BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

"Corona. Und jetzt?" – Social Media in Zeiten der Pandemie | BR24

© BR Fernsehen

Social Media mit Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. WhatsApp ist ein Kommunikationsmittel für Social Distancing. Wie wirkt sich die Corona Pandemie auf die sozialen Medien aus?

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

"Corona. Und jetzt?" – Social Media in Zeiten der Pandemie

Social Media mit Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. In Zeiten von Social Distancing ist WhatsApp das bevorzugte Kommunikationsmittel. Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die sozialen Medien aus?

Per Mail sharen
Von
  • Florian Schwegler

Aus der aktuellen Zeit sind soziale Medien in vielerlei Hinsicht ist nicht mehr wegzudenken. Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und Co haben die Smartphones dieser Welt erobert. WhatsApp ist das Kommunikationsmittel der Wahl in Zeiten von Social Distancing. Aber was macht die Corona Pandemie mit den sozialen Medien? Vor allem Jüngere nutzen die Angebote von Facebook oder TikTok vermehrt. Alleine die letztere Plattform hat innerhalb des Pandemiejahres mehrere Millionen Nutzerinnen und Nutzer hinzugewonnen.

Social Media als Ersatz für "echte" Kommunikation

Durch den Wegfall von Besuchen bei Bekannten, Familie oder Verwandten sind viele auf die Kommunikation über soziale Medien umgestiegen. "Ob via Nachricht oder Video, solche technischen Lösungen können den ein oder anderen Besuch ersetzten – aber auf Dauer keinen echten Kontakt", sagt Kommunikationspsychologe Prof. Dr. Markus Appel von der Universität Würzburg.

© BR

Kommunikationspsychologe Prof. Dr. Markus Appel von der Universität Würzburg

Tim Walter: Hohe Verantwortung für Creator

Tim Walter hat als "Herr Anwalt" alleine auf TikTok über 2,7 Millionen Follower. Er sieht eine hohe Verantwortung bei den Creatorn, also bei denjenigen, die Inhalte für eine Plattform produzieren. "Ich nehme die Verantwortung, die ich gegenüber meinen Followern habe, sehr ernst, da ich weiß, dass ich für viele ein wichtiger Bezugspunkt bin. Deshalb versuche ich möglichst gute Inhalte zu produzieren", sagt er.

Dieser Bezug zwischen Followern und Creator kann aber auch zum Problem werden. "Vor allem das rein passive Konsumieren von Inhalten kann uns psychisch nicht guttun. Hier ist vor allem ein Austausch mit Freunden wichtig", sagt Prof. Dr. Appel.

Inhalt verändert sich durch Corona-Pandemie

Wer an die sozialen Medien denkt, der hat oft perfekte Bilder, schöne Reisefotos oder perfekt inszenierte Posts im Kopf. Durch die Corona-Pandemie ist aber vieles unmöglich geworden und der Content hat sich verändert. Er sei nun realistischer auf den Plattformen, sagt Tim Walter: "Corona hat die Menschen so ein bisschen gleicher und nahbarer gemacht – wir alle sitzen im selben Boot". Diese Entwicklung bemerkt auch Kommunikationspsychologe Markus Appel. Auf den Plattformen seien nun viel mehr Informationen zu aktuellen Ereignissen zu finden als in den letzten Jahren.

Fake-News als Gefahr

"Dadurch, dass in den sozialen Medien jeder sehr leicht Informationen verbreiten kann, gibt es viele falsche Nachrichten", sagt Appel. Gerade für junge Nutzerinnen und Nutzer sei dies eine Gefahr, da diese ihre Quellen nicht immer verifizieren. Die Anzahl von Falschmeldungen in den sozialen Medien sei laut mehreren Erhebungen deutlich gestiegen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!