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Corona-Ticker Oberpfalz: Firmen arbeiten zusammen gegen Corona | BR24

© Galli

Betriebsbesuch im Ingenieurbüro Muhr in Schorndorf mit u.a. Minister Albert Füracker (links) und Chamer Landrat Franz Löffler (2.v.l.)

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Corona-Ticker Oberpfalz: Firmen arbeiten zusammen gegen Corona

Firmen tun sich zusammen und stellen Gesichtsvisiere her, ein Lack- und Farbenhersteller produziert Desinfektionsmittel für Krankenhäuser. Am Uniklinikum werden Covid-19-Patienten mit Blutplasma behandelt.

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Coronavirus: Hier erhalten Sie alle Informationen.

08.04.20 17:20 Uhr: Zusammen gegen Corona-Viren im Lkr. Cham

Sieben Firmen aus dem Landkreis Cham haben sich zusammengeschlossen und ein Gesichtsvisier entwickelt, das im 3D-Druckverfahren hergestellt wird. Das Visier kann überall dort, wo man Kontakt zu infizierten Personen hat, eingesetzt werden und ergänzt Schutzausrüstungen wie Mundschutz und Schutzbrille. Landrat Franz Löffler hat sich zusammen mit Staatsminister Albert Füracker bei einem Betriebsbesuch im Ingenieurbüro Muhr in Schorndorf über das innovative Gemeinschaftsprojekt informiert. Das Projekt wurde in kürzester Zeit gemeinsam mit den weiteren Firmen CR-3D, 3D-Bavaria, NG Printec, Trovus Tech., 3D-Kugler und Vitesco Technologies auf die Beine gestellt. Die Produktion des Gesichtsvisiers erfolgt auch mit Druckerkapazitäten des Technologiecampus in Cham, so dass pro Woche ca. 2.400 Exemplare dieser dringend benötigten Ausstattung hergestellt werden können.

Laut Landrat Franz Löffler wurde sogar bereits die Uni-Klinik in Erlangen beliefert. Weitere Anfragen liegen demnach von ortsansässigen Arztpraxen, aber auch vom Lagestab Corona des Bayerischen Roten Kreuzes in München vor. Hinzu komme die Vor-Ort-Produktion von „Community-Masken“ durch lokale Nähereien und das massive ehrenamtliche Engagement von freiwilligen Näherinnen, welche die ersten 5.000 kostenlosen „Community-Masken“ für Bedürftige fertig genäht haben. „Ich bin stolz auf die Menschen im Landkreis Cham. Sie meistern diese schwierige Situation durch aktives Handeln.“, so Landrat Franz Löffler.

© OTH Regensburg / David Kandler

OTH Regensburg fertigt Gesichtsschutz aus dem 3D-Drucker. Labor-Mitarbeiter Dennis Meisner gab den Anstoß für das Projekt.

08.04.20, 16:35 Uhr: OTH Regensburg fertigt Gesichtsschutz für Uniklinik

Im Zuge der Corona-Epidemie unterstützt die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) am TC Parsberg-Lupburg medizinisches Personal mit Schutzausrüstung aus dem 3D-Drucker. In den nächsten Tagen werden hunderte sogenannter Face Shields für das Universitätsklinikum Regensburg angefertigt, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir freuen uns, mit unserem Know-How und der technischen Ausrüstung zur Bewältigung der Corona-Pandemie beitragen zu können“, sagte OTH-Präsident Prof. Dr. Baier.

Mit der Firma Gramm arbeitet die OTH Regensburg auch bei der Herstellung von Atemschutzmasken aus dem 3D-Drucker zusammen. Diese werden bei Gramm tagsüber produziert und verkauft. Für jedes vom Unternehmen veräußerte Exemplar druckt auch die OTH Regensburg eine Atemschutzmaske und spendet sie an eine Regensburger Klinik.

08.04.20, 16:30 Uhr: Dezentrale Abstrichzentren im Lkr. Schwandorf

Da der Landkreis Schwandorf flächenmäßig sehr groß ist, werden neben dem lokalen Testzentrum im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf voraussichtlich ab nächster Woche drei weitere Abstrichzentren in Nabburg, Oberviechtach und Burglengenfeld entstehen. Das teilte das Landratsamt Schwandorf mit. Ziel dieser Maßnahme, die vom Versorgungsarzt organisiert wird, ist das Bestreben, dass sich die hausärztlichen Praxen wieder verstärkt den nicht Corona verdächtigen Patienten kümmern können und dort keine Abstriche gemacht zu werden brauchen, hieß es.

Da nicht alle positiv getesteten stationären Patienten bis zur völligen Ausheilung im Krankenhaus bleiben können, sind Einrichtungen zu schaffen, die Menschen, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, aber sich nicht oder noch nicht selbständig zu Hause versorgen können, als Zwischenquarantäne dienen. Entsprechende Prüfungen, welche Heime oder sonstige Häuser dafür in Frage kommen, sind angelaufen, heißt es in einer Pressemitteilung.

08.04.20, 13:10 Uhr: Lack- und Farbenhersteller produziert Desinfektionsmittel

Um die Versorgung von Krankenhäusern, Hilfsdiensten und anderen wichtigen medizinischen Organisationen sicherzustellen, hat der Lack- und Farbenhersteller MIPA in Essenbach (Lkr. Landshut) umgerüstet und füllt seit Kurzem Desinfektionsmittel ab. Wie das Unternehmen heute auf seiner Homepage mitteilt, wurde diese Aktion angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus in Zusammenarbeit mit ausgewählten Großunternehmen der Region von dem stellvertretendem bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger (FW) und Landshuts Landrat Peter Dreier (FW) initiiert.

Im Auftrag der bayerischen Staatsregierung seien bisher schon 100.000 Liter nach München gebracht worden. Anschließend verteile man von dort aus das Desinfektionsmittel an die Gesundheitsbranche.

Die Firma MIPA zählt mit seinen drei Standorten in Regensburg, Landshut und Essenbach zu einem der größten Lack- und Farbenhersteller Deutschlands.

08.04.20, 12:50 Uhr: Zuhör-Telefon gegen Einsamkeit in der Coronakrise

Am Oster-Wochenende treffen sich in normalen Zeiten Familien, Freunde verabreden sich, viele unternehmen Ausflüge. All das ist in diesem Jahr nicht möglich. Die Corona-Pandemie zwingt die Menschen, zuhause zu bleiben, Verabredungen abzusagen und auf Reisen zu verzichten. Für alle, die sich jetzt alleine fühlen und niemanden zum Austausch haben, könnte das bundesweite Zuhör-Telefon der Johanniter eine Hilfe sein. Es ist ein kostenfreies Angebot an alle, denen ein freundliches Gespräch helfen könnte, die aktuelle Situation besser zu überstehen.

"Gerade jetzt vermissen Menschen den sozialen Kontakt. Was liegt da näher, als ein telefonisches Angebot zu schaffen, welches alleinstehende oder einsame Menschen nutzen können.“ Martin Steinkirchner, Regionalvorstand der Johanniter in Ostbayern

Wie die Johanniter mitteilen, kann das Zuhör-Telefon unter der kostenfreien Nummer 0800 0 300 700 angerufen werden. Von Montag bis Sonntag jeweils von 9 Uhr bis 19 Uhr hören demnach geschulte Mitarbeitende zu und geben Hilfestellung bei Fragen. Anonym, kostenlos und ohne Zeitdruck. Das Angebot ist keine klassische Telefonseelsorge. Bei Bedarf werden weiterführende Angebote vermittelt.

08.04.20, 12:30 Uhr: Sommerfestspiele Landestheater Oberpfalz ungewiss

So wie alle Kulturbetriebe ist auch das Landestheater Oberpfalz (LTO) aus vollem Lauf auf Null abgebremst worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Wo zunächst noch die Hoffnung bestand, die Proben für die Sommerfestspiele normal weiterzuführen, mussten auch diese abgesagt werden. „Momentan gehen wir fest davon aus, dass die Sommerfestspiele stattfinden werden“, so Wolfgang Meidenbauer, Geschäftsführer des LTO. „Wir bereiten uns aber auch auf alle anderen denkbaren Szenarien vor.“ Bis dahin bittet man um Geduld: genaue Aussagen zu den Sommerfestspielen könne man erst am 20. April treffen. Die Sommerfestspiele Landestheater Oberpfalz (vormals Burgfestspiele Leuchtenberg) zählen zu den größten Festspielen in Bayern.

08.04.20, 07:25 Uhr: Klaus Eder warnt Fußballprofis vor "Kaltstart"

Der langjährige Physiotherapeut der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Klaus Eder aus Donaustauf, rät Fußballprofis vor einer möglichen Rückkehr zum Liga-Alltag für ein langsames Aufbautraining und ein stressfreies Umfeld zu sorgen. "Das Schlimmste, was den Spielern passieren könnte, wäre ein Kaltstart", sagte Eder der Münchner "Abendzeitung". Um wieder Topniveau zu erreichen, bräuchten die Spieler zwei bis drei Wochen. "Die Profis sollten jetzt darauf achten, sich gesund zu ernähren und professionell zu verhalten." Die allgemeine Situation bereite auch Fußballprofis einen gewissen Stress. Deshalb käme bei der Rückkehr zum Ligabetrieb auch den Sportpsychologen eine entscheidende Bedeutung zu, sagte Eder.

Der Ehrenbürger von Donaustauf war insgesamt 20 Jahre für die Fitness der deutschen Fußballnationalmannschaft zuständig, in dieser Zeit holte das DFB-Team zwei Weltmeistertitel. In der Deutschen Fußball Liga (DFL) wird aktuell über Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung des Spielbetriebs in der ersten und zweiten Bundesliga diskutiert – dann mit Geisterspielen ohne Fans.

07.04.20, 19:38 Uhr: Aktuelle Zahlen für Tirschenreuth u. Wundsiedel

Die Landkreise Tirschenreuth und Wunsiedel melden ihre aktuellen Covid-19-Fallzahlen – beide Landkreise sind überdurchschnittlich stark von der Pandemie betroffen. Im Landkreis Tirschenreuth gibt es laut Landratsamt im Moment 873 bestätigte Fälle. 5 weitere Menschen sind an Covid-19 seit dem letzten Update verstorben - damit verzeichnet der Landkreis jetzt 49 Corona-Tote. Nach den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts ist der Landkreis nach wie vor der am schlimmsten von der Pandemie betroffene im gesamten Bundesgebiet. Mit umgerechnet 1.132,35 Fällen pro 100.000 Einwohnern ist die statistische Zahl der Infizierten hier mehr als 10 Mal so hoch wie der Bundesdurchschnitt (etwa 100/100.000) und etwa doppelt so hoch wie in Heinsberg - dem am zweitschlimmsten betroffenen Landkreis Deutschlands (572,11/100.000 Fälle). In Mitterteich, wo heute die verschärften Ausgangsbeschränkungen zu Ende gingen, gibt es nach aktuellem Stand 157 Infizierte. Hier steigt die Zahl der Infizierten nach offiziellen Angaben täglich nur noch um einzelne Fälle an. Im Landkreis Wunsiedel gibt es 444 positiv getestete Personen. Damit liegt auch der Landkreis Wunsiedel mehr als 5 Mal über dem Bundesdurchschnitt, was die Zahl der Infizierten auf 100.000 Einwohner betrifft. Im Landkreis Wunsiedel sind insgesamt 13 Menschen an dem Virus verstorben.

07.04.20, 18:35 Uhr: BRK-Präsident Zellner bedankt sich für Bonus

Der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner aus Bad Kötzting, dankt dem bayerischen Ministerpräsidenten und der bayerischen Staatsregierung dafür, dass nun sowohl Rettungs- als auch Pflegekräfte den Bonus von 500 Euro erhalten: "Das ist ein starkes Signal für Rettungs- und Pflegekräfte. Wir sind dankbar für die Anerkennung der besonders betroffenen Berufsgruppen." Zellner hatte in einem dringenden Schreiben Ministerpräsident Söder gebeten auch die Rettungskräfte in die Bonuszahlungen miteinzubeziehen.

07.04.20, 17:15 Uhr: Weiden gibt Familiennewsletter heraus

Familien mit Kindern sind seit drei Wochen zu Hause. Das bietet die Gelegenheit, zusammen viel mehr Zeit als in einem bisherigen Alltag ohne Corona zu verbringen.

Das Amt für soziale Dienste der Stadt Weiden bietet daher ab sofort jeden Dienstag als neues Informationsangebot einen Newsletter an, der Familien Ratschläge, Tipps, Kontakte und vieles mehr bietet, um gemeinsam gut zu Hause durch die Coronazeit zu kommen. Der Newsletter wird bis auf weiteres regelmäßig alle 14 Tage erscheinen. Der erste Newsletter widmet sich den Fragen: Wie kann meine Familie die aktuelle Zeit gut verbringen? Wie kann ich meinen Kindern Corona altersgerecht erklären? Wer sind meine Ansprechpartner in Not- und Krisensituationen? Interessierte Familien, Eltern und Jugendliche finden den Newsletter auf der Homepage der Stadt Weiden unter www.weiden.de

07.04.20, 16:50 Uhr: 158 Neu-Infektionen seit gestern

In der Oberpfalz wurden von Montag auf Dienstag (7. April, 10 Uhr) 158 Neu-Infektionen registriert. Insgesamt sind in der Oberpfalz 2 893 Menschen an Covid19 erkrankt. Laut der Statistik des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen ist der Landkreis Tirschenreuth mit der Stadt Mitterteich weiterhin bayern- und bundesweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen.

07.04.20, 16:20 Uhr: Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

Das Polizeipräsidium Oberpfalz meldet: Im Zeitraum von Montag, 6. April 2020, 06.00 Uhr, bis Dienstag, 7. April 2020, 06.00 Uhr, gab es in der Oberpfalz 86 Anzeigen wegen verschiedener Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung. Den Anzeigen gingen über 1000 Kontrollen voraus.

Bayernweite Ausgangsbeschränkung nicht ernst genommen.

Wie die Polizeiinspektion in Waldsassen (Lkr. Tirschenreuth) mitteilt, hat sich auch eine Kuh nicht an die Ausgangsbeschränkungen gehalten. Die entlaufene Jungkuh wurde demnach schließlich auf einem Feld neben der Bundesstraße B299 bei der Ortschaft Naßgütl entdeckt. Der Landwirt, dem die Kuh ausgekommen ist, war ebenfalls mit vor Ort und hat bereits Verstärkung hinzugerufen.Nach mehreren Fehlversuchen das Tier einzufangen kam es letztendlich auf einem Feld nahe der ehemaligen Ziegler-Brauerei zum Showdown. Durch den mutigen Einsatz mehrerer Landwirte und einer Streifenbesatzung der hiesigen Polizei, konnte das Tier am Hals fixiert und mit vereinten Kräften zu Boden gebracht werden. Am Boden wurde das Tier dann solange fixiert bis es auf einen Anhänger verladen und anschließend nach Hause transportiert werden konnte. Von einer Anzeige wegen Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkungen wird die Polizei wohl nochmal absehen.

07.04.20, 11:54 Uhr: Uniklinik sucht Blutplasmaspender für neue Therapie

Das Uniklinikum Regensburg sucht wiedergenesene Covid-19-Patienten als Spender von Blutplasma. Die Plasmaspenden sollen bei der Therapie schwerkranker Covid-19-Patienten zum Einsatz kommen, wie die Klinik mitteilt. Im Blut von ehemaligen Covid-19-Patienten haben sich schützende Antikörper gebildet.

In China hätten Ärzte die Behandlung von schwerkranken Covid-19-Patienten mit der Transfusion von solchem Rekonvaleszenten-Plasma getestet. Dieser immuntherapeutische Ansatz solle jetzt auch in Regensburg zum Einsatz kommen, hieß es. Man hoffe, dass die Antikörper im gespendeten Plasma die Abwehrkräfte der Erkrankten stärken und ähnlich einer Impfung wirken, sagt der Chef der Transfusionsmedizin an der Uniklinik, Robert Offner. Die entsprechende Genehmigung sei der Klinik vor wenigen Tagen erteilt worden.

Potentielle Spender können sich an der Uniklinik unter der Telefonnummer 0941 944-5000 anmelden.

07.04.20, 10:20 Uhr: Zoll-Mitarbeiterinnen nähen Masken

Zwei Zollbeamtinnen aus der Oberpfalz haben in den vergangenen Tagen ehrenamtlichen fast 500 Mund-und-Nasenmasken genäht. Die Mitarbeiterinnen vom Hauptzollamt Regensburg und vom Zollamt Amberg geben die Behelfsmasken kostenfrei an soziale und karitative Einrichtungen ab, wie die Zollbehörde in Regensburg mitteilt. Außerdem seien auch mehrere Freiwillige Feuerwehren und Supermarkt-Verkäuferinnen mit Masken ausgestattet worden, ebenso wie die Kolleginnen und Kollegen vom Zoll.

06.04.20, 17.36 Uhr: Bischof Voderholzer: Verzicht auf Gottesdienste ist "Gebot der Vernunft"

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat die offizielle Haltung der Kirchen zum staatlichen Verbot gottesdienstlicher Versammlungen verteidigt. Er habe nichts dagegen, die Einschränkungen der Religionsausübung juristisch prüfen zu lassen, sagte er mit Blick auf mehrere anhängige Eilverfahren vor deutschen Gerichten. "Ich frage aber auch zurück: Wollten wir es als Christen wirklich verantworten, dass durch einen als tapferer Widerstand getarnten zivilen Ungehorsam die Ausbreitung des Coronavirus beschleunigt wird?" Die staatlichen Maßnahmen seien "nur aufgrund einer außergewöhnlichen Notsituation gerechtfertigt", betonte Voderholzer. "Aber es ist ein Gebot der Vernunft und der christlichen Nächstenliebe, sich diesen Beschränkungen zu fügen, so schwer es uns allen fällt."

