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"Corona. Und jetzt?" – Lockdown in Bayern: Was gilt? | BR24

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Vorerst bis zum 10. Januar gilt in Bayern der Lockdown. Deshalb sind die Corona-Schutzmaßnahmen in Bayern am 16. Dezember erneut verschärft worden. Für die Weihnachtsfeiertage gibt es Ausnahmen.

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"Corona. Und jetzt?" – Lockdown in Bayern: Was gilt?

Seit dem 16. Dezember und vorerst bis zum 10. Januar gilt in Bayern der Lockdown. Damit sind die Corona-Schutzmaßnahmen in Bayern erneut verschärft worden. Für die Weihnachtsfeiertage gibt es Ausnahmen, für Silvester allerdings nicht.

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Von
  • Florian Schwegler

Zweite Welle, zweiter Lockdown: Am 16. Dezember hat Bayern die Corona-Regeln verschärft. Doch was gilt nun? Was darf ich, was darf ich nicht – und wie ist es an Weihnachten oder Silvester?

Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf haben geöffnet

Bis zum 10 Januar dürfen nur Geschäfte für den täglichen Bedarf öffnen. Darunter fallen zum Beispiel Apotheken, Supermärkte, Tankstellen, Lieferdienste, Kfz-Werkstätten oder Läden für Tierbedarf. Für die geöffneten Geschäfte gelten die bisherigen Auflagen weiter: Bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern darf höchstens ein Kunde pro zehn Quadratmeter in den Laden. Es gilt Maskenpflicht in den Geschäften und auf dem dazugehörigen Gelände.

Kontaktbeschränkung gilt weiter – Lockerung an Weihnachten

Die Kontaktbeschränkung auf maximal zwei Haushalte mit maximal fünf Personen gilt uneingeschränkt weiter. Zugehörige Kinder unter 14 Jahren sind hiervon ausgenommen. An Weihnachten gibt es dann eine Ausnahme: Vom 24. Bis zum 26. Dezember ist es einem Hausstand erlaubt, vier eng verwandte Personen zu empfangen. Auch in dieser Rechnung zählen zugehörige Kinder unter 14 Jahren nicht dazu.

Weihnachts-Gottesdienste in Corona Zeiten

Bei Gottesdiensten in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie Treffen anderer Glaubensgemeinschaften gilt weiterhin der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmern, wenn diese aus unterschiedlichen Haushalten stammen, eingehalten werden. Je nach Raumgröße variiert so die maximal zulässige Anzahl an Personen. Für die gesamte Zeit des Gottesdienstes gilt eine Tragepflicht eines Mund-Nasen-Schutzes. Gesang ist nicht erlaubt. Ebenfalls gilt für Gottesdienste, bei denen viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erwarten sind, eine Anmeldepflicht.

Keine Lockerungen an Silvester

Im Gegensatz zu den Weihnachtsfeiertagen gibt es an Silvester keine Lockerung der Regeln. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern und Böllern, die über das übliche Sortiment des jeweiligen Geschäfts hinausgehen, ist verboten. Außerdem soll ein bundesweites Versammlungsverbot gelten.

Polizei kontrolliert an Weihnachten verstärkt

"Wir führen strikte Kontrollen durch", sagt Philipp Hümmer vom Polizeipräsidium in Unterfranken, "vor allem in der Nachtzeit". Wer draußen unterwegs ist, müsse sich darauf Einstellen, von der Polizei angesprochen zu werden. Es sei keine Pflicht, eine Bescheinigung zum Beispiel vom Arbeitgeber mitzuführen – diese würde es den kontrollierenden Beamten aber erleichtern. Kontrollieren würde die Polizei mit Augenmaß.

💡 Unterschied: Ausgangssperre und Ausgangsbeschränkung

Seit dem 16. Dezember gilt in Bayern rund um die Uhr eine Ausgangsbeschränkung. Das heißt, dass das Haus nur aus einem triftigen Grunde verlassen werden darf. Darunter fallen:

- die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten

- Versorgungsgänge, der Einkauf in den geöffneten Geschäften und die Inanspruchnahme von erlaubten Dienstleistungen

- die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen

- der Besuch eines anderen Hausstands (unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen)

- der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen

- die Begleitung von Personen, welche Unterstützung benötigen und Minderjährigen

- die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Kreis

- die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich

- Sport und Bewegung an der frischen Luft, alleine, mit dem eigenen Hausstand und mit einem anderen Hausstand (unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen)

- der Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen

- Amtsgänge

- Dinge die dem Tierwohl dienen

- die Teilnahme an Gottesdiensten in Kirchen, Synagogen oder Moscheen sowie Zusammenkünfte von anderen Glaubensgemeinschaften

- die Teilnahme an zulässigen Versammlungen

Bei einer Ausgangssperre hingegen, wie sie von 21 bis 5 Uhr gilt, ist das Verlassen der eigenen Wohnung oder des Hauses nur aus folgenden Gründen erlaubt:

- die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten

- medizinische und veterinärmedizinische Notfälle

- die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts

- die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen

- die Begleitung Sterbender

- Handlungen zur Versorgung von Tieren

- ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen

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