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Bildrechte: Detlef Krüger / BR

Wohnraum ist extrem wichtig. Denn durch Homeschooling und Homeoffice verbringen wir im Moment viel Zeit in unseren eigenen vier Wänden. Doch wie verändern sich die Art und Weise wie wir wohnen und der Immobilienmarkt?

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"Corona. Und jetzt?": Wohnen in Zeiten von Corona

Wohnraum ist extrem wichtig. Denn durch Homeschooling und Homeoffice verbringen wir im Moment viel Zeit in unseren eigenen vier Wänden. Doch wie verändern sich die Art und Weise wie wir wohnen und der Immobilienmarkt?

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Von
  • Florian Schwegler

Seit dem Beginn der Corona Pandemie sind Millionen Berufstätige ins Homeoffice gewechselt und seitdem auch nicht wieder in die Büros zurückgekehrt. Jeder zweite Deutsche arbeitet im Moment von Zuhause aus. Zusätzlich dazu kommt bei Familien noch hinzu, dass die Kinder im Homeschooling sind - und das alles in den eigenen vier Wänden.

Veränderung der Ansprüche

"Durch die Corona Pandemie setzt sich der Trend der Suburbanisierung weiter fort“, sagt Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO der Immowelt. Dadurch, dass die Menschen nun mehr Zeit hätten ihren Hobbys nachzugehen, seien vor allem Gärten im Trend. Ebenfalls spüre man bei den Immobiliensuchenden einen Wunsch nach größerem Wohnraum, so Ziegler. Generell hätte die Nachfrage nach Immobilien in Zeiten von Corona zugenommen.

Steigende Preise

Trotz der Corona Pandemie steigen die Preise auf dem Immobilienmarkt weiter. So ist die Miete (pro Quadratmeter, im Median) laut dem Immobiliensuchportal Immowelt 2020 im Vergleich zu 2019 in Nürnberg, Würzburg und München um zwei Prozent gestiegen. In Augsburg sogar um sieben Prozent. Ebenfalls gestiegen sind die Preise (pro Quadratmeter, im Median) beim Immobilienkauf. In Augsburg um sechs Prozent, in Würzburg und München um acht Prozent und in Nürnberg um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr der Pandemie.

Bayerische Mietpreisbremse verlängert

Um dem Trend der steigenden Preise entgegenzuwirken, hat die Bayerische Staatsregierung die Mietpreisbremse für 162 Städte und Gemeinden bis Ende 2021 verlängert. Die bayerische Mietpreisbremse besagt, dass die Miete einer Bestandswohnung bei Neuvermietung um maximal zehn Prozent steigen darf. Laufende Mietverträge dürfen innerhalb von drei Jahren um maximal 15 Prozent erhöht werden.

Keine Sonderrechte für Mieter

"Geld hat man zu haben“, sagt Jurist Edgar Hein vom Würzburger Mieterverein und meint damit, dass es zwar am Anfang der Pandemie einen dreimonatigen Schutz für Mieter gab, dieser aber nicht verlängert wurde. Das heißt, dass es momentan keine Sonderrechte für Mieter aufgrund von Corona gibt. Hein rät jedoch im Fall der Fälle das persönliche Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. Denn diese seien oft verständnisvoll – vor allem, wenn die Miete vorher bezahlt wurde, so der Jurist.

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