06.04.20, 15.30 Uhr: Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz – Bilanz zum Wochenende

Wegen des sonnigen Wetters am Wochenende gab es eine leichte Steigerung bei den Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilt, mussten im Zeitraum von Freitag (03.04.) bis Montag (06.04.) in der Oberpfalz knapp über 400 Anzeigen gefertigt werden. Den Anzeigen gingen weit über 3.000 Kontrollen voraus. Zur Unterstützung waren auch Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei eingesetzt. "Verstöße wurden oberpfalzweit beispielsweise im Rahmen von Grillpartys bekannt. Auch Personen, die sich im Freien zum Konsum von Alkohol getroffen haben, mussten angezeigt werden", so ein Sprecher der Polizei. Zum Schutz der Allgemeinheit und eines jeden Einzelnen würden die Kontrollen intensiv fortgeführt.

06.04.20, 14:50 Ausgangssperre in Mitterteich wird aufgehoben

Das Landratsamt Tirschenreuth teilt mit, dass die Ausgangssperre für das Stadtgebiet Mitterteich am morgigen Dienstag aufgehoben wird. Da das Infektionsgeschehen im Stadtgebiet Mitterteich keine signifikanten Unterschiede mehr zum restlichen Landkreis aufweist, wird die angeordnete Ausgangssperre vorzeitig, ab Dienstag, den 07. April aufgehoben, so heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes weiter. Für das Stadtgebiet von Mitterteich war wegen der Corona-Pandemie am 18. März die erste Ausgangssperrre in Deutschland überhaupt verhängt worden.

05.04.20, 15:30 Uhr: BRK-Chef Zellner begrüßt Bonus für Pflegekräfte

Der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner aus Bad Kötzting, begrüßt den Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten, Pflegekräften einen Bonus auszuzahlen. Der ehemalige Chamer Landrat wörtlich: "Die Mitarbeitenden in der Pflege halten das System am Laufen. Dank ihres übermenschlichen Einsatzes wird ein Systemkollaps verhindert."

Ministerpräsident Söder will den Pflegekräften in Bayern einen einmaligen und steuerfreien Bonus in Höhe von 500 Euro zahlen. BRK-Präsident Zellner fordert diese Anerkennung und Wertschätzung auch für alle Mitarbeiter des Rettungsdienstes aller Hilfsorganisationen, sie dürften nicht außer Acht gelassen werden. Sie würden an Belastungsgrenzen arbeiten, hätten täglich mit infizierten Patienten zu tun, wobei viele sich bereits selber infiziert hätten. Darüberhinaus müssen sie laut Zellner Überstunden machen und für Kollegen einspringen, die infiziert sind.

05.04.20, 10:30 Uhr: Behelfskrankenhaus in Oberviechtach eingerichtet

Um auch im Falle einer massiven Zunahme stationär behandlungsbedürftiger Covid-19-Patienten gewappnet zu sein, wird in Oberviechtach in leerstehenden Stationen der Asklepios Klinik ein Behelfskrankenhaus eingerichtet. Das teilte das Landratsamt Schwandorf mit. Die Reinigungsarbeiten seien abgeschlossen. Bettgestelle für 100 Patienten stünden bereit. 40 Bundeswehrbetten wurden laut Behörde gestern mit Kräften des Roten Kreuzes und der Johanniter aufgebaut. Das THW Oberviechtach habe damit begonnen, den Außenbereich der Notaufnahme zum geschlossenen Screening-Bereich umzubauen. Die Verträge für die Essensverpflegung, Arbeitskleidung und Wäsche stehen laut Landratsamt kurz vor der Beauftragung. EDV und Telefonversorgung wurden demnach aufgebaut und die Schnittstellen zur Asklepios Klinik hergestellt. Inzwischen werde auch die Personalplanung durchgeführt.

05.04.20, 8:00 Uhr: Zwei Tote und 32 neu Infizierte im Lkr. Schwandorf

Das Landratsamt Schwandorf meldet zwei neue Todesfälle. Am Freitag und Samstag starben demnach ein 60-jähriger Mann bzw. ein 52-jähriger Mann an Erkrankungen durch das Corona-Virus. Damit sind im Landkreis Schwandorf insgesamt fünf Menschen an Corona gestorben. Die Zahl der positiv getesteten Personen ist um 32 auf aktuell 251 Fälle angestiegen.

04.04.20, 10:22 Uhr: Polizei will Palmator-Pilger kontrollieren

Nach der Absage des traditionellen Palmator-Starkbierfestes auf dem Adlersberg im Landkreis Regensburg will die Polizei am Palmsonntag die geltende Ausgangsbeschränkung verstärkt kontrollieren. Ausflügler, die am Sonntag in Eigenregie und mit selbst mitgebrachtem Bier auf den Adlersberg pilgern würden, riskierten ein Bußgeld, sagte der Leiter der zuständigen Polizeiinspektion Nittendorf, Andreas Niebler, der "Mittelbayerischen Zeitung". Wörtlich sagte der Dienststellenleiter: "Im Prinzip verstößt jemand, der Tracht anzieht und das Haus verlässt, schon gegen die Ausgangsbeschränkung." Erlaubt seien lediglich Spaziergänge und Jogging-Runden in unmittelbarer Umgebung der eigenen Wohnung. Eine mehrstündige Wanderung auf den Adlersberg sei nicht gestattet. Wer die Regelungen missachte, dem drohe ein Bußgeld von mindestens 150 Euro. Im vergangenen Jahr wurden rund 10.000 Besucher beim Palmator gezählt.

03.04.20, 15:27 Uhr: Infektionen in Schwarzenfelder Altenheim

Auch in einem Altenheim im Kreis Schwandorf sind jetzt Infektionen mir dem Coronavirus registriert worden. Betroffen ist das SeniVita Seniorenhaus in Schwarzenfeld. Betroffen seien ein Bewohner und zwei Pflegekräfte, teilt das Landratsamt mit. Der Bewohner befindet sich zurzeit stationär im Krankenhaus, die Pflegekräfte sind in häuslicher Quarantäne.

03.04.20, 14:49 Uhr: 163 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz

Die Polizei Oberpfalz hat von Donnerstag auf Freitag 163 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt. Insgesamt hatten in der gesamten Oberpfalz knapp 1.200 Kontrollen von Personen, Einrichtungen, Läden und Gastronomiebetrieben stattgefunden.

So hatten sich unter anderem in Eslarn im Landkreis Neustadt an der Waldnaab fünf Menschen ohne triftigen Grund getroffen. Alle erhielten eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. 

In diesem Zusammenhang weist die Polizei Oberpfalz noch einmal darauf hin, dass sich die Ausgangsbeschränkungen an alle Bürgerinnen und Bürger richten. Diese sollten ihre Wohnung nur verlassen, wenn sie einen triftigen Grund vorweisen können.

03.04.20, 12:49 Uhr: Corona-Test bei Maltz-Schwarzfischer negativ

Der Corona-Test bei Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) ist negativ ausgefallen. Das hat die Stadt Regensburg am Mittag mitgeteilt. Maltz-Schwarzfischer, die nach ihrem Sieg in der Stichwahl im Mai das Amt der Oberbürgermeisterin übernimmt, hatte sich freiwillig in häusliche Quarantäne begeben, nachdem eine Person aus ihrem näheren Umfeld positiv auf Covid-19 getestet worden war. Die Quarantäne wird aber laut Stadt noch bis Anfang kommender Woche dauern. Dann sei die Inkubationszeit von 14 Tagen erreicht.

03.04.20, 11:30 Uhr: agilis appelliert an Fahrgäste

Das Bahnunternehmen agilis bittet Kunden, auch während der Osterferien immer zu prüfen, ob eine Zugfahrt wirklich nötig ist. Insbesondere Menschen, die sich krank fühlen oder Erkältungssymprome zeigen, sollten auf Fahrten verzichten. In den Zügen soll dann ein Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden, auch beim Ein- und Ausstieg. Das Unternehmen mit Sitz in Regensburg will derweil in seinen Netzen weiterhin eine stabile Grundversorgung anbieten.

03.04.20, 10:40 Uhr: Rodinger Bürgermeister will Investitionen prüfen

Der Bürgermeister der Stadt Roding, Franz Reichhold (CSU), will wegen der Corona-Krise alle größeren Investitionsvorhaben der Stadt auf den Prüfstand stellen, auch den geplanten Bau eines Ganzjahresbads, das rund 20 Millionen Euro kosten würde. Zu dem Bad hatte es 2019 sogar einen Bürgerentscheid gegeben, bei dem die Rodinger mehrheitlich für das Projekt gestimmt hatten. Jetzt aber müsse man abwarten, ob die Gewerbesteuereinnahmen einbrechen, sagte Reichhold dem BR. Dann wären solche Millionenprojekte nicht mehr zu stemmen. Er hat momentan schon alle Ausgaben gestoppt, die nicht unbedingt sofort notwendig sind, zum Beispiel einen geplanten Umbau im Rathaus. Am Monatsende geht Reichhold in den Ruhestand und übergibt die Amtsgeschäfte an Alexandra Riedl von den Freien Wählern.

03.04.20, 9:51 Uhr: Hauptzollamt sagt Info-Tag ab

Aufgrund der Corona-Lage hat jetzt auch das Hauptzollamt Regensburg seinen für den 24. April geplanten Zoll-Info-Tag abgesagt. Sollten es die Umstände zulassen, soll die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. "Der Schutz und die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher sowie der Bediensteten des Hauptzollamts Regensburg haben absolute Priorität", so Leiterin Margit Brandl.

03.04.20, 6:38 Uhr: Domspatzen ruft zu Mitsingprojekt auf

Die Regensburger Domspatzen nutzen die derzeitige Corona-Pause zu einem Mitsing-Projekt. Der weltberühmte Chor ruft dazu auf, das Volkslied "Kommt ein Vogel geflogen" zu singen und davon ein Video aufzunehmen. Ein Filmproduzent montiert die Videos dann zu einem Gesamtkunstwerk.

02.04.20, 17.58 Uhr: Vierte Covid-19-Tote im Kreis Cham

Im Landkreis Cham ist am Donnerstag eine 89 Jahre alte Frau verstorben. Die Frau ist im Landkreis das mittlerweile vierte Todesopfer mit Diagnose Covid-19.

02.04.20, 16.59 Uhr: Bistum Regensburg sagt alle Firmungen ab

Das Bistum Regensburg hat alle Firmungen bis einschließlich Pfingstsonntag, also den 31. Mai 2020, abgesagt. Die Diözese empfiehlt den Pfarrgemeinden außerdem, bis zu diesem Zeitpunkt auch keine Erstkommunionfeiern abzuhalten, wie der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs mitteilt. Demnach sind bis Pfingsten auch alle Termine von Bischof Rudolf Voderholzer abgesagt, was geplante Besuche von Feierlichkeiten in den Pfarrgemeinden angeht.

Bereits gestern sind im Bistum Passau alle Firmungen und Erstkommunionfeiern abgesagt worden.

02.04.20, 15:40 Uhr: DFB-Koch Schmaus kocht für Klinikpersonal

Anton Schmaus, Koch der Deutschen Fußballnationalmannschaft, verköstigt mit seinem Team ab sofort das Personal des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Regensburg. Schmaus, der in der Regensburger Altstadt ein Sternerestaurant betreibt, bereitet jetzt von Montag bis Freitag jeweils ein Gericht für das Krankenhauspersonal zu, wie der Gastronom mitteilte. Die Aktion ist Teil der Initiative "Kochen für Helden". Unter diesem Motto haben von Berlin ausgehend in vielen deutschen Städten Spitzenköche Projekte zur Unterstützung von Corona-Helfern gestartet. Bei den Barmherzigen Brüdern in Regensburg arbeiten mehr als 2.000 Menschen. Mit mehr als 900 Betten ist das Haus die größte Klinik in der Stadt. Anton Schmaus ist den Zuschauern des BR-Fernsehens bestens bekannt. Er hat viele Jahre für die Magazinsendung "Wir in Bayern" gekocht.

© StephanieTschautscher

DFB-Koch Anton Schmaus (4. v. li.) mit seinem Team in der Krankenhausküche

02.04.20, 14:05 Uhr: Häftlinge nähen Masken in JVA Amberg

Gefangene in mehreren bayerischen Haftanstalten sind in die Produktion von Mund-Nasen-Schutzmasken eingestiegen. Laut Mitteilung des Justizministeriums vom Donnerstag werden die Masken in Gefängnis-Schneidereien in Amberg, Aichach, Kaisheim und München hergestellt. Rund 45 Gefangene würden in den nächsten Tagen bei der Fertigung von 150.000 Schutzmasken mithelfen. Die Gefängnisse nähen für einen bayerischen Textilzulieferer der Automobilindustrie, der den Freistaat beliefert. Dieser schickt Masken-Rohlinge in die Justizvollzugsanstalten, die von den Häftlingen weiterverarbeitet werden, indem sie unter anderem Gummibändern annähen.

02.04.20, 11:05 Uhr: Abfischen von Teichen auch aktuell erlaubt

Aktuell werden in der Oberpfalz Teiche abgefischt, da die Fische unter anderem mehr Platz brauchen um weiter wachsen zu können. Die Fische müssen in die sogenannten Abwachsteiche umgesetzt werden, da ihr Stoffwechsel zunimmt und sie somit mehr Raum benötigen. Diese Arbeit kann nur in Gruppen erledigt werden und ist trotz der aktuellen Corona-Regelungen erlaubt, wie die Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberpfalz erklärt. „Deshalb kann man an den Teichen zur Zeit meist mehrere Menschen arbeiten sehen, die auch nicht aus der eigenen häuslichen Gemeinschaft stammen müssen. Selbstverständlich sind bei allen Aktivitäten die aktuell gültigen Hygienevorschriften zu beachten“, erläutert der Leiter der Fachberatung für Fischerei, Dr. Thomas Ring.

02.04.20, 11:00 Uhr: Weidener Pfarrer stellt Fotos seiner Gemeindemitglieder in die Kirche

In der Pfarrkirche St. Josef in Weiden stehen Bilder der Gemeindemitglieder in der aktuell leeren Kirche. Die Idee stamme von Pfarrern aus Italien oder Spanien, so Pater Johannes. In einem Schreiben an die Gemeinde sei auf die Aktion aufmerksam gemacht worden und seitdem kämen immer wieder Bilder per Mail oder werden in den Briefkasten geworfen. Inzwischen dürften um die 100 Bilder in der Kirche stehen oder hängen. "Für uns als Priester ist es jetzt ein bisschen leichter ohne physisch anwesende Gemeinde Gottesdienst zu feiern, da wir ja auf die Bilder schauen und wissen, in Gedanken sind unsere Angehörigen, Freunde und die Mitglieder der Pfarrgemeinde beim Gottesdienst dabei," so Pater Johannes. Die Gottesdienste werden per Livestream übertragen. Die Kirche sei aber noch geöffnet, sodass jeder dort beten oder ein Bild abstellen könne. In der Kirche liege außerdem ein Fürbittenbuch aus, in das die Leute ihre Anliegen schreiben können.

© Pater Johannes

Inzwischen dürften um die 100 Bilder in der Kirche St. Josef in Weiden hängen.

02.04.20, 11:00 Uhr: Regensburgs Bürgermeisterin in Quarantäne

Die Regensburger Bürgermeisterin und künftige Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat sich freiwillig in häusliche Quarantäne begeben, nachdem eine Person aus ihrem näheren Umfeld positiv auf Covid-19 getestet wurde. Das hat die Stadt Regensburg mitgeteilt. Maltz-Schwarzfischer ist aktuell beschwerdefrei. Es wurde bereits Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen.

02.04.20, 10:45 Uhr: LKA warnt vor Soforthilfe-Fakes

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt vor Fake-Seiten für Soforthilfeanträge in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

02.04.20, 10:00 Uhr: Steigende Infektionszahlen im Lkr. Neustadt/WN

Das Gesundheitsamt Weiden-Neustadt an der Waldnaab hat weitere Infektionsfälle gemeldet. Stand Mittwochabend waren 291 Menschen im Landkreis Neustadt an der Waldnaab infiziert. Sechs Menschen starben. In der Stadt Weiden haben sich inzwischen 90 Menschen mit Sars-2-CoV infiziert. Zwei Menschen starben.

01.04.20, 18:27 Uhr: OTH rüstet sich für Sommersemester

Die pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen sollen den Vorlesungsbetrieb an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden so wenig wie möglich beeinträchtigen. Das hat OTH-Präsidentin Andrea Klug rund drei Wochen vor Beginn des Sommersemesters zugesagt. "Wenn die Corona-Pandemie Präsenzveranstaltungen ab dem 20. April nicht möglich machen sollte, dann sind wir bereit für die digitale Lehre", heißt es in einem Statement der Präsidentin. Das bereits vorhandene Angebot an virtuellen Kursräumen, Online-Vorlesungen und Lehrvideos werde weiter ausgebaut. Außerdem wolle man die Serverkapazität im OTH-Rechenzentrum erhöhen, damit alle Professoren ihre Vorlesungen digital präsentieren und mit ihren Studenten in Videokonferenzen interagieren können.

01.04.20, 16:42 Uhr: 89-Jährige im Kreis Cham verstorben

Im Landkreis Cham ist eine 89 Jahre alte Frau mit Covid-19-Diagnose gestorben. Wie das Landratsamt Cham mitteilte, waren heute (Stand: 14 Uhr) 212 Menschen positiv auf den Virus getestet. 14 Personen werden demnach in den Sana-Kliniken behandelt, davon eine auf der Intensivstation.

01.04.20, 16:03 Uhr: Stadt Regensburg ermöglicht Gewerbetreibenden Aufschub bei Abgaben

Die Stadt Regensburg will Gewerbeleuten, Selbständigen und Vereinen Abgaben- sowie gewerbliche Miet- und Pachtzahlungen erleichtern. Kann ein coronabedingter finanzieller Engpass nachgewiesen werden, könnten Betroffene beim jeweiligen Fachamt, von dem sie einen Zahlungsbescheid bekommen haben, einen Antrag auf Zahlungsaufschub stellen. So seien Stundungen zunächst bis zum 30.09.2020 möglich, heißt es auf der Internetseite der Stadt.

