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In Zeiten von Social Distancing ist Dating nicht so einfach. Immer mehr Menschen melden sich bei Online-Dating-Plattformen an. Darum geht es: Was ist aktuell erlaubt? Worauf muss ich achten? Und was macht Online-Dating mit uns?

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"Corona. Und jetzt? ": Online Dating in Zeiten von Corona

Flirtverhalten und Dating verändern sich. Immer mehr Menschen melden sich bei Online-Dating Plattformen an, und durch die Corona Pandemie stiegen die Nutzerzahlen weiter an. Denn in Zeiten von Social Distancing ist das Daten gar nicht so einfach.

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Von
  • Florian Schwegler

Jeder Zweite sucht inzwischen online nach der großen Liebe – jeder Dritte findet sie sogar dort. Früher wäre dies undenkbar gewesen, inzwischen jedoch ist das Angebot an Plattformen riesig: "Parship", "Elite Partner", "Grinder", "Lovoo", "Tinder" oder "Badoo" sind nur wenige von Tausenden von Angeboten.

  • Corona-Pandemie: Aktuelle-Informationen zur Lage in Unterfranken finden Sie hier

Der erste Eindruck zählt

"Man bekommt nie eine zweite Chance für den ersten Eindruck", sagt Verhaltensanalyst Theo Grassl. Dieses Phänomen sei nicht neu, aber gerade das man beim Online-Dating nur auf Äußerlichkeiten achtet, kann in die Irre führen. Denn online entspreche nicht immer alles der Wahrheit, so der Verhaltensanalyst.

Plattformen sind begehrt

Durch die Corona Pandemie haben viele Anbieter neue Nutzerinnen und Nutzer bekommen: 2020 haben in Deutschland 47 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 39 Prozent der 30- bis 49-Jährigen online gedatet. Bei den 50- bis 64-Jährigen waren es 35 Prozent und bei den über 65-Jährigen noch elf Prozent.

"Tinder" ist die bekannteste Plattform

"Tinder" gibt es in 190 Ländern und über 40 Sprachen. Vor allem bei Jüngeren ist die Plattform beliebt – auch weil Sie sehr einfach aufgebaut ist: Ausgesucht wird per Swipe – nach rechts für ein Like und nach links, falls es nicht passt. Wischen beide Singles nach rechts, hat man ein Match und kann sich schreiben.

Gefahren beim Online-Dating

Über Online-Partnerbörsen, aber auch über soziale Netzwerke lassen sich Kontakte schnell knüpfen. Dabei sollte aber jeder auch an seine Sicherheit und den Schutz persönlicher Daten denken, so die Polizei. Dies sei nicht nur in der virtuellen Welt wichtig, sondern auch beim ersten Treffen mit dem Online-Date im realen Leben. Deshalb rät die Polizei:

Grundsätzlich gilt:

  • Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Ihrer Anschrift oder dem Geburtsdatum und mit Auskünften über Ihren Arbeitgeber.
  • Bevor Sie etwas online stellen: Fragen Sie sich immer, ob andere das über Sie wirklich wissen sollten.
  • Achten Sie auf die Privatsphäre-Einstellung in den sozialen Netzwerken und in Messengerdiensten.
  • Stellen Sie keine anzüglichen Fotos von sich ins Internet (z. B. mit Dessous und in aufreizenden Posen).
  • Seien Sie vorsichtig mit der Weitergabe von erotischem Bildmaterial, auch an ihren aktuellen Partner oder die Partnerin. Diese könnten nach Ende der Beziehung weiterverbreitet werden.

Tipps für das Treffen mit dem Online-Flirt

  • Verabreden Sie sich an einem belebten Ort oder in einer Gegend, die Sie kennen. Verabreden Sie sich nie in einer Wohnung oder an einem Ihnen unbekannten Ort.
  • Planen Sie selbst Ihre An- und Abreise, um nicht von Ihrer neuen Bekanntschaft abhängig zu sein.
  • Informieren Sie eine Person Ihres Vertrauens darüber, wann und wo Sie verabredet sind.
  • Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Handy aufgeladen bei sich tragen.

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