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Wegen Corona: Versetzter Unterricht an Nürnberger Gymnasien | BR24

© BR Bild, Matthias Balk

Unterricht in einem Gymnasium

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    Wegen Corona: Versetzter Unterricht an Nürnberger Gymnasien

    Die ersten Gymnasien in Nürnberg werden ab Montag einen versetzten Unterrichtsbeginn einführen. Dadurch sollen der ÖPNV entlastet und dichte Schülerströme vermieden werden, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern.

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    Volle U-Bahnen, S-Bahnen und Busse im Schulbetrieb bei steigenden Corona-Zahlen, das will die Stadt Nürnberg nun durch einen versetzten Unterrichtsbeginn ändern. "Wenn man sich an den Taktzeiten der U-Bahnen orientiert, kann man so zwei Bahnen später fahren und entzerrt den Schülerverkehr am Morgen", heißt es aus dem Nürnberger Rathaus.

    Dicht gedrängte Schülergruppen entzerren

    Angesichts der weiter steigenden Zahlen von Corona-Infizierten haben die Gymnasien gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und der Regierung beschlossen, unterschiedliche Anfangszeiten für den Schulunterricht einzuführen. Das soll den öffentlichen Nahverkehrs entlasten. Die Stadt versucht, so das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus in zu großen und dicht gedrängten Schülergruppen zu verringern. Dies könne zu einem positiven Verlauf der Pandemie im Stadtgebiet beitragen, hofft man.

    Für folgende Gymnasien gilt die Regel ab Montag:

    • Labenwolf-Gymnasium (Beginn um 08.10 Uhr)
    • Johannes-Scharrer-Gymnasium (Beginn um 08.10 Uhr)
    • Willstätter-Gymnasium (Beginn um 07.55 Uhr)
    • Hans-Sachs-Gymnasium (Beginn um 07.55 Uhr)

    In der Südstadt werden das Sigena-Gymnasium und das Pirckheimer-Gymnasium nachziehen, sobald einige Klassen des Sigena-Gymnasiums wieder aus der vorsorglichen Quarantäne zurückkommen.

    Schulen, die organisatorisch keinen geregelten Unterricht mehr leisten können, sollten Überlegungen anstellen, ob ein Wechsel- oder Distanzunterricht eingerichtet werden könnte, rät die Stadt. So wie es seit zwei Tagen an den beruflichen Schulen 3 und 13 der Fall sei.

    Kritik an Corona-Pläne für Schulen

    Dass Schulen und Kitas trotz der Pandemie geöffnet bleiben, ist das große politische Ziel in Deutschland und auch in Bayern. Ob und wie dies angesichts der steigenden Infektionszahlen zu halten ist, wird kontrovers diskutiert.

    Während in den Schulen strenge Hygienevorschriften mit Abstandsregeln gelten, wurde immer wieder kritisiert, dass Schülerinnen und Schüler in dicht besetzten Bussen und Bahnen nicht ausreichend geschützt seien. Neben versetzten Unterrichtszeiten werden auch die Verkleinerung von Klassen, mehr Lüftanlagen oder die teilweise Rückkehr zum Homeschooling gefordert.

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