01.04.20, 14:14 Uhr: Johanniter-Hausnotrufgeräte per Paketversand

Damit ältere Menschen in der Corona-Krise gut versorgt sind und das Infektionsrisiko verringern, schickt die Johanniter-Unfall-Hilfe in Regensburg Hausnotrufgeräte ab sofort mit Paketversand. So sei es möglich, dass unnötiger Kontakt vermieden wird und die Menschen zugleich die "Hilfe auf Knopfdruck" beanspruchen können, heißt es in einer Mitteilung der Johanniter. Das Hausnotrufgerät könne einfach in Betrieb genommen werden - an die Steckdose anstecken und mit einem Knopfdruck aktivieren. Für den Anschluss stehe am Telefon ein Techniker bereit.

01.04.20, 12:31 Uhr: Quarantäne-Haushalte sollen ihren Abfall nicht mehr trennen

Zur Infektionsprävention soll die Mülltrennung temporär ausgesetzt werden, das teilt der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf mit und verweist auf die Entscheidung des Umweltbundesamts in Abstimmung mit dem Bayerischen Umweltministerium. Auf unbestimmte Zeit soll jeglicher Müll von Quarantäne-Haushalten in der Restmülltonne entsorgt werden – also auch Verpackungsabfälle (gelber Sack/gelbe Tonne Wertstoffhof), Altpapier und Biomüll. Die Regelung gilt deutschlandweit. Ausnahmen gelten für Batterien.

Sämtliche dieser Abfälle müssten in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben werden. Einzelgegenstände wie Taschentücher dürften nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden. Abfallsäcke müssten durch Verknoten oder Zubinden verschlossen werden. Spitze und scharfe Gegenstände müssten in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt werden. Der Zweckverbnd Müllverwertung Schwandorf verweist außerdem darauf, dass Müllsäcke möglichst sicher verstaut werden sollen, sodass vermieden werden kann, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird. Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf ist für die Abfallentsorgung in der gesamten Oberpfalz zuständig.

01.04.20, 11:56 Uhr: Regensburger Stadion jetzt Testzentrum

Das Jahnstadion Regensburg, die Fußball-Arena im Stadtsüden, ist jetzt Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Wie die Stadt dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, haben schon erste Patienten von ihren Hausärzten die nötigen Zugangscodes erhalten. Damit können sie in die Ambulanz im Stadion kommen, die vorerst von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Die Stadt betont jedoch ausdrücklich, dass nur Menschen auf das Stadiongelände dürfen, die einen Code mit einer genauen Termin- und Zeitangabe vorweisen können. Zudem müssen sich die Patienten ausweisen können, ihre Versicherungskarte und - wenn vorhanden - einen Medikamentenplan mitbringen.

01.04.20, 10:36 Uhr: Fast 250 Infektionen im Lkr. Neustadt/WN

Das Gesundheitsamt Weiden-Neustadt an der Waldnaab hat eine weitere Zwischenbilanz zu bekannten Infektionsfällen vorgelegt. Demnach sind im Landkreis Neustadt an der Waldnaab bislang 247 Personen bestätigt infiziert. Fünf Menschen starben. Diese sind in der genannten Infizierten-Zahl mit enthalten. In der Stadt Weiden gibt es derzeit 76 bestätigt mit Sars-2-CoV infizierte Menschen, zwei von ihnen starben. In den Zahlen der bisher Infizierten sind jeweils auch die bereits aus der Quarantäne entlassenen geheilten Personen enthalten. Um wie viele Menschen es sich dabei handelt, ist aber nicht bekannt.

01.04.20, 7:18 Uhr: Anzeige fürs Autowaschen

In Roding hat ein 28 Jahre alter Mann seinen Privatwagen an einem Waschplatz mit einem Dampfstrahler gereinigt. Ihn erwartet nun laut Polizei eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz, da er keinen triftigen Grund hatte, seine Wohnung zu verlassen.

31.03.20, 18:31 Uhr: Schon 18.000 Anträge auf Soforthilfe

Der Regierung der Oberpfalz liegen mittlerweile schon 18.000 Anträge auf Corona-Soforthilfe vor. Die Antragsteller haben insgesamt 134 Millionen Euro an Förderung beantragt. Diese Zahlen hat der Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt (FW) am Dienstag veröffentlicht. Ausgezahlt wurden demnach bisher aber erst 8,7 Millionen Euro. Bisher sind noch nicht einmal zehn Prozent der eingereichten Anträge bearbeitet worden.

31.03.20, 17:22 Uhr: Zwei Corona-Todesfälle im Landkreis Cham

Im Kreis Cham sind zwei Patienten mit Corona-Infektion verstorben. Wie das Landratsamt Cham mitteilte, handelt es sich um eine 87-Jährige und um einen 85-Jährigen. Beide Patienten hätten unter Vorerkrankungen gelitten. Mit Stand heute, 17 Uhr, seien im Landkreis 185 menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. 13 Fälle würden in den Sana-Kliniken behandelt, einer davon intensivmedizinisch.

Landrat Franz Löffler hat einen Versorgungsarzt für den Landkreis Cham bestellt, hieß es außerdem aus dem Landratsamt. Zu dessen Aufgaben gehöre zum Beispiel die Einrichtung von Schwerpunktpraxen zur Untersuchung und Behandlung von Covid-19-Patienten. So solle die ambulante Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten werden.

31.03.20, 17:12 Uhr: Regensburger Domspatzen singen für Helfer

Die Regensburger Domspatzen haben einen Aufruf für eine Mitsingaktion gestartet. Unter dem Motto "1.000 Stimmen für die Helfer" ist jeder aufgerufen, mit Handy oder Tablet das Lied "Kommt ein Vogel geflogen" auf Video aufzunehmen und bis zum 6. April an die Domspatzen zu senden, heißt es in einer Mitteilung. Aus den eingegangenen Videos werde dann ein Gesamtkunstwerk erstellt, das veröffentlicht wird. Mit dem Stück wolle man alle grüßen, die sich in der Corona-Krise um alte, einsame und kranke Menschen kümmern. Mit der Aktion wolle man die Helfer ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen. Auf ihren Internetseiten bieten die Domspatzen den Liedtext sowie ein Playback für die Aufnahme an.

31.03.20, 15:43 Uhr: Chinesische Hochschule spendet 10.000 Schutzmasken an Krankenhäuser

Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie haben drei Regensburger Krankenhäuser Unterstützung aus China bekommen. Die chinesische Partnerhochschule der OTH Regensburg, die Business School der Shenzhen Technology University, spendete 10.000 Mundschutzmasken. Die medizinische Ausrüstung ging zu gleichen Teilen an das Universitätsklinikum Regensburg, das Krankenhaus Barmherzige Brüder und das Caritas-Krankenhaus Sankt Josef.

"Wir freuen uns, dass unsere Partnerhochschule Regensburg so unterstützt", sagte OTH-Präsident Wolfgang Baier. Initiator der Aktion ist das Team um dem emeritierten Professor Holger Haldenwang, der seit mehreren Jahren an der Shenzhen Technology University tätig ist.

© Bella LuLIping

Die chinesischen Initiatorinnen der Spendenaktion

31.03.20, 12:35 Uhr: BMW schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

BMW hat nach dem Mitte des Monats verhängten Produktionsstopp für rund 20.000 Mitarbeiter bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Betroffen davon ist laut einer Konzernsprecherin auch das Werk in Regensburg. Die Bänder in den europäischen BMW-Werken stehen nach derzeitigem Stand noch bis 19. April still. Auch in den USA ruht die Produktion.

31.03.20, 9:36 Uhr: Neue Corona-Infektionen im Kreis NEW und Weiden

Das Gesundheitsamt Weiden-Neustadt/WN meldet neue Fälle von Corona-Infektionen. Demnach haben sich im Landkreis Neustadt an der Waldnaab insgesamt 223 Menschen mit dem Virus infiziert, vier davon sind daran gestorben.

In der Stadt Weiden gibt es bislang 68 Covid-19-Infizierte und einen Todesfall. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind in den Zahlen aber auch die bereits geheilten und aus der Quarantäne entlassenen Personen mit enthalten.

31.03.20, 8:45 Uhr: Tipps für Familien in Zeiten von Corona

Aufgrund der Veränderungen, die die Corona-Pandemie vor allem für den Alltag von Familien gebracht hat, haben das Familiennetz des Landkreises Neumarkt in der Oberpfalz und die Koordinierungsstelle Familienbildung jetzt Unterstützungstipps zusammengestellt. Die Informationen und Anregungen sind im Internet zu finden, und zwar unter: https://www.koki-landkreis-neumarkt.de/nathus-674-1/familienalltag_in_der_corona_krise.html

30.03.20, 17:44 Uhr: Zwei Corona-Fälle im Ankerzentrum Regensburg

Im Regensburger Ankerzentrum hat es bislang zwei Corona-Infektionen gegeben. Das hat das Bayerische Innenministerium auf BR-Anfrage mitgeteilt. Für die Einrichtung sei deshalb angeordnet worden, dass derzeit keine neuen Bewohnerinnen aufgenommen, oder an andere Wohnorte verlegt werden. Ohnehin verlege der Freistaat Bayern während der derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen keine Personen aus den Ankerzentren in andere Unterkünfte. Das Ankerzentrum Regensburg ist die größte Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Oberpfalz. Zuletzt waren hier rund 600 Menschen untergebracht.

30.03.2020, 16.35: Testzentrum Schwandorf nimmt Betrieb auf

In Schwandorf hat heute Vormittag das lokale Corona-Testzentrum seinen Betrieb aufgenommen. Das teilte das Landratsamt Schwandorf mit. Demnach kann jeder zum Test kommen, der Krankheitssymptome hat oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu positiv getesteten Personen hatte. Termine für Tests geben das Gesundheitsamt sowie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns. Für heute bestätigt das Landratsamt Schwandorf neun weitere Infektionsfälle für den Landkreis. Damit hat sich die Zahl dort auf insgesamt 123 erhöht. 21 Patienten würden aktuell stationär im Krankenhaus behandelt.

30.03.20, 15.45 Uhr: Zweiter Corona-Todesfall im Kreis Neumarkt

Eine 87-jährige Frau ist am Wochenende im Klinikum Neumarkt an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Das teilt das Landratsamt Neumarkt in der Oberpfalz mit. Es ist bisher der zweite Todesfall im Landkreis. Insgesamt haben sich im Landkreis Neumarkt 88 Personen mit Corona infiziert, zwölf davon seien mittlerweile wieder genesen, heißt es in der Mitteilung. Unter den Erkrankten seien auch mehrere Pflegekräfte zweier Stationen des Klinikums. Aktuell werden laut Landratsamt 13 Fälle stationär im Klinikum behandelt.

30.03.20, 13.28 Uhr: Natur nach Hause holen - Tier-Webcams gegen "Corona-Koller"

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) empfiehlt seine bayernweiten Tier-Webcams gegen den „Corona-Koller“ zu Hause. Aus dem eigenen Wohnzimmer können so Stare und Wanderfalken beim Brüten beobachtet werden. Außerdem bieten die Webcams die Möglichkeit, neue Vogelarten kennen zu lernen, schreibt der LBV. „Mit unseren zahlreichen Live-Webcams erhalten alle Bayern exklusive Einblicke in die Tierwelt, holen sich so die Natur direkt ins Wohnzimmer und lernen ganz nebenbei Neues über unsere heimischen Tierarten“, so LBV-Sprecher Markus Erlwein.

Zum Beispiel können die Wanderfalken im Regensburger Rathausturm per Webcham beobachtet werden. Die Brut der Vögel ist bereits in vollem Gange. „Die Falken wechseln sich beim Bebrüten der vier Eier regelmäßig ab. In etwa drei Wochen werden die Jungen schlüpfen. Dann kann jeder live die Fütterung der weißen Federbälle und ihr Heranwachsen zu beeindruckenden Jägern der Lüfte erleben“, weiß der LBV-Sprecher.

Mit der „Hufi-Cam“ des LBV kann die am stärksten bedrohte Fledermausart Deutschlands im LBV-Fledermaushaus in Hohenburg (Lkr. Amberg-Sulzbach) beobachtet werden. Dort befindet sich deutschlandweit die letzte Wochenstube der Großen Hufeisennasen. Bei milden Temperaturen können Zuschauer das Ein- und Ausfliegen der Fledermäuse beobachten.

30.03.20, 12.47 Uhr: Posaunenchor bläst täglich gegen Trübsal an

Bläser aus dem Dorf Thansüß (Lkr Amberg-Sulzbach) treffen sich täglich um 19 Uhr, um gegen Trübsal anzublasen. Die Mitglieder eines Posaunenchors spielen seit einigen Tagen jeweils vor ihren Häusern die beiden Abendlieder "Der Mond ist aufgegangen" und "Herr bleibe bei uns". Das teilt eine Sprecherin des Dekanats mit.

Dirigiert werden sie vom Leiter des Posaunenchors Heinrich Müller, der auf dem Dorfplatz steht und weiße Handschuhe trägt, um von allen Musikern gesehen zu werden. Mit ihrer gemeinsamen Musik, die durch das ganze Dorf und weit darüber hinaus klingt, setzen sie ein Zeichen der Gemeinschaft und wollen Hoffnung schenken, so die Dekanatssprecherin.

30.03.20, 11.40 Uhr: Corona-Virus-Fälle im Ankerzentrum in Regensburg?

Meldungen über Fälle von Corona-Virus im Ankerzentrum für Asylbewerber in Regensburg hat die Regierung der Oberpfalz heute (am Montag) vormittag weder bestätigt noch dementiert. Pressesprecher Markus Roth kündigte für den Nachmittag eine schriftliche Erklärung mit Details an. Weitere Auskünfte wollte er mit Hinweis auf eine laufende Sitzung des Krisenstabs noch nicht geben.

30.03.20, 9.18 Uhr: Rathaus in Pemfling wieder geöffnet

In der Gemeinde Pemfling (Lkr. Cham), die in der zweiten Märzwoche als eine der ersten in Bayern mit Corona-Fällen betroffen war, ist ein Stück Alltag zurückgekehrt. Das Rathaus, das wegen der Corona-Erkrankung einer Mitarbeiterin geschlossen werden musste, hat wieder geöffnet und arbeitet seit Donnerstag in Vollbesetzung. Auch die Mitarbeiterin, die ihre Krankheit zuhause auskuriert hat, ist wieder an ihrem Arbeitsplatz.

Allerdings ist wegen der allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen Publikumsverkehr wie in allen Rathäusern momentan nur in dringenden Fällen erlaubt. In der ganzen 2.300-Einwohner-Gemeinde sei es noch sehr ruhig, so Bürgermeister Franz Haberl (CSU). "Aber es ist gut, dass ein bisschen Alltag zurückgekehrt ist und wir ein Stück nach vorne schauen können," sagte Haberl dem BR. Auch wenn man weiter vorsichtig sein müsse.

In Pemfling waren sieben Personen aus einem Bus mit rund 50 Südtirol-Urlaubsrückkehrern Corona-positiv. Alle 50 kamen in Quarantäne, ebenso Dutzende von Kontaktpersonen. Bei fast allen Corona-Positiven verlief die Erkrankung vergleichsweise mild. Auch der Bürgermeister musste vorsichtshalber in Quarantäne und wurde aber negativ getestet.

29.03.20, 15 Uhr: Neue Corona-Infektionen im Landkreis NEW

Das Gesundheitsamt Weiden-Neustadt an der Waldnaab meldet weitere Infektionsfälle. Im Landkreis wurden bisher insgesamt infizierte 148 Personen bestätigt. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei drei Personen, diese sind in den genannten Infizierten mit enthalten.

29.03.20, 14:42 Uhr: In der Stadt Weiden 55 Corona-Fälle

In der Stadt Weiden gibt es demnach derzeit 55 bestätigt mit COVID-19-infizierte Personen und keine Todesfälle. In den Zahlen der bisher Infizierten sind jeweils die bereits aus der Quarantäne entlassenen geheilten Personen mit enthalten.

29.03.20, 13 Uhr: Zahlreiche Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung

Das frühlingshafte Wochenende hat dafür gesorgt, dass wieder einige Menschen gegen die in der Corona-Krise erlassenen Ausgangsbeschränkungen verstoßen haben. Gut 140 Mal war die Polizei am Wochenende in der Oberpfalz im Einsatz.

29.03.20, 12:30 Uhr: Eishockeyspieler von Eisbären Regensburg starten Heimlieferdienst

Die Eisbären Regensburg nutzen die spiel- und trainingsfreie Zeit und starten ab Montag einen Heimlieferdienst. Die Eishockeymannschaft unterstützt den Heimlieferservice von REWE Steidel in Nittendorf, indem sie bei der Versorgung von Risikogruppen und hilfsbedürftigen Menschen helfen und Waren verpacken und ausfahren. Alle Informationen gibt es unter www.zamhaltn.de

28.03.20, 12:10 Uhr: Erster Todesfall im Landkreis Schwandorf

Der Landkreis Schwandorf meldet den ersten Todesfall im Zusammenhang mit Corona. Eine 81-jährige Patientin verstarb am Freitagabend im St.-Barbara-Krankenhaus in Schwandorf. Seit gestern um 14 Uhr sind laut Landratsamt 16 neue positive Fälle zu verzeichnen, davon 13 am heutigen Samstag bis 12 Uhr. Die Zahl der positiv getesteten Personen ist damit auf 92 angestiegen.

28.03.20, 10:45 Uhr: Länderbahn schränkt Betrieb ab Montag ein

Die Länderbahn schränkt wegen der Corona-Pandemie ab Montag ihren Betrieb ein. Das gab das Unternehmen am Samstag bekannt. Betroffen sind demnach alle bayerischen Verkehrsnetze, darunter auch die Alex-Züge, die Waldbahn und die Oberpfalzbahn. Ein Grund seien die deutlich gesunkene Fahrgastzahlen in den letzten Wochen. Auch die Länderbahn müsse sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen und auf einen möglicherweise ansteigenden Krankenstand beim Personal vorbereiten, heisst es in einer Pressemitteilung. Man habe sich mit den anderen Bahnunternehmen und dem Auftraggeber BEG über die Anpassung des Betriebskonzeptes abgestimmt und gemeinsam beschlossen, den Verkehr um etwa ein Drittel zu reduzieren. Dieses Konzept wird am 30.3. beim Alex und am 31.3. in den übrigen Netzen eingeführt. Die genauen Ersatzfahrpläne werden im Laufe des Samstags auf den jeweiligen Webseiten der betreffenden Netze veröffentlicht, teilt die Länderbahn mit.

