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Schulen: Söder verspricht mehr Planungssicherheit | BR24

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Archivbild: Schulkinder

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    Schulen: Söder verspricht mehr Planungssicherheit

    Ministerpräsident Markus Söder hat den bayerischen Schulen mehr Planungssicherheit beim Distanz- und Wechselunterricht versprochen. Zudem macht er sich für Impfungen älterer Schüler stark und stellt mehr Präsenzunterricht in Aussicht.

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    Von
    • Petr Jerabek
    • Maximilian Heim

    Die Entscheidung über Distanz- oder Wechselunterricht an Bayerns Schulen soll laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) künftig nicht mehr von einem Tag auf den anderen fallen. Er kündigte in München an, dass noch diese Woche über die Zeitachse beraten werde. Es solle eine "längere, planbare Sicht" geben, "damit man sich auch darauf einstellen kann".

    Kritik aus den Kommunen

    An der fehlenden Planungssicherheit hatte es zuletzt Kritik gegeben. In Bayern gibt es in der Regel für Grundschüler sowie die Abschlussklassen aller weiterführenden und beruflichen Schulen überall dort Wechselunterricht, wo der Inzidenzwert unter 100 liegt. Wird dieser Wert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt überschritten, müssen fast alle Schüler wieder daheim lernen.

    Im Landkreis Passau beispielsweise wurden die Grundschulen am Freitag geöffnet, mussten am Montag aber schon wieder schließen. Landrat Raimund Kneidinger (CSU) schrieb angesichts dieses Hin und Her einen Brief an Söder und forderte einen längeren Beobachtungszeitraum, um die Schulen stabil für wenigstens eine Woche offenhalten zu können. Auch im Landkreis Regen mussten die Schulen nach kurzer Öffnung wieder schließen. "Wir können so nicht weitermachen", kritisierte Landrätin Rita Röhrl (SPD). Schülerinnen und Schüler, Schulen und Eltern stünden ständig vor einer nicht kalkulierbaren Situation.

    Söder: Bei niedriger Inzidenz mehr Präsenzunterricht

    Weitere Lockerungen an den Schulen werden laut Söder vom Infektionsgeschehen im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt abhängen. "Da gilt der Grundsatz: Wenn Inzidenzen sehr, sehr niedrig sind, dann geht mehr", betonte der Ministerpräsident. Bei einer Inzidenz, die über sieben, acht oder neun Tage stabil unter 35 liege, könne "denkbar sein, dass mal aus einem Wechselunterricht Präsenzunterricht wird".

    Es sei wichtig bei Öffnungen neben den Wirtschaftsbereichen "immer die Schule auf gleicher Augenhöhe zu sehen". Denn es gehe hier um Kinder und Jugendliche, und es seien "da mindestens so viele Leute betroffen wie in anderen Bereichen". Söder warb dafür, das Thema Schule beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern nicht völlig auszuklammern. Zugleich kündigte er an, mit den Nachbarländern Bayerns darüber über das weitere Vorgehen zu beraten.

    Sicheres Abitur durch Impfungen älterer Schüler?

    Auch wenn die ersten Lehrerinnen und Lehrer im Freistaat inzwischen geimpft wurden: Weil Corona-Impfstoff bisher Mangelware ist, spielen Impfungen an Schulen bisher quasi keine Rolle. Ministerpräsident Söder betonte heute aber, dass schon bald auch Schulärzte Corona-Impfungen durchführen sollten, "weil man gerade die älteren Schüler auch hervorragend impfen könnte". Das würde laut Söder beispielsweise mit Hinblick auf das Abitur "ein hohes Maß an Sicherheit bringen, wenn die älteren Klassen auch geimpft" wären.

    Der CSU-Politiker betonte in diesem Zusammenhang erneut, es sei wichtig, "dass wir bald Impfstoffe für Kinder und Jugendliche haben". Die bisher verfügbaren Corona-Impfstoffe sind lediglich für Menschen ab 18 Jahren zugelassen.

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