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Corona-Todesfall in Lebenshilfe-Einrichtung in Mellrichstadt | BR24

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In einer Lebenshilfe-Einrichtung in Mellrichstadt hatten sich ein Großteil der Bewohner und der Mitarbeiter mit Corona infiziert. Viele aktuelle Testergebnisse sind negativ. Doch die Lage ist noch immer ernst.

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Corona-Todesfall in Lebenshilfe-Einrichtung in Mellrichstadt

In einer Lebenshilfe-Einrichtung in Mellrichstadt hatten sich ein Großteil der Bewohner und der Mitarbeiter mit Corona infiziert. Viele aktuelle Testergebnisse sind negativ. Eine Seniorin ist jedoch an den Folgen ihrer Corona-Erkrankung verstorben.

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In einem Wohnheim der Lebenshillfe in Mellrichstadt waren fast alle der 25 Bewohner und 17 der 25 Betreuer positiv auf Corona getestet worden. Mittlerweile wurden erneut umfassende Reihentests angeordnet. "Wir sind jetzt in der dritten Woche der Krise", sagt Jens Fuhl, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld.

Seniorin nach Corona-Infektion verstorben

Eine 83-jährige Bewohnerin ist nun an den Folgen ihrer Corona-Infektion verstorben, wie Fuhl mitteilt. Sie befand sich zuvor im Krankenhaus und musste dort beatmet werden. Drei weitere Bewohner liegen laut Jens Fuhl noch in Kliniken. Einer davon im Koma.

Großteil der aktuellen Tests negativ

Dennoch geben zumindest die Ergebnisse der Reihentests eine sanfte Entwarnung. Von den anfänglich 23 Corona-positiv getesteten Bewohnern sind aktuell nur noch fünf positiv. Vom 25-köpfigen Stammpersonal sind jetzt alle negativ getestet worden. Die Mitarbeiter betreuen die infizierten Heimbewohner in Vollschutzanzügen, mit Schutzbrillen, Schutzmasken und Handschuhen.

Personelle Herausforderungen für Einrichtung

Gerade der personelle Ausfall stellte die Einrichtung vor Herausforderungen. Als Unterstützung kamen Mitarbeiter aus anderen Häusern in die besagte Einrichtung in Mellrichstadt. Auch zwei infizierte, aber symptomfreie Betreuer haben weiter gearbeitet – freiwillig und mit einer Ausnahmegenehmigung des zuständigen Gesundheitsamts. Noch sind laut Fuhl nicht wieder alle Mitarbeiter im Dienst, einzelne fühlen sich – obwohl negativ getestet – noch immer krank. "Ohne unsere Mitarbeiter wären wir verloren", sagt Jens Fuhl.

Infizierte Bewohner räumlich isoliert

Eine weitere Herausforderung für die Heimleitung war: Die infizierten Bewohner mussten schnell von denen getrennt werden, die noch nicht infiziert waren. Das heißt: Die Bewohner mussten umziehen und verstehen, warum sie Räume tauschen müssen. "Das Menschen mit geistigem Handicap oder mit Autismus zu erklären, war für die Mitarbeiter nicht immer leicht", erzählt Jens Fuhl.

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