28.03.20, 9:10 Uhr: Piazolo rät: „Maß und Mitte beim Lernen zuhause“

Nach zwei Wochen Schulschließung in Bayern infolge der Coronakrise dankt Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (FW) Eltern, Lehrern und Schülern für ihren Einsatz. Er mahnte gleichzeitig, „Maß und Mitte beim Lernen zuhause“ an. Es sei wichtig, dass niemand überfordert werde. Gerade für berufstätige Eltern sei das Lernen zuhause häufig ein Balanceakt zwischen Betreuung und Arbeit.

"Das Lernen zuhause ist kein Ersatzunterricht. Und Eltern sind keine Ersatzlehrer. Niemand hat den Anspruch, dass Eltern mit ihren Kindern neuen Stoff durchnehmen, der später als Wissen vorausgesetzt wird. Vielmehr dient das Lernen zuhause dazu, Wissen zu vertiefen, zu üben – und vor allem gibt es dem Tag in häuslicher Quarantäne Struktur und sinnvolle Beschäftigung“ Michael Piazolo, Bayerischer Kultusminister

In der Erklärung betont Kultusminister Piazolo, ihm sei wichtig, dass die Ansprüche an Eltern, Schülerinnen und Schüler realistisch bleiben.

27.03.20, 18:05 Uhr Bartelt lud Landräte und OBs zum Spitzengespräch

Zentrales Thema eines Spitzengesprächs Gesprächs zwischen Regierungspräsident Axel Bartelt und den Oberpfälzer Landräten und den Oberbürgermeistern bzw. der Bürgermeisterin der kreisfreien Städte war u.a. die bestmöglich abgestimmte Zusammenarbeit der Behörden. Seit der Feststellung des Katastrophenfalls am 16. März 2020 arbeiten die Führungsgruppen des Katastrophenschutzes auf allen staatlichen Ebenen, in den Kreisverwaltungsbehörden, bei der Regierung der Oberpfalz, und im Innenministerium, eng zusammen, heißt es in einer Pressemitteilung der Regierung der Oberpfalz. Vor Ort werde zur Zeit vor allem der Ausbau der Beatmungsbettenkapazitäten vorangetrieben, Behelfskrankenhäuser würden eingerichtet oder neue Teststrecken errichtet, damit mehr Patienten mit typischen Symptomen auf das Corona-Virus getestet werden können. Auch das bayerische Soforthilfeprogramm für existenzgefährdete Unternehmer werde für den Regierungsbezirk über die Regierung mit Hochdruck abgewickelt.

"Wir alle wissen nicht, wie sich die Situation konkret weiterentwickelt. Wir müssen jetzt aber noch mehr zusammenhalten und optimal zusammenarbeiten - in den Gemeinden, Städten, Landkreisen, in der gesamten Oberpfalz. Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir vom Krisenmodus zurück in den Alltagsbetrieb kommen. (...) Jede Krisenzeit bietet letztendlich der Generation, die sie zu bewältigen hat, eine Chance, daraus Lehren zu ziehen und sich weiter zu entwickeln - sonst würde es die Menschheit heute nicht mehr geben.“ Regierungspräsident Axel Bartelt
© Regierung der Oberpfalz/Kammermeier

Corona-Pandemie: Spitzengespräch in der Regierung der Oberpfalz.

27.03.20, 18:03 Uhr Hilfsorganisation spendet 15.000 Schutzmasken an Krankenhaus und Katastrophenhelfer

Die Hilfsorganisation Flying Help aus Fischbach im Landkreis Schwandorf hatte dazu aufgerufen, Schutzmasken selbst zu nähen und dazu eine Anleitung erstellt. Nach dem Aufruf bekam Flying Help 15.000 Einwegmasken gespendet. Ein großer Teil der Masken ist bereits ans Krankenhaus Regensburg und Helfer der Feuerwehr oder an Pflegeheime verteilt worden. Auch rund 150 selbstgenähte Masken sind inzwischen beim Verein angekommen. Die selbstgefertigten Masken können den Träger zwar nicht vor einer Infektion schützen, aber sie verhindern bei einem Virusträger die Weiterverbreitung sehr effektiv.

27.03.20, 17:35 Uhr Amberg stundet Steuern, keine Vollstreckungen

Die Stadt Amberg hat zur Abfederung der wirtschaftlichen Einschränkungen, die sich durch die Coronakrise für Unternehmen ergeben, verschiedene Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung ergriffen. So werden Steuerzahlungen gestundet und keine Vollstreckungsmaßnahmen in die Wege geleitet. Auch werden aktuell Gastronomen und Einzelhändler nicht wegen Sondernutzungsgebühren für Außenbestuhlung, Produktständer und Kundenstopper zur Kasse gebeten.

27.03.20, 15:22 Uhr Regensburg verlängert Stadtpässe bis Ende Juni

Stadtpässe, die eigentlich ab 31. März 2020 ihre Gültigkeit verlieren würden, gelten unabhängig vom aufgedruckten Datum vorläufig bis 30. Juni 2020. Damit will Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gewährleisten, dass stadtpassberechtigten Personen aufgrund der Corona-Pandemie keine unnötigen Nachteile entstehen. Mit dem Stadtpass können Regensburger Bürger mit geringem Einkommen diverse Vergünstigungen erhalten, beispielsweise im Öffentlichen Personennahverkehr oder beim Besuch von kulturellen Einrichtungen.

27.03.20, 13:45 Uhr: Fitnessstudio trotz Verbot geöffnet

Gegen die bayernweit geltende Ausgangsbeschränkung bzw. Betriebsstättenuntersagung verstieß ein Fitnessstudio im Regensburger Norden. Der Betreiber des Studios hatte die Scheiben von innen verdunkelt, sodass von außen kein Betrieb erkennbar war. Ein Zeuge konnte am Donnerstagabend beobachten, wie mehrere Personen in das Fitnessstudio in Sportbekleidung ein- und ausgingen. Die Regensburger Polizei stellte vor Ort fünf Personen fest, die gerade beim Training waren. Gegen die fünf Personen sowie dem Betreiber wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erhoben.

27.03.20, 13:10 Uhr: IHKs verschieben schriftliche Abschlussprüfungen

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verschieben bundesweit die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie in den Sommer 2020. Hiervon sind in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim etwa 3.000 Auszubildende betroffen, in ganz Deutschland sind es rund 210.000 Azubis. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen werden nach jetzigem Stand in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni 2020 nachgeholt. Die industriell-technischen Prüfungen sollen am 16. und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni 2020 stattfinden. Prüflinge, die im Frühjahr 2020 für die Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, können ihre Prüfung im Herbst 2020 nachholen

27.03.20, 12:50 Uhr: Ver.di : Maßnahmen für Kliniken unzureichend

Betriebs- und Personalräte der Krankenhäuser im Bezirk Oberpfalz schlagen Alarm. Der heute voraussichtlich im Bundesrat beschlossene „Rettungsschirm“ zur Entlastung der Krankenhäuser und anderer Gesundheitseinrichtungen helfe zwar, bleibe aber völlig unzureichend. :

„Um die Finanzierung aller notwendigen Maßnahmen gegen Covid-19 in den Krankenhäusern abzusichern, braucht es handhabbare pauschale Lösungen, mit denen die Leistungen der Krankenhäuser bedarfsgerecht finanziert werden können.“, Bruno Lehmeier, Gesamtpersonalratsvorsitzender der medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz

Ausserdem müsse jetzt das System der Dokumentaion und Abrechnung ausgesetzt werden. Es sei jetzt keine Zeit für Gesundheitsbürokratie. Diese binde Personal, das händeringend benötigt werde. Außerdem fordern die Betriebs- und Personalräte gemeinsam die Bereitstellung ausreichender Schutzausrüstung für die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Der Geschäftemacherei mit Schutzausrüstungen müsse unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden. Es zeige sich erneut: der Markt regelt es eben nicht, hieß es seitens ver.di.

27.03.20 11:56 Uhr: Handwerkskammer appelliert an Verbraucher

Das Handwerk in Ostbayern benötige weiterhin Aufträge, fordert die Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz. Der Präsident der Handwerkskammer appelliert deshalb an Verbraucher und die öffentliche Hand, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern. Schon jetzt zeige sich, dass immer mehr Kunden ausbleiben, Aufträge storniert oder gar nicht mehr vergeben werden. Handwerkliche Versorger und Dienstleister in Ostbayern dürfen bis auf wenige Ausnahmen ihre Leistungen weiterhin anbieten.

27.03.20, 11:40 Uhr: Erster Todesfall im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt ist der erste Todesfall wegen einer Coronavirus-Infektion bestätigt worden. In der Nacht von gestern auf heute verstarb ein 61 jähriger Mann im Klinikum Neumarkt, wie das Landratsamt mitteilt. Der Patient litt demnach bereits an einer Vorerkrankung und wurde beatmet.

Im Laufe des heutigen Tages wurden im Landkreis Neumarkt i.d. Opf. weitere sechs Coronavirus-Infektionen bestätigt. Gleichzeitig konnten laut Landratsamt weitere neun Personen als genesen bestätigt werden.

27.03.20, 10:50 Uhr: Knödelspende sorgt für lange Staus in Neumarkt

Die Ankündigung eines Oberpfälzer Kartoffelveredlers, Fertigkloßteig gegen Spende abzugeben, hat am Vormittag ein Verkehrschaos in Neumarkt in der Oberpfalz ausgelöst. Vor dem Unternehmenssitz der Burgis GmbH hat sich ein kilometerlanger Stau gebildet. Unter dem Motto "Knödel retten für den guten Zweck" hat die Firma für heute und morgen einen „Knödel-Drive-in“ angekündigt. Hier sollen Knödelteig und andere Kartoffelprodukte ausgegeben werden, die für die Gastronomie gedacht waren, wegen der Corona-Krise jetzt aber nicht abgenommen werden. Im Gegenzug bittet die Firma um eine Spende für die Diakonie Neumarkt. Geplant war, dass der "Drive-In" heute und morgen bis jeweils 16 Uhr geöffnet hat.

© BR/Margit Ringer

Alle wollen Gratis-Knödelteig: Vor dem Betriebsgelände der Burgis GmbH hat sich am Freitagvormittag ein kilometerlanger Stau gebildet.

27.03.20, 9:52 Uhr: Vierter Todesfall im Landkreis Tirschenreuth

Im Landkreis Tirschenreuth gibt es den vierten Corona-Todesfall. Am Donnerstag ist eine eine weitere Person im Alter von 78 Jahren verstorben, wie das Landratsamt mitteilt. Aktuell gibt es im Landkreis Tirschenreuth 259 bestätigte Corona-Fälle.

27.03.20, 6:55 Uhr: Crash-Kurs für ehrenamtliche Helfer

Wegen der sprunghaft steigenden Corona-Fallzahlen in der Nordoberpfalz werden in der Region dringend Helferinnen und Helfer für den medizinischen und pflegerischen Einsatz gesucht. Ausdrücklich werden dabei auch Menschen gesucht, die keine entsprechende medizinische oder pflegerische Grundausbildung haben. Sie sollen dann in einer dreitägigen Schulung für ihren Einsatz vorbereitet werden, wie es in einem entsprechenden, gemeinsamen Aufruf der Stadt Weiden und der Landkreise Tirschenreuth und Neustadt an der Waldnaab heißt. Mit Hilfe der freiwilligen Helfer, die auch eine finanzielle Entschädigung erhalten, solle im Lagezentrum Katastrophenschutz Neuhaus ein Helferpool aufgebaut werden, um die Hilfsorganisationen in der Nordoberpfalz zu unterstützen.

Die Nordoberpfalz ist mit aktuell rund 350 Fällen eine der am stärksten von Corona-Infektionen betroffenen Regionen in Bayern.

26.03.20, 18:25 Uhr: Neuinfizierte in Weiden und im Kreis Neustadt/WN

Bislang haben sich im Landkreis Neustadt an der Waldnaab 96 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Wie das Landratsamt mitteilte, sind zwei Patienten verstorben.

In der Stadt Weiden gibt es demnach aktuell 45 mit COVID-19 infizierte Personen und keine Todesfälle.

26.03.20, 18:01 Uhr: Baumarkt täglich für Handwerker geöffnet

Auch in Zeiten von Corona öffnet toom Baumarkt für alle Handwerker. Wie eine Sprecherin mitteilte, soll so die Versorgung mit Produkten zum Beispiel für dringend notwendige Reparaturen sowie die Versorgung mit Brennstoffen und Gas sichergestellt werden. Zutritt bekommen Handwerker demnach aber nur mit einem entsprechenden Berufsnachweis. Im Markt würden strikte Hygieneregeln eingehalten, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern.

26.03.20, 16:06 Uhr: Kreis Neumarkt meldet Genesene und Neuinfizierte

Im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz sind drei Patienten, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten, wieder gesund. Laut einer Mitteilung des Landratsamts gab es heute im Kreis Neumarkt zugleich aber zwölf neue Coronavirus-Infektionsfälle. Damit ist die Gesamtzahl auf 60 angestiegen.

26.03.20, 15 Uhr: Erster Coronavirus-Todesfall in Regensburg

In Regensburg gibt es einen ersten Corona-Virus-Todesfall. Wie ein Sprecher des Regensburger Gesundheitsamts dem BR mitteilt, handelt es sich bei der Toten um eine 88-jährige Frau aus dem Stadtgebiet. Derzeit sind 124 Fälle von Corona-Infizierungen in Regensburg bekannt. Das sind 19 Fälle mehr als gestern (25.03.20). Im Landkreis Regensburg gibt es aktuell 107 Personen mit einer bestätigten Corona-Infektion - dreizehn registrierte Infektionen mehr als am Vortag.

26.03.20, 12:30 Uhr: Burgis sammelt mit Knödel-Drive-In Spenden

Der Neumarkter Knödelspezialist Burgis hat derzeit seine Lager voll mit Produkten, die aufgrund der Schließung von Restaurants und Gaststätten keine Abnehmer gefunden haben. Um zu verhindern, dass die Ware verdirbt oder weggeworfen werden muss, soll sie nun an Jedermann abgeben werden - verbunden mit einem guten Zweck. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, wird es am Freitag und Samstag von 10 bis 16 Uhr einen "Knödel-Drive-In" auf dem Werksgelände in Neumarkt geben. Kunden können mit ihrem Auto zu einer Ausgabestelle auf dem Parkplatz fahren und ihre Bestellung aufgeben, die dann von Burgis-Mitarbeitern direkt ins Auto geladen wird. Dabei werden Hygiene- und Abstandsregeln beachtet. Im Gegenzug werden die Kunden gebeten, eine Spende zu geben, die dann an die Diakonie Neumarkt gehen soll.

26.03.20, 9:50 Uhr: Arbeit auf den meisten Baustellen geht weiter

Trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geht die Arbeit auf den meisten Baustellen in der südlichen Oberpfalz weiter. Trotz aller Schwierigkeiten zeige sich die Bauwirtschaft damit deutlich besser gewappnet gegen die Krise als viele andere Branchen, sagt der Oberpfälzer Bezirksvorsitzende der IG Bau, Christian Lang. Allerdings müssten die Unternehmer weiterhin auf die strikte Einhaltung der Hygiene-Regeln achten. Jede Baufirma müsse einen eigenen Pandemie-Plan aufstellen, fordert der Gewerkschaftsfunktionär. Nach Angaben der IG Bau sind alleine im Großraum Regensburg/Schwandorf rund 4.800 Menschen in der Baubranche beschäftigt.

26.03.20, 8:54 Uhr: Neue Betrugsmasche in Cham

Mutmaßliche Betrüger haben in Cham versucht, von einer 69-Jährigen die Bankdaten zu erschleichen und dann Geld von ihrem Konto abzuheben. Sie meldeten sich telefonisch bei der Frau, gaben sich als Mitarbeiter ihrer Hausbank aus und fragten ihre Kontodaten ab. Begründung: Wegen des Corona-Katastrophenfalls würden Bankfilialen geschlossen. Obwohl auf dem Telefon-Display die Nummer der Hausbank aufleuchtete, blieb die Frau misstrauisch und rückte die Daten nicht raus. Dennoch versuchten die Betrüger wenig später, mit den Personalien der Frau einen vierstelligen Eurobetrag telefonisch zu überweisen. Weil auch die Mitarbeiter der Hausbank Verdacht schöpften, kam es zu keiner Transaktion, wie die Polizei in Cham berichtet.

26.03.20, 06:00 Uhr: Freiwillige für Behelfskrankenhaus

Auf den Aufruf an Freiwillige mit Erfahrungen im Gesundheitsbereich, sich für eine Mitarbeit im Behelfskrankenhaus in Oberviechtach zu melden, gibt es erste Reaktionen. Damit stehen laut Landratsamt zusammen mit bereits vorab angeworbenen Kräften derzeit neun Ärzte, neun Pflegekräfte und zwei Verwaltungskräfte auf der Liste. Es werden aber weiterhin Freiwillige gesucht.

26.03.20, 05:00 Uhr: Weitere Infektionen im Landkreis Neustadt/W.

Das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab hat die Zahl der bestätigten Infektionsfälle am Abend mit 62 angegeben. Zwei Menschen starben bislang, zwei konnten die Quarantäne verlassen. In der Stadt Weiden gab es Stand 17 Uhr 31 infizierte Personen.

25.03.20, 19:22 Uhr: Tschechien lässt Pflegekräfte doch pendeln

Mitarbeiter des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland und Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch täglich überschreiten. Das habe Innenminister Jan Hamacek auf Grundlage entsprechender Wünsche aus beiden Nachbarstaaten entschieden, sagte seine Sprecherin am Mittwochabend in Prag.

25.03.20, 17:00 Uhr: Landkreis Schwandorf errichtet Testzentrum

Das Corona-Testzentrum für den Landkreis Schwandorf soll in Räumen des Sepp-Simon-Stadions neben der Schwandorfer Oberpfalzhalle entstehen. Das hat der Landkreis mitgeteilt. Für den Betrieb stehen Feuerwehr und THW bereit. Wenn das Zentrum in einigen Tagen steht, sollen dort Menschen getestet werden, die Krankheitssymptome zeigen und den vorangegangen 14 Tagen entweder in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das Coronavirus festgestellt wurde. Inzwischen wurden im Landkreis Schwandorf 68 Menschen positiv getestet.

