Auch rund 40 Kitas sind betroffen. Eine Übersicht zu der Lage in Bayerns Regionen.

    +++ Dieser Artikel wird laufend aktualisiert +++

    Oberpfalz

    In Furth im Wald komplette Mittelschule geschlossen

    Nachdem eine Lehrkraft positiv auf das Coronavirus getestet wurde, musste in Furth im Wald eine ganze Mittelschule schließen. Die insgesamt 264 Schülerinnen und Schüler lernen nun bis zum 18. September wieder von zuhause aus. Der infizierte Lehrer hatte seit Schulbeginn noch keinen Unterricht gegeben und somit auch keinen Kontakt zu den Schülern. Allerdings nahm er an einer Lehrerkonferenz teil. Alle Mitglieder des Lehrerkollegiums und weitere Mitarbeiter der Schule wurden deshalb getestet. Das sind insgesamt 25 Kontaktpersonen.

    Verdachtsfall in Lappersdorf hat sich nicht bestätigt

    Ein Corona-Verdachtsfall im Gymnasium in Lappersdorf hat sich nicht bestätigt. Die betroffene 10. Klasse kommt am Montag wieder in den Unterricht. Wie das Landratsamt Regensburg mitteilte, fiel der Corona-Test negativ aus. Einen Tag nach Schulbeginn waren zwei Klassen des Gymnasiums in Lappersdorf in Quarantäne geschickt worden.

    Oberfranken

    Drei Schulklassen aus Forchheim in Quarantäne

    Zwei Schulklassen des Ehrenbürg-Gymnasiums Forchheim sind am Freitag für zwei Wochen in Quarantäne geschickt worden. Grund dafür sind die positiven Coronatests eines Geschwisterpaars, das die Schule besucht. Bei einem dritten Geschwisterkind sei der Test negativ ausgefallen, so ein Sprecher des Forchheimer Landratsamts. Die Mitschüler dieses Kindes können nun nach einem Tag zuhause am Montag wieder in die Schule zurückkehren, die Klassenkameraden der beiden positiv getesteten Geschwister bleiben in Quarantäne.

    Bei den Geschwistern handelt es sich um Reiseheimkehrer aus einem "Nicht-Risikogebiet". Sie hatten sich aber dennoch freiwillig testen lassen. Das Testergebnis lag allerdings erst vor, als sie bereits wieder in die Schule gingen.

    Schulklasse in Bamberg unter Quarantäne

    Weil einer ihrer Klassenkameraden positiv auf das Coronavirus getestet wurde, befinden sich die Schüler einer Klasse in Bamberg nun für zwei Wochen in Quarantäne. Um welche weiterführende Schule es sich dabei handelt, gab das Landratsamt nicht bekannt. Am Freitag sollen alle Mitschüler des Betroffenen getestet werden.

    Unterfranken

    In Haßfurt drei Lehrer und ein Schüler positiv auf Coronavirus getestet

    Unabhängig voneinander ist in Haßfurt bei drei Lehrern und einem Schüler eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Wie das Landratsamt mitteilte, handelt es sich um einen Mittelschüler aus Knetzgau, einen Grundschullehrer aus Zeil und zwei Förderschullehrer aus Stettfeld. Die Infizierten und ihre Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Im Fall des Schülers aus Knetzgau wurde eine Klasse der Dreiberg-Schule isoliert. Die 17 Schüler werden nun zwei Wochen lang im Distanzunterricht betreut. An der Grundschule Zeil gelten zirka 65 bis 90 Schüler als Kontaktpersonen, auch sie befinden sich in Quarantäne. An der Paul-Mohr-Förderschule in Stettfeld hatten 17 Kinder Kontakt mit den positiv auf Corona getesteten Lehrern.

    Für Schulen in Würzburg derzeit keine Einschränkungen geplant

    Die Stadt Würzburg hat die bundesweite Obergrenze für Corona-Neuinfektionen überschritten. Laut der Stadt Würzburg liegt sie gestern bei 67,25 je 100.000 Einwohner, laut Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 57,87 (Stand 11.9., 10.30 Uhr). Deshalb wurden erste Maßnahmen ergriffen, wie etwa ein Alkoholverbot am Wochenende auf der Alten Mainbrücke. Für die Schulen im Stadtgebiet sind der Behörde zufolge derzeit noch keine Einschränkungen geplant, das Gesundheitsamt will im Einzelfall entscheiden.

    Oberbayern

    Drei Schulklassen im Landkreis Miesbach in Quarantäne

    Im Landkreis Miesbach sind drei Schulklassen in Quarantäne. Grund ist jeweils ein positiver Coronatest bei einem Mitschüler. Betroffen sind eine Klasse der Grundschule Otterfing, eine Klasse der Realschule Holzkirchen sowie eine Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Hausham. Die betroffenen Schüler befänden sich 14 Tage in Quarantäne und erhielten alternative Lernangebote, teilte das Landratsamt Miesbach mit. Die Behörden betonen, dass andere Schüler aufgrund der umgesetzten Hygienekonzepte an den Schule nicht betroffen seien.

