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Corona und Hitze – Unterfränkische Wasserversorger sind gelassen | BR24

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Glas wird mit Wasser gefüllt

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    Corona und Hitze – Unterfränkische Wasserversorger sind gelassen

    In Zeiten von Corona und Hochsommer sprechen die unterfränkischen Wasserversorger von einer nicht angespannten Lage. Trotz Corona-Pandemie sei der Wasserverbrauch heuer niedriger als 2019. 2020 sei es von der Witterung her nicht so extrem wie 2019.

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    Von
    • Marcus Filzek
    • Corona-Pandemie: Aktuelle Informationen zur Lage in Unterfranken finden Sie hier.

    Was die Zeit von März bis Juli angeht, so sprechen die unterfränkischen Wasserversorger von einer nicht angespannten Situation. Trotz Corona-Pandemie sei der Wasserverbrauch in diesem Jahr niedriger als im Jahr 2019. Das liege auch an der Witterung: Heuer sei es von der Temperatur und vom Regen her nicht so extrem wie im vergangenen Jahr.

    WVV: Nach dem Lockdown sogar ein leichter Rückgang feststellbar

    Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) kann beim Wasserverbrauch im Vergleich zu den Vorjahren – trotz Corona - keinen höheren Verbrauch bzw. Bedarf erkennen. Laut Pressesprecherin Cornelia Wagner war der Verbrauch von Mai bis März sogar leicht rückläufig. "Hier konnten wir erkennen, dass die abgegebene Wassermenge pro Tag – im Gegensatz zu vor dem Lockdown - um einige tausend Kubikmeter unter dem Mittelwert liegt. Dies hängt vor allem mit den damaligen Corona-Auflagen und dem damit geringeren Verbrauch von Wasser in der Gastronomie, in Betrieben etc. zusammen", erklärte sie. Aktuell sei der Verbrauch aufgrund der Hitze angestiegen. Derzeit würden 41.000 Kubikmeter pro Tag abgegeben, der Durchschnittswert liege bei 28.000 Kubikmeter am Tag.

    Stadtwerke Schweinfurt: Wasserverbrauch liegt unter dem von 2019

    Die Stadtwerke Schweinfurt haben keinen Anstieg beim Wasserverbrauch registriert, der auf die Corona-Pandemie – Home-Office, Hygiene etc. – oder die Trockenheit zurückgehen könnte. Laut Dirk Wapki, dem Bereichsleiter Vertrieb und Energieeinkauf bei den Stadtwerken, ist im laufenden Jahr bislang kein Anstieg des Wasserverbrauches gegenüber 2019 festzustellen.

    AVG: Zeiträume beider Jahre nur schwer vergleichbar

    Die Stadtwerke Aschaffenburg ihrerseits registrieren ebenfalls keinen erhöhten Wasserverbrauch, der sich auf die Corona-Pandemie zurückführen lassen könnte. Laut AVG-Geschäftsführer Dieter Gerlach sind die Zeiträume März bis Juli 2019 und 2020 nur schwer vergleichbar, da die Wetterverhältnisse zu sehr voneinander abweichen. Gerlach zufolge wurden am bislang heißesten Tag des Jahres – 09.08.2020 – 27.000 Kubikmeter Wasser verbraucht. Im vergangenen Jahr lag das Maximum beim Wasserverbrauch an einem Tag bei 33.000 Kubikmetern.

    FWF: Home-Schoolings und Home-Office führten zu leichtem Anstieg

    Bei der Fernwasserversorgung Franken (FWF) war seit März ein leichter Anstieg des Wasserverbrauchs zu bemerken. Werksleiter Dr. Hermann Löhner führt diese Entwicklung auf die Reaktionen auf die Corona-Pandemie wie etwa Home-Schooling, Home-Office und erhöhte Hygienemaßnahmen zurück. Gerade in den kleinen und kleineren Gemeinden sei der Wasserverbrauch gestiegen, da Schüler und Berufstätige zuhause geblieben wären und dort Wasser verbraucht hätten und nicht in der Schule bzw. am Arbeitsplatz. Im Mai und Juni dagegen sei der Wasserverbrauch im Vergleich zu den Vergleichsmonaten im Jahr 2018 und 2019 niedriger ausgefallen. Diese Entwicklung führt Löhner auf die entsprechend kühlere und feuchtere Witterung zurück. "Unsere Wasserwerke und das Wassernetz verkraften diese Situation ohne Schwierigkeiten. Als überörtlicher Versorgungsträger müssen wir für solche Extremsituationen vorbereitet sein. Denn was würde passieren, wenn zu diesen Zeiten die Trinkwasserversorgung ausfällt?", so Dr. Hermann Löhner. Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit, gerade in Zeiten mit hohen Wasserabsatzmengen, sei für die FWF eine wichtige Aufgabe.

    Die Fernwasserversorgung Franken mit Sitz in Uffenheim stellt im Landkreis Kitzingen und in Teilen der Landkreise Schweinfurt und Würzburg das Trinkwasser bereit. Darüber hinaus deckt die Trinkwasserversorgung Franken auch Gebiete in Mittelfranken ab. Die FWF beliefert vor allem kleinere Gemeinden ohne eigenes Wasserwerk.

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