25.03.20, 16:10 Uhr: Infizierten-Zahl im Kreis Cham bei 95

Die Zahl der Menschen mit Corona-Infektion im Landkreis Cham ist auf 95 angestiegen (Stand: 25.03., 15 Uhr). Wie das Landratsamt Cham mitteilte, mussten außerdem erstmals Patienten mit Corona-Infektion stationär im Krankenhaus in Roding aufgenommen werden. Es handle sich um zwei 51 und 55 Jahre alte Männer sowie eine 70-jährige Seniorin. Eine der betroffenen Personen müsse intensivmedizinisch betreut werden, hieß es aus dem Landratsamt.

25.03.20, 15:35 Uhr: Mehr Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung

Bei der Kontrolle von etwa 1.700 Einrichtungen, Gastronomiebetrieben, Ladengeschäften und Personen in der gesamten Oberpfalz binnen 24 Stunden hat die Polizei am Dienstag 163 Verstöße gegen die seit Samstag geltende Ausgangsbeschränkung festgestellt. Überwiegend handelt es sich dabei um Personengruppen, die sich ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit aufgehalten oder in Privatwohnungen getroffen hatten. In der Oberpfalz ist weiterhin ein Anstieg der Verstöße erkennbar. Die Polizei appelliert deshalb erneut an die Bevölkerung, die Beschränkungen ernst zu nehmen und zu Hause zu bleiben. Die Kontrollen werden weiterhin intensiviert und Zuwiderhandlungen hart bestraft.

25.03.20, 14.52 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten steigt an

Nach neuen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand: heute, 10 Uhr) beschleunigt sich in der Oberpfalz die Ausbreitung des Corona-Virus. Die Gesundheitsämter meldeten dem Landesamt laut dessen Internetseite aus der Oberpfalz 104 Neu-Infektionen binnen 24 Stunden (gegenüber 77 im Vergleich von Montag auf Dienstag). Weiterhin ist der Landkreis Tirschenreuth mit der Stadt Mitterteich am schwersten betroffen. Hier kommen 209 Infektionen auf rund 72.000 Einwohner. Das sind 31 mehr innerhalb eines Tages. Das ist erneut der höchste Wert in Niederbayern und der Oberpfalz. Vergleichsweise stark zugenommen hat die Zahl der Infizierten auch im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Hier hat sich die Zahl von 33 Infizierten binnen 24 Stunden auf 57 nahezu verdoppelt. Ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Infizierten in der Stadt Weiden (+9 auf 31) und im Landkreis Neumarkt (+8 auf 43). Gleichauf mit sieben zusätzlichen Infizierten liegen die Landkreise Schwandorf (jetzt 53), Regensburg (jetzt 94) und die Stadt Regensburg (jetzt 105). Fünf Neu-Infizierte meldeten die Landkreise Amberg/Sulzbach (jetzt 36) und Cham (jetzt 80). Einen Neuinfizierten gab es nach dieser Statistik in der Stadt Amberg (jetzt 7).

25.03.20, 14:17 Uhr: 17.000 Anträge auf "Soforthilfe Corona"

Bislang sind bei der Regierung der Oberpfalz 17.000 Anträge von Freiberuflern, Selbständigen, kleinen und mittleren Unternehmen auf die "Soforthilfe Corona" eingegangen. Wie das Bayerische Wirtschaftsministerium mitteilt, wurden in der Oberpfalz bereits Auszahlungen in Höhe von insgesamt 3.800.000 Euro an Unternehmer in der Oberpfalz angewiesen. Und die würden im Durchschnitt jeweils 7.500 Euro beantragen. Damit liegt der Gesamtbedarf der Antragsteller in der Oberpfalz aktuell bei insgesamt 127.500.000 Euro. Bayernweit wurden bislang insgesamt 150.000 Anträge auf "Soforthilfe Corona" gestellt.

25.03.20, 11:53 Uhr: Domspatzen-Aufnahmeprüfung per Videokonferenz

Wegen der aktuellen Ausgangsbeschränkungen haben die Regensburger Domspatzen die Regeln für ihre Aufnahmeprüfungen abgeändert: Das obligatorische Vorsingen für die Aufnahme in den ältesten Knabenchor der Welt findet derzeit nicht im Chorsaal in Regensburg statt, sondern per Videokonferenz. Für die Viertklässler, die im kommenden Schuljahr ins Domspatzengymnasium wechseln wollen, ist ab sofort ein virtueller Vorsingraum eingerichtet, in dem die Bewerber gemeinsam mit den Domspatzen-Chorleitern musizieren und singen können, wie der Chor mitteilt. Nach der 20-minütigen Online-Schalte wird dann entschieden, ob der Kandidat geeignet ist.

Auch in anderer Beziehung zwingt der aktuelle Corona-Katastrophenfall den weltberühmten Knabenchor zu einer Neuerung. Vermutlich erstmals in der mehr als 1.000-jährigen Geschichte des Chores werden die Domspatzen an Ostern nicht im Dom singen, wie der Chor weiter mitteilt.

© Regensburger Domspatzen

Die Domspatzen-Chorleiter im virtuellen Singstudio: Die Bewerber um einen Platz im Chor müssen heuer online vorsingen.

24.03.20, 17:30 Uhr: Lkr. Schwandorf plant Behelfskrankenhaus

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie mit steigenden Fallzahlen und einer größer werdenden Zahl an notwendigen stationären Betreuungen plant jetzt auch der Landkreis Schwandorf die Einrichtung eines Behelfskrankenhauses. Entstehen soll es in leerstehenden Stationen der Asklepios Klinik Oberviechtach. Wie bei einem vergleichbaren Projekt in Weiden soll die Einrichtung zum Einsatz kommen, wenn die Kapazitäten der anderen Krankenhäuser vollständig ausgeschöpft sind und dort weitere Patienten nicht mehr aufgenommen werden können. Für den Betrieb sucht das Landratsamt Schwandorf nun Ärzte, ausgebildete Krankenpfleger und Krankenschwestern sowie Personen, die mit Verwaltungsaufgaben im Gesundheitssektor erfahren sind. Auch Ruheständler sind willkommen. Interessierte sollen sich telefonisch unter 09431 471-620, per Fax unter 09431 471-121 oder per Mail an katastrophenschutz@landkreis-schwandorf.de melden.

24.03.20, 17:05 Uhr: Zweiter Toter im Landkreis Neustadt/W.

Das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab meldet einen weiteren Todesfall aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus und der Folgen. Es handelt sich um einen 85-jährigen Mann, der in einem Altenheim im Landkreis lebte. Am Vortag war ein 64-Jähriger mit Vorerkrankungen an COVID-19 gestorben. Außerdem meldet das Gesundheitsamt weitere Infektionsfälle im Landkreis Neustadt an der Waldnaab: Danach sind insgesamt 54 Personen bestätigt infiziert. Zwei konnten aber heute als geheilt aus der Quarantäne entlassen werden, so dass nun derzeit 52 erkrankt sind, die überwiegend in häuslicher Quarantäne sind. Einige Patienten müssen aber stationär behandelt werden.

24.03.20, 16:22 Uhr: Landkreis Tirschenreuth bleibt Hotspot

Nach neuen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vom Mittag ist der Landkreis Tirschenreuth mit der Stadt Mitterteich weiterhin am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen. Hier kommen 178 Infektionen auf rund 72.000 Einwohner (Stand: 24.02., 10 Uhr). In absoluten Zahlen steht der Landkreis an vierter Stelle in Bayern hinter der Stadt München (1.317), dem Landkreis München (266) und dem Landkreis Freising (252). Binnen 24 Stunden hat die Zahl der Infizierten im Landkreis Tirschenreuth um 30 zugenommen. Das ist der höchste Wert in der Oberpfalz. Vergleichsweise stark zugenommen hat die Zahl der Infizierten auch im Landkreis Neumarkt. Hier hat sich die Zahl von 18 Infizierten binnen 24 Stunden auf 35 nahezu verdoppelt. Am Nachmittag wurden vom Landratsamt sogar 45 Positiv-Tests gemeldet. Ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Infizierten in den Landkreisen Schwandorf (+8 auf 46), Regensburg (+8 auf 98) und Amberg / Sulzbach (+4 auf 31). In Schwandorf erhöhte sich die Zahl am Nachmittag laut Landratsamt sogar auf 57. Kaum eine Steigerung meldeten der Landkreis Neustadt an der Waldnaab (+3 auf 33) und die Stadt Weiden (+2 auf 22). Ebenfalls zwei zusätzliche Fälle meldeten die Landkreise Regensburg (+2 auf 87) und Cham (+2 auf 73). Am niedrigsten war die Zunahme in der Stadt Amberg (+1 auf 6).

24.03.20, 15:02 Uhr: Internist Salzberger zur aktuellen Lage

Die Krankenhäuser in der Region Ostbayern sind im aktuellen Corona-Katastrophenfall noch nicht an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Das sagt der Regensburger Internist Bernhard Salzberger von der Universität Regensburg. Die Krankenhäuser würden sich im Moment auf zusätzliche Patienten vorbereiten, und das funktioniere sehr gut. Man müsse damit rechnen, „dass die Behandlungszahlen in den kommenden zwei Wochen dramatisch ansteigen und dann auch eine Zeit lang oben bleiben“, sagte Salzberger weiter. Bernd Salzberger ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie.

© BR

Der Internist Bernd Salzberger von der Universität Regensburg ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie.

24.03.20, 10:00 Uhr: Regensburg Marathon abgesagt

Angesichts der aktuellen Corona-Pandemie hat die Stadt Regensburg entschieden den 29. Regensburg Marathon, der am 24.Mai 2020 stattfinden sollte, abzusagen. Die Anmeldeportale werden geschlossen. "Vor drei Wochen waren wir uns ganz sicher, dass wir den Regensburg Marathon durchführen können, (...) Das Bild hat sich geändert.", so die Veranstaltungsleiterin Claudia Fritsch in einer Pressemitteilung. Der LLC Marathon Regensburg werde alle Startgelder und die Einnahmen von Gimmicks (Leihchip, offizielles Regensburg Marathon Shirt), die bisher für die Wettbewerbe des Regensburg Marathons eingegangen sind, zurückzahlen. Einen Ersatztermin werde es aber erstmal nicht geben, da im Moment der weitere Verlauf der Coronapandemie nicht abzusehen sei.

24.03.20, 09:00 Uhr: Kurzarbeit bei Porzellan-Hersteller BHS

Wegen der weltweit zahlreichen Gaststätten- und Hotelschließungen aufgrund der Corona-Pandemie hat der Weltmarktführer für Hotel-Porzellan BHS Tabletop mit Sitz in Selb an drei Betriebsstandorten die Produktion stark zurückgefahren und Anträge auf Kurzarbeit gestellt - auch am Standort Weiden. Wie das Unternehmen auf BR-Anfrage bestätigt, sind etwa die Hälfte der 1.165 BHS-Beschäftigten seit gestern (23.03.) von Kurzarbeit betroffen. Die BHS zählt am Standort Weiden zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region - dort betrifft die Kurzarbeit 250 der 400 Beschäftigten. Der Produktionsstillstand ist hier bis einschließlich 14. April geplant. Auch für die Verwaltung an allen Standorten gilt ab April Kurzarbeit.

24.03.20, 08:00 Uhr: 64-Jähriger aus Neustadt nach Infektion gestorben

Im Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab ist am Montag ein 64-jähriger Mann nach einer Corona-Infektion gestorben. Das hat das Landratsamt am Dienstagmorgen bestätigt. Der Mann litt unter Vorerkrankungen und starb im Krankenhaus. Zusätzlich registrierte das Gesundheitsamt zwei weitere Corona-Infizierte aus dem Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab. Damit gibt es dort nun insgesamt 32 bestätigte Fälle.

24.03.20, 05:45 Uhr: Lkr Amberg-Sulzbach: Erste Coronavirus-Todesfälle

Im Landkreis Amberg-Sulzbach sind die ersten zwei Coronavirus-Todesfälle bestätigt worden. Das hat das Landratsamt am Montag bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Bewohner eines Seniorenheims in Kümmersbruck (Lkr Amberg-Sulzbach). Beide zählten aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen zur Gruppe der Hochrisiko-Patienten. Beide Männer waren in dem Seniorenheim in einem Doppelzimmer untergebracht. Zum jetzigen Zeitpunkt sind weitere Heimbewohner sowie Personal des Seniorenheims nicht vom Virus betroffen. Im Landkreis Amberg-Sulzbach sind aktuell 30 Menschen mit dem Virus infiziert.

23.03.20, 16:20 Uhr: Stadt Regensburg sagt Maidult ab

Angesichts der aktuellen Corona-Epidemie hat die Stadt Regensburg entschieden, die diesjährige Maidult abzusagen, die vom 15. Mai bis 1. Juni stattfinden sollte. "Wir bedauern es wirklich sehr, dieses über die Grenzen Regensburgs hinaus beliebte Volksfest absagen zu müssen! Wir wissen, dass diese Entscheidung gerade diejenigen vor große Herausforderungen stellen wird, die an der Dult mitwirken. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat für uns jedoch absoluten Vorrang", so Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) in einer Mitteilung der Stadt.

23.03.20, 14:40 Uhr: BRK Regensburg sucht Helfer

Das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Regensburg, sucht freiwillige Helferinnen und Helfer mit medizinischer Qualifikation für den Landkreis und die Stadt Regensburg. Diese sollen sich bitte beim BRK Kreisverband Regensburg melden. Dort müssen sie ihre Qualifikation nachweisen und werden registriert.

23.03.20, 12:30 Uhr: 70 Pizzen für Mitarbeiter des Amberger Klinikums

Das Klinikum St. Marien freut sich über eine Pizza-Spende einer Amberger Pizzeria. Die L’Osteria brachte 70 Pizzen am Sonntag für die Mitarbeiter als Dankeschön, teilt eine Sprecherin des Klinikums heute mit. In den Pizza-Schachteln stand mit roter Handschrift "Grazie für eure Einsatz" oder "#zusammensindwirstark" in den Deckeln geschrieben. Die Mitarbeiter freuten sich, laut Sprecherin, sehr über die Wertschätzung und sehen es als Medizin für die Seele in diesen Tagen.

© Facebook/Klinikum St. Marien Amberg

In den Pizza-Schachteln stand mit roter Handschrift "Grazie für eure Einsatz" oder "#zusammensindwirstark" in den Deckeln geschrieben.

23.03.20, 11:30 Uhr: Zwei weitere Todesfälle im östlichen Fichtelgebirge

Für das östliche Fichtelgebirge meldet das Robert Koch-Institut auf seiner Homepage zwei weitere Todesfälle – je einen im Landkreis Tirschenreuth und einen im Landkreis Wunsiedel. Damit steigt die Zahl der an Corona verstorbenen Patienten in den beiden Landkreisen jeweils auf zwei.

23.03.20 8:51 Uhr: Tirschenreuth bayernweit am stärksten betroffen

Über das Wochenende hat sich die Zahl der Coronafälle im Landkreis Tirschenreuth auf 182 erhöht. Die Corona-Infizierten in Mitterteich stiegen auf insgesamt 71 an, das teilt das Landratsamt Tirschenreuth am Sonntagabend mit. Mitterteich bleibt damit Corona Schwerpunkt im Landkreis Tirschenreuth.

Am Samstag wurde in Tirschenreuth durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns eine mobile Abstrichstation, ein sogenanntes "Drive-Through-Verfahren", aufgebaut. Organisiert und unterstützt wurde diese Aktion durch das Gesundheitsamt, das BRK, die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei. Es wurden hier rund 500 vorgeladene Personen (in der Regel Kontaktpersonen) getestet, die Ergebnisse liegen noch nicht vor, so heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Der Landkreis bittet zudem den Freistaat Bayern um Hilfe, im Kampf gegen Corona. Landrat Wolfgang Lippert: "Wir können nur gemeinsam diese Herausforderung meistern, jeder muss mithelfen und sich an die Regeln halten. Nur so lässt sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. Der tiefe Einschnitt ist notwendig, um die Gesellschaft, insbesondere Ältere und Bürger mit Vorerkrankungen, vor dem Virus zu schützen."

Laut dem Robert Koch-Institut gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona im Landkreis Tirschenreuth. Insgesamt sind damit im Landkreis bereits zwei Menschen an dem Virus gestorben. Der Landkreis ist dem RKI zufolge prozentual gesehen der am stärksten von Corona-Infektionen betroffene Landkreis in Bayern.

22.03.20 16:10 Uhr: 14 neue Fälle im Landkreis Neustadt (NEW)

Seit gestern gingen 14 positive COVID-19-Testergebnisse von Personen aus dem Landkreis Neustadt beim Gesundheitsamt ein. Es gibt damit nun insgesamt 30 bestätigte Fälle über den ganzen Landkreis verteilt. Drei Personen werden stationär behandelt, alle anderen sind in häuslicher Quarantäne. Die jeweiligen Kontaktpersonen der neuen Fälle werden über das Gesundheitsamt ermittelt.

22.03.20 16:05 Uhr: Sieben neue Corona-Fälle am Sonntag in SAD

Im Landkreis Schwandorf sind am Sonntag bislang sieben weitere Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Das meldet das Landratsamt. Die Zahl der positiv getesteten Personen ist damit auf 39 angestiegen.

22.03.20 12:10 Uhr: Zeltstraße am Klinikum Weiden zur Vorkontrolle

Das Lagezentrum des Katastrophenschutzes Neuhaus hat in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Weiden eine Zeltstraße zwischen dem Augustinerseminar und der Notaufnahme geplant. Die Zeltstraße am Klinikum ist der Notaufnahme vorgelagert. Sie dient zur Vorsichtung der Patient/-innen die in der Notaufnahme ankommen, um CoVid-19-Verdachtsfälle und –Erkrankte und alle anderen Notfälle zu untersuchen und der entsprechenden Behandlung zuzuführen. Damit wird die reguläre Notaufnahme entlastet. Der Betrieb der Zeltstraße wird ab Montag, 23.03.2020 ab 8:00 Uhr aufgenommen.

