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In der Halltertau, dem größten Hofenanbaugebiet der Welt, sind in diesen Tagen die ersten ausländischen Saisonarbeiter eingetroffen. Auch hier hat die Corona-Pandemie alles verändert. Wie kommen Helfer und Hopfenbauern damit klar?

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Corona und die Saisonarbeiter in der Hallertau

In der Hallertau sind die ersten Saisonarbeiter eingetroffen, um die Hopfengärten für das Frühjahr herzurichten. Bis zu 8.000 Arbeitskräfte vor allem aus Osteuropa werden bis Ende April erwartet. Aber Corona macht ihren Aufenthalt kompliziert.

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Von
  • Uli Scherr

Im größten Hopfenanbaugebiet der Welt, der Hallertau, treffen in diesen Tagen die ersten Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa ein. Die Corona-Pandemie macht das Engagement der ausländischen Mitarbeiter allerdings kompliziert. Um Infektionen zu vermeiden, gelten strengere Regeln bei der Unterbringung der Arbeiter und bei den Hygienevorschriften. Derzeit sind rund 2.000 Saisonarbeiter in der Region, um beim Herrichten der Hopfengärten zu helfen.

Schlafcontainer angemietet

Bei der Familie Weiß auf dem Schafhof bei Geisenfeld sind seit letzter Woche die ersten beiden Saisonarbeiter aus Polen im Einsatz. Bis Ende April erwartet Landwirt Stephan Weiß mindestens 15 Arbeitskräfte. Bisher haben sie in einem ehemaligen Knechthaus auf dem Hof gewohnt. Jetzt muss er umdisponieren. Die Familie hat Container angemietet, um zusätzliche Übernachtungsplätze mit mehr Abstand zu schaffen.

"Wir weichen dieses Jahr auf Schlaf-Container aus, um das im Haus ein bisschen zu entzerren. Und für die nächsten Jahre müssen wir uns was überlegen, wie wir es gestalten." Stephan Weiß

Probleme haben die Landwirte auch mit den geltenden Regeln für die Corona-Tests. Denn die Corona-Tests, die die Arbeiter vor der Abreise in ihren Heimatländern gemacht haben, werden hierzulande oft nicht anerkannt.

Warten auf das Testergebnis

Den Arbeitern würden durch die Wartezeit wertvolle Arbeitstage entgehen, bis in Deutschland nachgetestet worden ist, sagt der Vorsitzende der Hallertauer Hopfenpflanzer, Adi Schapfl. Und es steige die Gefahr, dass das Coronavirus von außen eingeschleppt werde, wenn die Arbeiter auf Tests in der Heimat verzichten würden.

"Wir wünschten uns, dass die Tests anerkannt würden, was nicht immer der Fall ist. Wichtig ist, dass kein Corona eingeschleppt wird und wir in der Region keinen Schaden verursachen." Adi Schapfl, Hopfenpflanzerverband Hallertau

Bis Anfang Mai werden alleine in der Hallertau 7.000 bis 8.000 Saisonarbeiter erwartet. Sie kommen überwiegend aus Osteuropa.

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In der Hallertau sind die ersten Saisonarbeiter eingetroffen, um die Hopfengärten für das Frühjahr herzurichten. Bis zu 8.000 Arbeitskräfte vor allem aus Osteuropa werden bis Ende April erwartet. Aber Corona macht ihren Aufenthalt kompliziert.

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