    In Rosenheim Maskenpflicht ab Montag auch für Grundschüler

    Bereits seit Tagen überschreitet die Stadt Rosenheim den kritischen Schwellenwert der 7-Tages-Inzidenz deutlich. Deshalb hat das Gesundheitsamt die Hygiene-Maßnahmen verschärft. Ab Montag muss in allen Schulen - also auch Grundschulen - eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Die Regelung bis zum 18. September gilt auf dem gesamten Schulgelände und auch während des Unterrichts. Ab 21. September will die Stadt dann kleine Lockerungen erlauben: Die Maskenpflicht im Unterricht gilt dann nur noch, wenn im Klassenzimmer ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.

    Corona-Fall an Gymnasium in Murnau

    In Murnau ist bei einer Reihentestung von Lehrkräften am Staffelsee-Gymnasium eine Lehrerin der 5. Klasse positiv getestet worden. 27 Kinder waren mit der Lehrerin zwei Tage im Klassenzimmer in unmittelbaren Kontakt - jetzt sind sie und ihre Lehrerin für zwei Wochen in Quarantäne. Die Hoffnung ist, dass es keine weiteren Fälle am Staffelsee-Gymnasium gibt - die Lehrerin hatte mit Mund-Nasen-Schutz unterrichtet.

    Erzieherin in Garmisch-Partenkirchen kam krank zur Arbeit

    Die Erzieherin in einem Kindergarten in Garmisch-Partenkirchen und Mitarbeiterin einer Heilpädagogischen Tagesstätte in Farchant ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie kam trotz Halsschmerzen zur Arbeit. Zehn Erwachsene und zwölf Kinder hatten direkten Kontakt zu ihr - auch sie sind jetzt vorsorglich in Quarantäne. Alle Betroffen in Murnau und Garmisch-Partenkirchen sowie Farchant werden laut Gesundheitsamt jetzt zweimal mit Abstand auf Corona getestet.

    Freisinger Krippe komplett geschlossen

    Wegen eines Coronafalls bleibt auch die Kinderkrippe Traumallee in Freising vorsichtshalber erst einmal geschlossen. Nach Auskunft des Landratsamtes wurde eine Mitarbeiterin der Einrichtung positiv auf das Virus getestet. Alle Kinder müssen jetzt in häusliche Quarantäne. Bei ihnen werden nun - ebenso wie bei den Eltern und dem gesamten Krippen-Personal - Abstriche genommen.

    Schwaben

    Gesundheitsamt Unterallgäu meldet zwei Corona-Fälle in Schule und Kindergarten

    In Bad Wörishofen hat sich eine Schülerin der Mittelschule mit dem Coronavirus infiziert. 19 Mitschüler des Mädchens befinden sich nun in Quarantäne, ebenso eine Lehrerin und eine weitere Mitarbeiterin der Schule. Deren Testergebnisse stehen noch aus. In Babenhausen musste ein Kindergarten schließen, nachdem ein Corona-Fall festgestellt wurde. Elf Kinder und zwölf Mitarbeiter wurden getestet. Die Ergebnisse des ersten Testdurchlaufs waren laut Gesundheitsamt negativ.

    Landkreise Lindau und Donau-Ries setzen weitere Schulbusse ein

    Damit die Schüler den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können, wollen die Landkreise Lindau und Donau-Ries die Schülerbeförderung aufstocken. In Lindau sollen mit 89.000 Euro sechs zusätzliche Busse finanziert werden, die den Schulbusverkehr unter anderem am Schulzentrum Lindau ergänzen. Auch der Landkreis Donau-Ries setzt weitere Fahrzeuge ein: Die Zusatzbusse sollen rund um Nördlingen, etwa von und nach Oettingen, Wassertrüdingen und Wallerstein verkehren. Damit sollen morgens zur ersten Unterrichtsstunde und mittags nach der sechsten Unterrichtsstunde stark nachgefragte Busse entlastet werden. Ein weiteres Augenmerk liegt im Bereich Donauwörth – Monheim und Wemding – Oettingen, wo auf Kursen mit hohen Auslastungen nun ebenfalls kurzfristig Zusatzbusse unterwegs sein werden.

    Lehrer an Weißenhorner Schule mit Corona-Virus infiziert

    In Weißenhorn (Landkreis Neu-Ulm) hat sich ein Lehrer am Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium mit dem Corona-Virus infiziert. Das teilt das Landratsamt Neu-Ulm mit. Der schulische Betrieb sei jedoch nicht gefährdet. Denn, das bestätigte das Landratsamt Neu-Ulm dem BR auf Nachfrage: Der Lehrer habe noch keinen Kontakt zu Schülern gehabt. Er sei nur am Montag, also einen Tag vor Schulbeginn, in der Schule gewesen. Der Lehrer und drei Kontaktpersonen müssen laut Mitteilung für 14 Tage in Quarantäne. Der Befund sei im Zuge einer Reihentestung festgestellt worden. Das Gesundheitsamt sei sofort tätig geworden und habe Kontaktpersonen ermittelt.

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