22.03.20 8:15 Uhr: Verstoß gegen Ausgangssperre in Mitterteich

In der zweiten Nacht seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern hat es in der Oberpfalz doch einige Verstöße gegeben. Ausgerechnet in Mitterteich im Landkreis Tirschenreuth, wo es wegen der auffälligen Häufung der Corona-Fälle schon seit einigen Tagen eine Ausgangssperre gibt, trafen sich fünf Freunde und fuhren nach Wiesau um dort eine Grillparty zu feiern. Zum krönenden Abschluss postete einer der Männer noch ein Gruppenselfie im Internet. Die Männer wurden angezeigt. Auch in Hemau Kreis im Landkreis Regensburg haben mehrere Jugendliche eine Party gefeiert. Das Treffen wurde aufgelöst. Alle müssen mit Bußgeldern rechnen. Insgesamt aber seien die Bürger weitgehend vernünftig und würden die Ausgangsbeschränkungen einhalten, hieß es seitens der Polizei.

    21.03.20, 15:21 Uhr: Kühle Witterung begünstigt Einhaltung der Regeln

Auch heute -tagsüber- haben sich die Menschender Oberpfalz bisher weitgehend an die Ausgangsbeschränkungen gehalten, die seit Mitternacht in Kraft sind, sagt die Polizei. Grösserer Andrang herrschte allerdings weiter in den Supermärkten, hier sei es oft schwierig die nötige Distanz zu wahren. In den Straßen und öffentlichen Plätzen seien bisher jedoch nur noch vereinzelt Gruppen anzutreffen, die ermahnt bzw. aufgelöst werden müssen. Hier mag auch sich das schlechtere Wetter günstig auswirken, so ein Polizeisprecher. Die Polizei fahre immer wieder Streife und habe auch Unterstützung von der Bundespolizei. Allerdings gehen laut Polizei nach wie vor jede Menge Notrufe ein, nicht etwa weil es sich tatsächlich um Notfälle handelte, sondern weil die Anrufer bestimmte Details zu den Ausgangsbeschränkungen wissen wollten, also ob man dies oder jenes noch tun dürfe. Die Polizei bittet deshalb die Bürger bei solchen Fragen nicht die 110 zu wählen, weil der Notruf dann für echte Notfälle blockiert sei. Man könne sich im Internet informieren, auf der Seite der Bayerischen Staatsregierung unter bayern.de. Ansonsten verweist die Polizei auch auf die jeweiligen Bürgertelefone der Sicherheits- bzw. Gesundheitsbehörden. (Bürgertelefon zum Thema Coronavirus 089/12 22 20 (Mo-Do 8-18 Uhr,  Fr 8-16 Uhr) Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege 09131/6808-5101 (Mo-Fr 8-17 Uhr, Sa/So 10-16 Uhr)

21.03.20, 15:11 Uhr: 32 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf sind laut Landratsamt am Samstag bislang acht weitere Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Die Zahl der positiv getesteten Personen ist damit auf 32 angestiegen.Zwei der acht neuen Patienten werden stationär behandelt. Zum Teil sind zahlreiche Kontaktpersonen zu ermitteln. Im Moment befinden sich im Landkreis insgesamt 250 Kontaktpersonen in Quarantäne. Weitere Hinweise auf der Landkreishomepage oder direkt über https://corona.landkreis-schwandorf.de

21.03.20, 14:30 Uhr: Weitere Corona-Fälle im Landkreis Neustadt NEW

Nachdem gestern im Landkreis Neustadt an der Waldnaab keine neuen Fälle dazu kamen, seien heute sechs neue positive COVID-19-Testergebnisse von Personen aus dem Landkreis Neustadt beim Gesundheitsamt eingegangen. Wie das Landratsamt mitteilt, gibt es damit nun insgesamt sechzehn Fälle über den ganzen Landkreis verteilt. Eine Person werde stationär behandelt, alle weiteren sind in häuslicher Quarantäne.Die jeweiligen Kontaktpersonen der neuen Fälle werden über das Gesundheitsamt ermittelt.

21.03.20, 11:30 Uhr Bürgertelefon von Amberg unter 10-9999 erreichbar

Die Stadt Amberg hat unter der Telefonnummer 09621 10-9999 ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist Montag bis Freitag von 8 bis 15:30 Uhr und am Wochenende von 10 bis 15:30 Uhr erreichbar. Nur am heutigen Samstag, 21. März 2020, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 12 bis 15:30 Uhr am Telefon präsent. Am Bürgertelefon werden ausschließlich allgemeine, nicht medizinische, Fragen beantwortet. Bei medizinischen Fragen wenden sich die Bürgerinnen und Bürger weiterhin an die Nummer 116 117 oder an die Hotline des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 09131/6808-5101. Weitere Informationen, Antworten auf die häufigsten Fragen, wichtige Telefonnummern und die Allgemeinverfügungen der Staatsregierung veröffentlicht die Stadtverwaltung zusätzlich auf der Internetseitewww.amberg.de/corona.

21.03.20, 8:00 Uhr: Oberpfälzer blieben zuhause

Nach Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen durch Bayerische Staatsregierung hat die Polizei nach der ersten Nacht für die Oberpfalz eine positive Bilanz gezogen. Die Menschen sind offenbar weitgehend vorschriftsgemäß zu Hause geblieben. "Keine besonderen Vorkommnisse", hieß es heute Morgen vom Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Die Menschen haben sich offenbar weitgehend an die Ausgangsbeschränkungen gehalten, die seit Mitternacht (Samstag 0:00) in Kraft getreten sind. Die Polizei sei immer wieder Streife gefahren, in der Oberpfalz habe es lediglich drei Verstöße gegeben, wo die Beamten größere Grüppchen auflösen und die Leute nach Hause schicken mussten. Allerdings, so ein Sprecher, seien jede Menge Notrufe eingegangen, nicht etwa weil es sich tatsächlich um Notfälle handelte, sondern weil die Anrufer bestimmte Details zu den Ausgangsbeschränkungen wissen wollten; also ob man dies oder jenes noch tun dürfe. Die Polizei bittet deshalb die Bürger bei solchen Fragen nicht die 110 zu wählen, weil der Notruf dann für echte Notfälle blockiert sei. Man könne sich u.a. im Internet informieren z.B. auf der Seite der Bayerischen Staatsregierung unter www.bayern.de . Die Polizei verweist auch auf die jeweiligen Bürgertelefone der Sicherheits- bzw. Gesundheitsbehörden. (Bürgertelefon zum Thema Coronavirus 089/12 22 20 (Mo-Do 8-18 Uhr,  Fr 8-16 Uhr) Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege 09131/6808-5101 (Mo-Fr 8-17 Uhr, Sa/So 10-16 Uhr)

20.03.20, 19:05 Uhr: Bisher 6.000 Anträge auf Soforthilfe

Bei der Regierung der Oberpfalz sind bis Freitag 6.000 Anträge von Unternehmen auf Soforthilfe eingegangen. Bislang seien 250 Anträge bearbeitet und 1,8 Millionen Euro ausgezahlt worden, teilt die Bezirksregierung mit. Um die anderen Anträge möglichst schnell zu bearbeiten, habe man eine Task-Force gegründet, die auch über das Wochenende im Einsatz sein wird. Regierungspräsident Axel Bartelt warnt allerdings vor „Trittbrettfahrern, die sich in dieser Notsituation wirtschaftlich bereichern wollen“. Soforthilfe gebe es nur für Unternehmer in existenzbedrohlichen Situationen und bei massiven Liquiditätsengpässen, die unmittelbar durch die Corona-Pandemie ausgelöst worden seien. Bewusst falsche Angaben würden entsprechend geahndet, warnt der Regierungspräsident.

20.03.20, 18:48 Uhr: Erster Corona-Todesfall in der Oberpfalz

In der Oberpfalz gibt es den ersten bestätigten Corona-Todesfall. Das hat das Bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend offiziell bestätigt. Es handelt sich dabei um einen 85-Jährigen aus dem Landkreis Tirschenreuth, der mit dem neuartigen Coronavirus infiziert war. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

20.03.20, 17:59 Uhr: Teublitzer Pfarrer muss Umzug absagen

Der Pfarrer von Teublitz im Landkreis Schwandorf muss seine für die kommenden Sonntage geplante öffentliche Aktion zum Ersatz des Gottesdienstes absagen. Er wollte mit vier Begleitern betend durch die Straßen seiner Pfarrei ziehen und die Menschen an den Fenstern und Türen ihrer Häuser mit einer geweihten Hostie in einer Monstranz segnen. Nach der am Freitag von der bayerischen Staatsregierung verfügten Ausgangsbeschränkung könne die "Sonntagsaktion in Zeiten von Corona" jetzt aber nicht stattfinden, erklärte Pfarrer Michael Hirmer.

20.03.20, 15:47 Uhr: Sonntagsmesse aus dem Regensburger Dom im Internet

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer feiert am kommenden Sonntag, dem 4. Fastensonntag, eine Heilige Messe im Regensburger Dom. Der Gottesdienst ist nicht öffentlich, wird aber ab 10 Uhr live im Internet und im Lokalfernsehen übertragen. Pfarrer Christian Burkhardt, Leiter der Gehörlosenseelsorger, übersetzt während des Gottesdienstes alle Texte simultan in Gebärdensprache.

20.03.20, 14.35 Uhr: Falschmeldung sorgt für Verwirrung

In Neutraubling im Landkreis Regensburg sorgt eine Falschmeldung für den ortsansässigen Globus-Baumarkt für Verwirrung. Laut Polizei sei eine Postwurfsendung im Umlauf, in der steht, dass der Markt am Sonntag geöffnet und spezielle Angebote, wie zum Beispiel Toilettenpapier und haltbare Lebensmittel, bewerben würde. Hierbei handle es sich um eine Falschmeldung eines Unbekannten, so ein Sprecher der Polizei. Die Beamten prüfen derzeit einen Verstoß nach dem Bayerischen Pressegesetz und versuchen den Urheber zu ermitteln.

20.03.20, 13.50 Uhr: Allgemeinverfügung in Amberg ignoriert

Trotz der vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege eingesetzten Allgemeinverfügung gab es laut Polizei mehrere Verstöße. Eine Gaststätte in der Amberger Innenstadt soll die Regelungen missachtet haben. Der Gaststättenbetrieb sei nach einer Belehrung durch die Polizeibeamten daraufhin eingestellt und gemäß der Allgemeinverfügung angepasst worden. Außerdem gingen Teile der Bevölkerung arglos mit der geltenden Allgemeinverfügung um. Wie die Amberger Polizei berichtete, mussten mehrere Plätze von Beamten geräumt werden. Aufgrund der besonderen Lage wird die örtliche Polizei in Amberg von der Bereitschaftspolizei unterstützt.

20.03.20, 12.30 Uhr: Geschäftemacherei mit Desinfektionsmitteln

In Aschach im Landkreis Amberg-Sulzbach sind am Donnerstag zwei 23 und 20 Jahre alte Frauen von Haus zu Haus gezogen und haben versucht, unter Verweis auf einen Auftrag einer Apotheke oder auch auf eine christliche Gemeinde aus Nürnberg Desinfektionsmittel in 200-ml-Fläschchen zu verkaufen - für 15 Euro das Stück. Erfolg hatten sie dabei offensichtlich nicht. Allerdings wurde die Polizei informiert, die das Pärchen dann etwas später in der Amberger Innenstadt kontrollierte. 20 Sprühflaschen wurden gefunden. Wie sich herausstellte, waren solche Desinfektionsmittel tatsächlich von einer Amberger Apotheke ordnungsgemäß gemischt und an Bekannte der Frauen verkauft worden, für zehn Euro. Die Fläschchen wurden sichergestellt. Außerdem gibt es Verfahren.

20.03.20, 11.05 Uhr: Polizei löst Pizza-Party in Freystadt auf

Eine Gruppe von acht Jugendlichen hat sich nach Angaben der Polizei am Donnerstagabend an einer Bushaltestelle in Freystadt versammelt. Die Jugendlichen unterhielten sich und aßen Pizza, wobei der zum Infektionsschutz vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander deutlich unterschritten wurde. Polizeibeamte sprachen die Gruppe an. Die Jugendlichen zeigten sich zunächst uneinsichtig, letztendlich aber doch kooperativ. Die Beamten belehrten die Jugendlichen und übergaben sie an ihre Eltern.

19.03.20, 18.46 Uhr: Viele Neu-Infektionen im Kreis Tirschenreuth

Im Landkreis Tirschenreuth nimmt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter stark zu. Am Nachmittag registrierten die Behörden 62 bestätigte Corona-Fälle. Das gab das Landratsamt am Abend in einer gemeinsamen Meldung mit dem Polizeipräsidium Oberpfalz bekannt. Das ist eine Zunahme um mehr als 30 Prozent innerhalb eines Tages. Der Schwerpunkt der Infektionen liegt weiterhin in Mitterteich. Gestern belief sich die Zahl der Infizierten im Landkreis noch auf 47.

19.03.20, 18.10 Uhr: Uniklinik Regensburg verbietet ab Samstag alle Besuche

Am Universitätsklinikum Regensburg sind ab Samstag keine Patientenbesuche mehr erlaubt. Man habe sich entschlossen, die bisherigen Besuchsregelungen auf unbestimmte Zeit außer Kraft zu setzen, um höchstmöglichen Infektionsschutz für Patienten und Mitarbeiter zu gewährleisten, teilt die Klinik mit. Bislang setzte die Klinik die Anweisung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege um, wonach jeder Patient nur einen Besucher für maximal eine Stunde am Tag empfangen durfte. Auch künftig soll es jedoch Ausnahmen vom Besuchsverbot geben, und zwar für Angehörige von Palliativpatienten, Schwerstkranken, gebrechlichen oder dementen Patienten.

19.03.20, 17.09 Uhr: Polizei kritisiert zahlreiche Verstöße gegen Corona-Regeln

Die Oberpfälzer Polizei registriert zahlreiche Verstöße gegen die seit Montag geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den Coronavirus. Alleine am Mittwoch habe es in der Oberpfalz 50 derartige Polizeieinsätze gegeben, berichtet das Polizeipräsidium Oberpfalz. Beispielsweise hätten Gaststättenbetreiber sich nicht an die neuen, eingeschränkten Öffnungszeiten gehalten. Außerdem habe die Polizei mehrfach Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsene auf Sport- und Fußballplätzen und Parks angetroffen. Um die Ausbreitung von Corona zu verhindern, sind in Bayern unter anderem Versammlungen untersagt, Freizeiteinrichtungen geschlossen und die Öffnungszeiten von Gaststäten limitiert. Bei Verstößen gegen diese Regelungen handle es sich um Straftaten, die mit Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden können, betont die Polizei.

19.03.20, 10.48 Uhr: Feiernde Jugendliche beschäftigen die Polizei

Trotz der geltenden Regelungen zu Versammlungen hat eine Gruppe von etwa zehn Jugendlichen in Neumarkt in der Oberpfalz gestern Abend gefeiert. Als Polizisten eintrafen, flüchtete ein Teil der Feiernden. Vier Jugendliche, die am Feierort blieben, wurden von den Beamten noch einmal auf die aktuelle Situation hingewiesen, zeigten sich aber - so die Polizei - "uneinsichtig". Alle verwiesen darauf, dass niemand von ihnen Krankheitssymptome zeige. Weil auch ein eindringlicher Appell der Polizisten an die Vernunft der Jugendlichen nicht half, gab es Platzverweise. Die Polizei weist deshalb noch einmal darauf hin, dass ein solches Verhalten nach dem Infektionsschutzgesetz als Straftat verfolgt und konsequent angezeigt wird.

18.03.20, 14.25 Uhr: Polizei warnt vor Betrügern an der Haustür

Im Landkreis Tirschenreuth sind falsche Gesundheitsamt-Mitarbeiter unterwegs. Davor warnen Landratsamt und Polizei. Die Betrüger geben vor, Wohnungen desinfizieren zu müssen oder die Hygiene-Umstände in Haushalten zu überprüfen. So verschaffen sie sich Zugang zu Privatwohnungen. Das Landratsamt betont, dass das Gesundheitsamt keine solchen Maßnahmen durchführt und man diese Personen auf keinen Fall ins Haus lassen sollte. Auch zu zweifelhaften Spendenaktionen sei es bereits gekommen, erklärt das Landratsamt weiter. Betrüger fordern an Haustüren relativ hohe Geldbeträge – angeblich für Desinfektionsmittel. Dieses Geld wird dann aber keinem guten Zweck zugeführt. Auch vor diesen Betrügern warnen Landratsamt und Polizei Tirschenreuth ausdrücklich.

18.03.20, 13.20 Uhr: Mundschutzpflicht im Nachbarland

Das Nachbarland Tschechien macht den Mundschutz zur Pflicht. Ab Mitternacht dürfen Menschen nicht mehr ohne Mundschutz in den öffentlichen Raum gehen. Diese Regelung hat die Regierung am Mittwochmorgen beschlossen. Weil es in Tschechien allerdings einen akuten Mangel an Schutzmasken gibt, dürfen die Menschen Mund und Nase ersatzweise auch mit einem Tuch oder Schal bedecken.

18.03.20, 12.15 Uhr: Weitere Corona-Fälle im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt sind nun sieben neue Coronavirus Infektionen bestätigt worden. Dabei handelt es sich überwiegend um Kontaktpersonen früherer bestätigter Infektionsfälle. Damit sind es nun 19 bestätigte Fälle im Landkreis.

18.03.20, 6.55 Uhr: Einkaufshilfe jetzt auch in Wackersdorf

Um ältere und vorerkrankte Menschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, erledigen in Wackersdorf jetzt auch der Burschenverein "Glück auf" und die Nachbarschaftshilfe auf Wunsch Einkäufe. Bürger, die keine anderen Helfer haben, können zweimal pro Woche telefonisch Bestellungen durchgeben, die dann am Folgetag geliefert werden - auch ohne Kontakt, wenn gewollt: Dann werden die Einkäufe einfach vor die Tür gestellt.

17.03.20, 18.10 Uhr: Ambulanzen am UKR reduzieren Sprechstunden

Mit Blick auf den erwarteten Anstieg von Covid-19-Erkrankungen in Ostbayern reduziert das Universitätsklinikum Regensburg jetzt seine Terminbestellungen in weiteren Ambulanzen. Wie das UKR zugleich mitteilte, sollen Ressourcen geschont werden – auch weil man bayernweit aktuell bereits die die meisten Coronavirus-Tests durchführe. 300 waren es den Angaben zufolge allein heute. Die Zahnmedizinischen Kliniken hatten ihre Patientenversorgung zuletzt bereits stark eingeschränkt. Nun reduzieren auch die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, die Klinik und Poliklinik für Dermatologie sowie die Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ihre ambulanten Sprechstunden. Eine Notfallversorgung wird aber gewährleistet.

17.03.20, 17.03 Uhr: Neue Corona-Fälle in und um Amberg

Die Stadt Amberg meldet zwei bestätigte Corona-Fälle im Stadtgebiet sowie jetzt 15 im Landkreis Amberg-Sulzbach. Rund 60 Kontaktpersonen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Außerdem wurde bekanntgegeben, dass beide Wertstoffhöfe ihren Betrieb vorläufig bis zum 4. April einstellen. Die Müllabfuhr findet aber statt.

17.03.20, 16.56 Uhr: Corona-Fall im Lkr. Neustadt an der Waldnaab

Auch der Landkreis Neustadt an der Waldnaab hat jetzt den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem Corona-Virus. Wie das Landratsamt mitteilte, handelt sich um einen 46-jährigen Mann, der keine wesentlichen Krankheitssymptome aufweist. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen. Der Betroffene steht unter häuslicher Quarantäne.

17.03.20, 16.55 Uhr: Öffentliche Durchsagen in Mitterteich

Nach dem gehäuften Auftreten von Corona-Fällen in Mitterteich (Lkr. Tirschenreuth) wird es am Abend öffentliche Durchsagen geben. Dazu fährt die Feuerwehr alle Straßen ab. Außerdem werden Infozettel zum richtigen Verhalten an alle Haushalte verteilt. Das Landratsamt weist darauf hin, dass sämtliche sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum zu beschränken sind. Eine Ausgangssperre gibt es jedoch nicht.

17.03.20, 11.43 Uhr: Tschechien verlängert Grenzkontrollen bis 4. April

Die tschechische Regierung verlängert aus Corona-Vorsorgegründen ihre Grenzkontrollen nunmehr bis zum 4. April, Mitternacht. Das hat der Bezirk Oberpfalz bekannt gegeben. Es werden Kontrollen über die gesamte Länge der Binnengrenzen der Tschechischen Republik zu Deutschland und Österreich durchgeführt. Die bisherigen Regelungen für Grenzpendler gelten demnach fort.

17.03.20, 08.55 Uhr: Deutsche Landwirte dürfen zu ihren Grundstücken nach Tschechien

Deutsche Landwirte, die Grundstücke in Tschechien besitzen, dürfen über die Grenze fahren. Diese bislang offene Frage, die etliche ostbayerische Landwirte umgetrieben hat, weil die Aussaat ansteht, ist nun geklärt. Wie Markus Meinke vom Bezirk Oberpfalz mitteilt, dürfen die Landwirte die tschechische Grenze überqueren, wenn sie einen Eigentumsnachsweis (z.B. Grundbuchauszug) vorlegen können. Als Ersatz dafür gilt auch eine Bestätigung des zuständigen tschechischen Bürgermeisters. Außerdem müssen die Landwirte die Notwendigkeit ihrer Tätigkeit, eben zum Beispiel die Aussaat, belegen. Die Landwirte dürfen aber nur über die offiziell ausgewiesenen Straßengrenzübergänge fahren, die derzeit für Übertritte geöffnet sind. Grenzüberschreitende Feld-und Waldwege oder Nebenstraßen zu nutzen, ist untersagt, Verstösse werden von den tschechischen Behörden streng geahndet.

Diese Warnung gilt auch für Freizeitsportler, die die grenzüberschreitenden Rad-und Wanderwege keinesfalls nutzen dürfen. Der Oberpfälzer Bezirkstagspräsident Franz Löffler bittet darum, diese Regelungen zu beachten und von Grenzübertritten außerhalb der festgelegten Übergangsstellen abzusehen, um Komplikationen mit den tschechischen Behörden zu vermeiden

17.03.20, 7.25 Uhr: US-Großübung in Grafenwöhr abgesagt

Die von den USA geführte, internationale Militärübung "Defender Europe 20" ist wegen der Corona-Epidemie eingestellt worden. Damit entfallen auch die in Deutschland vorgesehenen Übungsanteile auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz. "Defender Europe 20" wurde Anfang März gestartet und war als größte Übung zur Verlegung von US-Streitkräften seit 25 Jahren geplant. Dabei sollten insgesamt 20.000 Soldaten aus den USA nach Europa geschickt werden.

17.03.20, 6.00 Uhr: Kirchen im Bistum Regensburg bleiben offen

Das Bistum Regensburg hat seine Pfarrer angewiesen, die Kirchen trotz des am Monat ausgerufenen Katastrophenfalls offenzuhalten. Die Gläubigen sollten in den Gotteshäusern Gelegenheit haben "zum persönlichen und stillen Gebet“, schreibt der Regensburger Generalvikars Michael Fuchs an die Seelsorger im Bistum. Die Priester sollten zwar weiterhin Gottesdienst feiern, "jedoch nur noch ohne Öffentlichkeit“, heißt es weiter.

Kirchliche Beisetzungen und Taufen könnten nur noch im engsten Familienkreis stattfinden, bei Trauungen dürfen nur noch die Brautleute und die Trauzeugen dabei sein. Zum Umgang mit Sonntagsmessen und den kommenden Ostertagen will die Diözese am Mittwoch eine Anordnung herausgeben.

16.03.20, 17.20 Uhr: Häufung von Corona-Fällen im Landkreis Tirschenreuth

Das Landratsamt Tirschenreuth schlägt Alarm. Tests vom Wochenende hätten ergeben, dass es im Raum Mitterteich eine Häufung von Corona-infizierten Personen gibt. Allein dort habe man 15 Fälle festgestellt. Es bestehe aber Grund zur Annahme, dass die Menschen sich der Gefahr nicht bewusst sind und die Lage nicht ernst nehmen, so ein Sprecher. Es werden hiermit alle Bürger noch einmal dringend aufgefordert, unnötige Kontakte zu vermeiden, damit die Ausbreitung verlangsamt werden kann, hieß es. Insgesamt sind laut Landratsamt im Landkreis Tirschenreuth derzeit 30 Coronafälle festgestellt worden.

16.03.20, 9.40 Uhr: Drei weitere Infektionen im Landkreis Neumarkt

Zu den bislang vier Fällen einer bestätigten Corona-Infektion im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz sind über das Wochenende drei weitere hinzugekommen. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Damit sind es nun sieben Fälle im Landkreis.

15.03.20, 11.50 Uhr: Zehn bestätigte Fälle in Regensburg

Zu den sieben Personen kommen ab Samstagabend (14.03.2020) weitere drei neue Corona-Fälle hinzu. Das gab die Stadt Regensburg am Sonntag in einer Mitteilung bekannt. Es handelt sich um drei Frauen (14, 50 und 59 Jahre alt) aus Regensburg. Die Infizierten sind gesundheitlich stabil, sodass sie ambulant behandelt werden können und unter häuslicher Quarantäne stehen.

15.03.20, 09.00 Uhr: Drei weitere Fälle im Landkreis Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf ist die Zahl der positiv getesteten Personen auf zehn angestiegen. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Bei zwei Infektionen handelt es sich um Familienmitglieder eines gemeldeten Falls aus dem Gemeindebereich Schmidgaden. Die betroffenen Personen befanden sich bereits in häuslicher Quarantäne.

Ein weiterer Fall betrifft eine 27-jährige Frau aus Schwandorf. Sie war mit dem Zug in Zermatt in der Schweiz. Die Kontaktpersonen, die sich in diesem Falle überwiegend außerhalb des Landkreises befinden, wurden ermittelt und unter häusliche Quarantäne gestellt, so das Landratsamt.

14.03.20, 12.06 Uhr: Mann aus der Oberpfalz an Corona erkrankt

Am Klinikum Bayreuth gibt es einen an Covid-19 erkrankten Patienten. Ein Test im eigenen Labor verlief positiv. Das teilte das Klinikum Bayreuth gemeinsam mit dem Gesundheitsamt mit. Der Mann aus der Oberpfalz hat derzeit leichte Symptome. Er ist isoliert in einem speziellen Bereich auf einer Pflegestation untergebracht. Für ihn gelten alle Hygiene- und Quarantäne-Maßnahmen, die für einen solchen Fall vorgesehen seien, so das Klinikum.

13.03.20, 16.43 Uhr: Sieben Corona-Fälle in Regensburg

In der Stadt Regensburg gibt es inzwischen sieben Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Dabei handelt es sich um einen 61-jährigen Mann sowie um eine 41-jährige Frau, ein Ehepaar im Alter von 51 und 48 Jahren und einen 47-jährigen Vater mit seinen zwei Kindern (ein siebenjähriger Junge und eine 14-jährige Tochter). Alle Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Auf Anordnung der Staatsregierung wird auch die Stadt sämtliche Schulen, Kindergärten und -horte bis zum Ende der Osterferien schließen. An den entsprechenden Standorten werden aber Notfallgruppen eingerichtet, in denen ausschließlich Kinder betreut werden, deren Eltern in Berufen der "kritischen Infrastruktur" arbeiten, konkret: in Krankenhäusern, bei der Polizei, Feuerwehr, als Rettungskräfte. Auch hier gilt: Die Kinder müssen gesund sein. Verboten bleiben Veranstaltungen zwischen 500 und 1.000 Menschen. Bei einer Veranstaltung mit über 100 Personen muss der Organisator eine Risikobewertung nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts abgeben.

In den Bussen der Regensburger Verkehrsbetriebe ist kein Direktkauf mehr möglich. Außerdem wird der Fahrplan umgestellt: Busse fahren ab sofort nach dem Fahrplan an schulfreien Tagen. Auch die Stadtverwaltung stellt sich auf Arbeiten im Homeoffice ein: So sollen Laptops und entsprechende Verwaltungslizenzen angeschafft werden. Die Kosten dafür liegen zwischen 300.000 und 500.000 Euro belaufen. Unter anderem sei die Umstellung nötig, da rund 800 Mitarbeiter der Stadtverwaltung zur Risikogruppe gezählt werden können. Da im bisherigen Sitzungssaal des Stadtrats der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, der zur Vermeidung einer Infektion vorgeschlagen wird, werden die nächsten Sitzungen des Stadtrats in die Veranstaltungsräume des Jahnstadions verlegt.

Für Gewerbetreibende und Veranstalter, die im Zuge der Absagen wegen des Corona-Virus finanzielle Einbußen haben, stellt die Stadt ihre Unterstützung in Aussicht. "Allerdings werden wir die finanziellen Verluste nicht vollkommen ausgleichen können", sagt Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD).

Ab Samstag, 14. März, wird das Museum der Bayerischen Geschichte am Regensburger Donaumarkt bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Außerdem schließen ab Montag, 16. März das Westbad und das Hallenbad in Regensburg und stehen weder für die Öffentlichkeit noch für Trainings der Vereine zur Verfügung.

13.03.20, 15.17 Uhr: Neue Details zur Grenzschließung zu Tschechien

Um Mitternacht will Tschechien seine Grenzen zu Deutschland für zunächst 30 Tage schließen. Offen bleiben sollen nur fünf Grenzübergänge für Berufspendler: Waidhaus, Schirnding, Furth im Wald, Bayerisch Eisenstein und Philippsreut. Außerdem soll der kleine Übergang Eschlkam-Vseruby täglich von 5 Uhr bis 23 Uhr für Pendler geöffnet werden. Das sagte Markus Meinke von der Stabsstelle Region Donau-Moldau beim Bezirk Oberpfalz. Tschechische Berufspendler, die in einem Radius von 50 Kilometern von der Grenze entfernt in Bayern arbeiten, dürfen weiterhin täglich pendeln. Sie müssen dafür einen Ausweis oder Reisepass dabei haben und eine Bestätigung ihres deutschen Arbeitgebers, dass sie in Bayern innerhalb des 50-Kilometer-Radius arbeiten. Auch deutsche Geschäftsführer, die in einem tschechischen Betrieb arbeiten, sollen weiterhin nach Tschechien fahren dürfen. Welche Dokumente sie dafür brauchen, sei momentan noch offen. Auch für sie gilt jedoch der 50-Kilometer-Radius. Es gibt außerdem Ausnahmeregelungen: Der LKW-Verkehr darf weiterhin die Grenze überqueren, sagte Meinke. Auch Busfahrer, Feuerwehrleute oder Mitglieder von Rettungsdiensten dürfen über die Grenze, außerdem Fachleute für die Bekämpfung von Epidemien. Allein im Landkreis Cham arbeiten knapp 4.500 Tschechen, in der gesamten Oberpfalz sind es zwischen 11.000 und 12.000.

13.03.20, 14.52 Uhr: 21 Corona-Fälle im Kreis Cham

Der Landkreis Cham hat inzwischen 21 bestätigte Corona-Fälle. Das gab Landrat Franz Löffler in einem Pressegespräch bekannt. Das bedeute aber nicht, dass Cham stärker betroffen sei als andere Regionen, sagte Löffler. "Sondern es heißt, wir haben vielleicht mehr getestet als andere." Alle bestätigten Fälle sind in häuslicher Quarantäne. Es gebe noch keinen einzigen stationären Fall, der ins Krankenhaus eingewiesen werden musste. Trotzdem bereitet sich der Landkreis darauf vor, dass man auch Patienten mit schweren Krankheitsverläufen behandeln kann. Die Zahl der Beatmungsplätze in den drei Krankenhäusern im Landkreis wurde von 12 auf 24 verdoppelt. Zehn weitere Geräte haben die Rettungsdienste zur Verfügung gestellt. Weitere könnten im Notfall organisiert werden. Im Krankenhaus Cham ist am Mittag eine Fieberambulanz eingerichtet worden, sagte die Chefärztin Anita Breu, um Patienten mit Fieber getrennt von anderen Patienten warten zu lassen und untersuchen zu können. Ansonsten habe man einen Notfallplan ausgearbeitet: Als primäre Anlaufstelle für Patienten mit Corona wird das Krankenhaus Roding vorbereitet, in dem eine separate Station eingerichtet wird. Um die Personalversorgung zu gewährleisten, habe man Ärzte kontaktiert, die schon in Rente sind.

13.03.20, 14.31: Domspatzen Regensburg gestalten erstmal

13.03.20, 14.04 Uhr: Neustadt an der Waldnaab schließt alle Turn- und Schwimmhallen

Als Vorsichtsmaßnahme schließt der Landkreis Neustadt an der Waldnaab alle kreiseigenen Turn- und Schwimmhallen ab 16. April. Das hat das Landratsamt soeben mitgeteilt. Betroffen sind die Schwimmhallen in Neustadt an der Waldnaab, Vohenstrauß und Eschenbach sowie die Gymnasium- und Realschulturnhalle in Neustadt an der Waldnaab und die Mehrzweckhalle Eschenbach.

13.03.20, 12.20 Uhr: Corona-Task-Force in Neumarkt

Das Klinikum Neumarkt hat eine Corona-Task-Force eingerichtet. Ärzte aus verschiedenen Abteilungen, die Leitung des Pflegedienstes und der Krankenhaushygiene treffen sich mehrmals in der Woche, um die aktuelle Lage zu bewerten und das weitere Vorgehen zu besprechen. Das Notfallzentrum der Klinik hat aufgerüstet und verfügt nun über einen separaten Eingang für Coronaverdachtsfälle. In einem abgetrennten Bereich stehen sechs Isolationszimmer zur Verfügung, vier davon mit spezieller Schleuse. Die Kapazität der Intensivstation beträgt 22 Beatmungsplätze im Einbettzimmer.

Auch am Landratsamt Neumarkt gibt es eine Koordinierungsgruppe „Coronavirus“. Deren wesentliche Aufgabe ist die Ermittlung der Kontaktpersonen, deren Risikobewertung und die Einleitung der erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung einer Weiterverbreitung. Testungen auf Coronavirus seien in der Regel nur bei Fällen gemäß Verlaufsschema des Robert-Koch-Institutes sinnvoll, so das Landratsamt Neumarkt. Daher werden nur Menschen getestet, bei denen die Notwendigkeit von einem Arzt festgestellt wurde. Massen- oder Reihentestungen seien nicht dazu geeignet den Schutz der Bevölkerung weiter zu verbessern, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts. Der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz zählt derzeit noch zu den eher gering belasteten Gebieten in Bayern.

13.03.20, 12.17 Uhr: Amerikanische Streitkräfte in der Oberpfalz reagieren auf Corona-Entwicklung

Die amerikanischen Streitkräfte in Ostbayern haben erste Maßnahmen als Reaktion auf die Ausbreitung des Corona-Virus in der Region getroffen. Das hat der Bayerische Rundfunk auf Nachfrage erfahren. So wurden alle Angehörigen der Streitkräfte angewiesen, innerhalb der nächsten 60 Tage auf Reisen zu verzichten. Dies umfasst auch die Heimreise von Soldaten in die USA. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass der Umfang der amerikanischen Streitkräfte an der derzeit laufenden Übung Defender Europe 2020 reduziert wird. Spezielle Handlungsanweisungen oder Überlegungen zur Schließung der Übungsplätze in Grafenwöhr und Hohenfels gebe es bislang nicht, hieß es weiter. Man werde aber die Situation im Auge behalten und bei Bedarf in Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden entscheiden.

13.03.20, 12.10 Uhr: Weitere Corona-Fälle im Landkreis Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf sind zwei weitere Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Die Zahl der positiv getesteten Personen sei damit auf sieben angestiegen., so das Landratsamt Schwandorf.

Es handele sich um einen 55-jährigen Mann aus Teublitz, der in Südtirol war. Er befinde sich aktuell mit seiner Frau in häuslicher Quarantäne und wird ambulant behandelt. Betroffen ist auch ein 42-jähriger Mann aus dem Gemeindebereich Schmidgaden, der sich vermutlich in der Arbeit angesteckt hat. Dieser Patient befindet sich derzeit stationär im Klinikum Amberg. Bei drei Familienmitgliedern wird auf das Testergebnis gewartet. In beiden Fällen läuft die Ermittlung weiterer Kontaktpersonen. Die Kindertagesstätte in Schmidgaden blieb aus Vorsorgegründen bereits heute geschlossen.

13.03.20, 10.50 Uhr: Schulausfall sorgt für Betreuungsprobleme

Durch den Schulausfall in den nächsten Wochen stehen viele Eltern vor der Frage der Kinderbetreuung. Firmen, wie zum Beispiel das Mode- und Möbelhaus Frey, sind sich dieser Problematik bewusst. Das Unternehmen ist jedoch zuversichtlich, dass seine Filialen in Cham, Schwandorf und Marktredwitz geöffnet bleiben können. Man werde sicher beim Personal jonglieren müssen, etwa wenn Mitarbeiterinnen zur Kinderbetreuung frei nehmen. Das Modehaus wolle die Situation aber pragmatisch angehen, so Helmut Hager aus der Frey-Geschäftsleitung. Das Unternehmen will in den kommenden Wochen verstärkt seinen Online-Shop bewerben.

12.03.20, 17.46 Uhr: Tschechische Arbeitnehmer sind vom Grenzschließung ausgenommen

Nachdem Tschechien den Grenzverkehr aufgrund des Corona-Virus weiter einschränken will, hat die IHK in Regensburg bereits Tipps für Oberpfälzer Unternehmen heraus gegeben. Demnach seien LKW-Fahrer und die tschechischen Arbeitnehmer, die in Deutschland arbeiten nicht betroffen. Sie dürfen weiterhin über die Grenze, aber nur an den Übergängen Phillippsreut, Schirnding, Waidhaus, Furth im Wald/Schafberg, Bayerisch Eisenstein, Breitenau und Reitzenhain. Das teilt die IHK am Nachmittag mit. Weitere vier Grenzübergänge haben nur für tschechische Arbeitnehmer geöffnet, die nach Deutschland in die Arbeit wollen und sind nur mit dem Auto zu passieren. Es sind Eschlkam, Neugersdorf, Schönberg und Altenberg. Ausgenommen sind auch LKW-Fahrer im grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehr sowie Piloten und Personen, die Lebensmittel liefern. Die tschechischen Arbeitnehmer können allerdings nur passieren, wenn sie eine Bestätigung des Arbeitgebers haben, so die IHK. Laut dem Geschäftsstellenleiter in Cham für die IHK Oberpfalz/Kelheim Richard Brunner arbeiten in Oberpfälzer Unternehmen 12.000 tschechische Arbeitnehmer. 10.000 davon pendeln täglich aus dem Nachbarland in die Oberpfalz. Durch die Ausnahme des LKW-Verkehrs würden die Lieferketten zwischen Tschechien und Deutschland noch funktionieren, dennoch sei man „in großer Sorge“ so Brunner, vor allem weil sich die Situation täglich ändern könne.

12.03.20, 17.45 Uhr: Einreiseverbot ab Samstag Mitternacht

In der Nacht zum Samstag um Mitternacht treten die verschärften Einreisebedingungen in Kraft. Welche Bedingungen für deutsche Arbeitnehmer und Geschäftsleute gelten, die in Tschechien arbeiten müsse noch geklärt werden. Der tschechische Ministerpräsident Babis hatte am Mittag in Tschechien den Notstand ausgerufen, der für 30 Tage gelte. Bereits seit Montag werden Einreisende stichpunktartig kontrolliert, zum Teil wird sogar Fieber gemessen.

© Screenshot Facebook Post Travel Free in Tschechien / Rudolf Heinz

Ab Sonntag wird die Tschechische Grenze wegen der Corona-Gefahr vorläufig geschlossen.

12.03.20, 15.13 Uhr: Tschechien schließt Grenze, kilometerlange Staus an Oberpfälzer Grenze erwartet

Tschechien schließt seine Grenzen für alle Deutschen, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Die Maßnahme gelte auch für Ausländer aus Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung. Nach Informationen von BR-Reportern kommt es bereits jetzt am Grenzübergang Furth im Wald (Lkr. Cham) zu ersten Staus, offenbar wegen der stichprobenartigen Kontrollen. Sobald die Grenzen komplett dicht sind werden weitere, kilometerlange Staus erwartet.

12.03.20, 14.52: Insgesamt 17 bestätigte Corona-Fälle im Kreis Cham

Wie das Landratsamt Cham mitteilt, gibt es inzwischen 17 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis. Heute wurden neun weitere Infektionen bestätigt. Dabei handele es sich um Personen aus verschiedenen Gemeinden. Bisher war schwerpunktmäßig die Gemeinde Pemfling mit acht Fällen betroffen. Alle Infizierten hatten sich offenbar bei einem Skiurlaub in Südtirol mit dem Virus angesteckt. In Pemfling bleibt weiterhin bis 20. März das Rathaus geschlossen, teilt Bürgermeister Franz Haberl dem BR auf Nachfrage mit. Er selbst bleibe im Homeoffice, obwohl er ebenso wie der geschäftsleitende Beamte negativ auf Corona getestet wurde. Allerdings wurden drei Rathaus-Angestellte positiv auf das Virus getestet und seien derzeit in Quarantäne. Eine der Südtirol-Rückkehrerinnen hatte in der Gemeindeverwaltung gearbeitet und dabei unwissentlich Kollegen angesteckt. Die Kommunalwahl wird Pemfling trotzdem durchziehen. Die meisten Pemflinger werden ohnehin per Briefwahl wählen, von rund 1.800 Wahlberechtigten haben bereit rund 1.200 Briefwahlunterlagen beantragt.

12.03.20, 14.04 Uhr: Zwei Kindergärten im Kreis Tirschenreuth geschlossen

Wegen eines weiteren bestätigten Corona-Falls im Landkreis Tirschenreuth müssen zwei Kindergärten geschlossen werden. Das teilt das Landratsamt Tirschenreuth mit. Bei einer 37-jährigen Frau wurde das Virus nachgewiesen. Die Frau ist zu Hause isoliert, das Gesundheitsamt ermittelt derzeit Kontaktpersonen. Da die 37-Jährige im Kinderhaus "Die kleinen Hankerler" der Stadt Mitterteich beschäftigt ist, bleibt der Kindergarten bis einschließlich 23.3. geschlossen. Außerdem bestand ein Kontakt der Erkrankten mit einem Kind aus dem katholischen Kindergarten Tirschenreuth, weshalb dieser bis zum 16. März geschlossen bleibt. Inzwischen gibt es im Landkreis Tirschenreuth vier bestätigte Corona-Fälle.

12.03.20, 12.00 Uhr: Bislang keine umfangreichen Desinfektionen von Regensburger Bussen

Als Reaktion auf das sich ausbreitende Corona-Virus hält das Regensburger Stadtwerk eine regelmäßige gründliche Desinfektion seiner Busse grundsätzlich für möglich. Momentan wird diese jedoch nicht durchgeführt, wie der Sprecher der "Stadtwerk.Regensburg GmbH", Martin Gottschalk, dem BR-Studio Niederbayern/Oberpfalz sagte. Nach Dienstschluss würden die Fahrzeuge gereinigt. Allerdings sei man in Kontakt zum damit beauftragten Dienstleister und bewerte die Situation von Tag zu Tag neu. Sollte man sich entscheiden, die Busse zu desinfizieren, könnte dies jedoch nicht von "heute auf morgen geschehen", etwas Vorlauf sei nötig. Gottschalk wies aber ausdrücklich darauf hin, dass mittlerweile 100 der 120 Stadtwerke-Busse mit Hygienespendern für Fahrgäste ausgestattet sind, nachdem man vor zwei Jahren damit begonnen habe, diese nach und nach einzubauen. Außerdem hätten alle Fahrer Desinfektionsmittel dabei.

12.03.20, 8.42 Uhr: Grund- und Mittelschule in Neumarkt i. d. Opf. am Montag geschlossen.

Die Erich Kästner Grund- und Mittelschule Postbauer-Heng bleiben am Montag den 16.03. geschlossen. Das teilte das Bayerische Kultusministerium mit. Das Schulgebäude wird bei der Kommunalwahl als Wahllokal genutzt. Das Gesundheitsamt hat angeordnet, dass diese Räumlichkeiten nach der Wahl vorsorglich gereinigt werden müssen, bevor wieder Unterricht stattfinden darf.

11.03.20, 18.07 Uhr: Fünfter Corona-Fall im Landkreis Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf wurde die fünfte Person positiv auf Corvid-19 getestet. Das teilte das Landratsamt am Abend mit. Die 25-jährige Frau aus Neunburg vorm Wald ist eine Kontaktperson zu einem Corona-Fall aus dem Landkreis Cham. Für sie wurde häusliche Quarantäne angeordnet.

Außerdem teilt das Landratsamt Schwandorf mit, dass am Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach ab Donnerstag wieder alle Klassen unterrichtet werden. Auch in der Klasse 9PLc am Regental-Gymnasium in Nittenau findet ab Donnerstag wieder Unterricht statt. Geschlossen bleiben am Regental-Gymnasium die Klassen 7a und 10cp.

11.03.20, 16.30 Uhr: Heimspiele des Jahn Regensburg ohne Zuschauer

Das Heimspiel des SSV Jahn Regensburg gegen Holstein Kiel am Samstag, 14. März, wird als "Geisterspiel", also ohne Zuschauer, ausgetragen. Das hat der SSV Jahn am späten Nachmittag mitgeteilt. Zuschauer, die sich bereits Karten für das Kiel-Heimspiel gesichert hatten wird eine entsprechende Substitutionslösung angeboten. Sie können zwischen der Rückerstattung des gezahlten Betrages, der Ausstellung eines Gutscheines in entsprechender Höhe und einem Verzicht auf Rückzahlung zur Unterstützung des SSV Jahn wählen.

Neben dem Kiel-Heimspiel könnte diese Regelung womöglich auch für die zwei nächsten Heimspiele des SSV Jahn Regensburg greifen, die dann ebenfalls als "Geisterspiele" ausgetragen werden müssten. Eine endgültige Entscheidung steht hier aber noch aus, zumal dies auch einen massiven finanzwirtschaftlichen Einschnitt mit sich bringen würde, heißt es in der Mitteilung. Laut Jahn wären das für die drei kommenden Heimspiele alleine im Bereich "Ticketing & Hospitality" insgesamt 1,1 Millionen Euro. "Diese Einnahmen sind für einen Club der Größenordnung des SSV Jahn natürlich existenziell“, erklärt Jahn-Geschäftsführer Christian Keller.

11.03.20, 15.30 Uhr: Arztpraxis in Wackersdorf muss zwei Wochen schließen

Eine Arztpraxis in Wackersdorf muss für zwei Wochen geschlossen werden. Wie das Landratsamt Schwandorf mitteilt, war ein 55-jähriger Mann am Montag nach seinem Finnlandurlaub mit grippeähnlichen Symptomen in die Hausarztpraxis gekommen. Es stellte sich heraus, dass er mit Corvid-19 infiziert war. Die Praxis muss nun 14 Tage geschlossen bleiben. Der 55-Jährige wird zu Hause ambulant behandelt. Laut Mitteilung des Landratsamts gibt es noch einen weiteren Corona-Fall in Schwandorf: Eine 44-jährige Frau hatte Kontakt mit dem ersten Infizierten aus Schwandorf und wird nun ebenfalls ambulant behandelt. Insgesamt gibt es im Landkreis Schwandorf derzeit vier bestätigte Fälle.

Im Kreis Schwandorf mussten außerdem mehrere Klassen geschlossen werden, die 10a und 10b am Gymnasium in Oberviechtach und die Klasse 9 PLc am Gymnasium Nittenau. Bis einschließlich Freitag sind am Regental-Gymnasium in Nittenau die Klassen 7a und 10cp geschlossen.

11.03.20, 14.40 Uhr: Tirschenreuth richtet Corona-Testzentrum ein

Tirschenreuth richtet momentan zusammen mit dem Bayerischen Roten Kreuz ein Testzentrum ein, in dem die Kontaktpersonen des ersten Corona-Falles im Landkreis auf den Erreger hin untersucht werden. Das Teilte der Landkreis mit.

Die Kontaktpersonen des erkrankten 83-Jährigen hat der Landkreis bereits ermittelt. Sie werden nun vom Gesundheitsamt ins Testzentrum vorgeladen und auf den Virus getestet.

Menschen, die nicht vom Gesundheitsamt vorgeladen wurden, sollen nicht in das Testzentrum kommen – es finden dort keine allgemeinen Tests für die Bevölkerung statt. Wer denkt, dass er Kontakt zu einem Corona-Fall gehabt haben könnte, unter den angegebenen Symptomen leidet oder aus einem Risikogebiet zurückkehrt, soll sich weiterhin telefonisch an seinen Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden (Telefonnummer 116117).

In Zusammenhang mit der Erkrankung des Mannes im Landkreis Tirschenreuth wurde außerdem eine Arztpraxis vorsorglich geschlossen. Der Mann hatte sie vor Kurzem besucht.

Zusätzlich zum Testzentrum hat das Gesundheitsamt Tirschenreuth ein Bürgertelefon eingerichtet (09631/70760). Der Landkreis stellt auf seiner Homepage weitere Informationen zur Verfügung.

11.03.20, 14.25 Uhr: Weniger Besucher in Bäder, Kinos und Einkaufszentren

Aus Angst vor dem Corona-Virus besuchen weniger Menschen Bäder und Saunen des Stadtwerks Regensburg. Das berichtete der Sprecher des Stadtwerks Regensburg Martin Gottschalk. Genaue Zahlen wollte er allerdings nicht nennen. Auch Kinos, wie das "Neue Welt Kinocenter" in Weiden berichten von "Angst" unter den Besuchern. Manche gäben ihre Kinokarten zurück aus Sorge vor einer Ansteckung, so Kinobetreiberin Lisa Nadler. Sie lässt momentan immer einen Sitzplatz zwischen den Kinobesuchern frei, sagte sie dem BR. Bei Einkaufszentren wirkt sich die Angst vor dem Corona-Virus unterschiedlich aus.

Die "Arcaden" in Regensburg und das "NOC“ (Nordoberpfalz Center) in Weiden merken nach eigenen Angaben keinen Unterschied bei ihren Besucherzahlen, sowie am Konsumverhalten. Ein Sprecher der "Arcaden" Regensburg ergänzte, dass das Geschäft sogar besser läuft. Grund dafür seien offenbar die Hamsterkäufe.

11.03.20, 6.03 Uhr: Weitere Corona-Infizierte in Regensburg

Der Landkreis Regensburg meldet den sechsten Corona-Fall. Es handelt sich dabei um ein Kind aus dem Gymnasium Lappersdorf, das wegen der Corona-Infektion bis zum 23. März geschlossen bleibt.

Der Gesundheitszustand des Kindes sei laut dem Landratsamt gut. Wegen der anstehenden Abiturprüfungen befindet sich die Schulleitung des Lappersdorfer Gymnasiums im Austausch mit dem Kultusministerium. Die Schülerinnen und Schüler der Q12 werden von der Schulleitung über das weitere Vorgehen informiert.

Bei dem fünften Corona-Fall handelt es sich um einen 20-jährigen Mann aus Barbing, der während des Aufenthaltes in einem Risikogebiet Symptome eines leichten grippalen Infekts zeigte. Seit seiner Rückkehr in den Landkreis befindet er sich zusammen mit weiteren Familienmitgliedern, die allesamt einen negativen Test aufwiesen, in häuslicher Quarantäne. Aktuell sind sowohl der Erkrankte als auch die engen Kontaktpersonen symptomfrei.

10.03.20, 20.52 Uhr: Schulschließungen verlängert

Wie das Landratsamt Cham mitteilt, werden die bestehenden Schließungen des Joseph-von Fraunhofer-Gymnasiums Cham, des Robert-Schuman-Gymnasiums Cham, der Grundschule Pemfling und der Kita Pemfling vorerst bis einschließlich Freitag, 13. März 2020 verlängert.

10.03.20, 15.47 Uhr: Uniklinikum Regensburg richtet Vorscreening-Stelle ein

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) reagiert auf die steigende Anzahl an Coronavirus-Infektionen und hat eine neue Beratungsstelle zum Vorscreening von Patienten eingerichtet. Mit der Maßnahme sollen Notaufnahme und Ambulanzen entlastet und mögliche Ansteckungen vermieden werden, heißt es in einer Mitteilung des UKR. Bei dem Vorscreening im Außenbereich der interdisziplinären Notaufnahme des Klinikums soll künftig der Erstkontakt bei Verdachtsstellen stattfinden und Proben entnommen werden.

Getestet werden nur Personen, bei denen begründeter Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben - also nur Menschen, die direkten Kontakt mit einem Coronakranken hatten oder Menschen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben und typische Krankheitssymptome zeigen. Diese Abgrenzung sei nötig, weil die Kapazitäten von Testlaboren begrenzt sind. Das Universitätsklinikum Regensburg ist aber nach eigenen Angaben auf die steigende Zahl an Erkrankten vorbereitet. So stünden stationäre Behandlungsmöglichkeiten bereit und die Mitarbeiter seien im Umgang mit infektiösen Patienten nochmals geschult worden.

💡 Corona-Fälle in der Oberpfalz:

In der Oberpfalz haben sich in allen Landkreisen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Im Landkreis Cham gibt es derzeit die meisten Corona-Infizierten in der Oberpfalz. Viele Landkreise, wie zum Beispiel Regensburg, haben eine Corona-Hotline im Landratsamt eingerichtet und auf den Homepages Informationen online gestellt.

Übersichtskarte zu Corona-Infektionen

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit hat eine Übersichtskarte zu Corona-Infektionen in Bayern entwickelt. Diese wird laufend aktualisiert und ist hier abrufbar.