BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Corona-Teststationen: Freiwillige Helfer am Limit | BR24

© BR

An der A3 bei Passau können sich Reisende bei ihrer Rückkehr freiwillig auf Corona testen lassen. Bis zu 3.000 Abstriche können die Ehrenamtlichen pro Tag abnehmen. Allerdings unter verschärften Bedingungen.

83
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Corona-Teststationen: Freiwillige Helfer am Limit

Seit einer Woche gibt es in Bayern acht Teststationen, an denen sich Reisende bei der Rückkehr auf Corona testen lassen können. 40.000 Menschen haben das schon in Anspruch genommen. Doch die ehrenamtlichen Helfer sind am Limit.

83
Per Mail sharen

An der Teststation am Münchner Hauptbahnhof ist der Andrang bislang noch überschaubar. Rund um die Uhr ist hier ein Corona-Test für Reiserückkehrer möglich. Derzeit kommen etwa 400 Personen täglich. Der Zeitaufwand für die Reisenden ist gering, so die Helfer vor Ort. Der Test dauere nur zwei bis vier Minuten.

Bisher schon 40.000 freiwillige Testungen

Noch ist der Test freiwillig, ab Samstag aber gilt bundesweit eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Damit dürfte auch die Nachfrage deutlich steigen. Besonders an den Teststationen an den Autobahnen ist schon jetzt viel los.

Laut Gesundheitsministerin Melanie Huml haben sich bis Mittwoch insgesamt 40.000 Personen testen lassen. Sie wertet das als gute Resonanz.

Logistische Herausforderung für die Teststationen

Um einen reibungslosen Ablauf der Tests zu garantieren, ist viel Logistik nötig: Absperrungen für separate Wartebereiche, Zelte für die Abstriche und natürlich ausreichend Personal und Schutzkleidung. Vor allem Freiwillige von Bayerischem Roten Kreuz, THW, Johannitern und Maltesern sind derzeit dafür im Einsatz. Pro Tag und Station führen rund 60 Helfer im Schnitt 2.000 Tests durch. Ein enormer Aufwand.

BRK-Chef Theo Zellner war diese Woche an der Teststation an der Donautal-Raststätte der A3 bei Passau und hat sich ein Bild der Lage gemacht. Sein Fazit: Er fordert eine finanzierte Lösung, weil die Ehrenamtlichen an ihre Grenzen kommen.

© BR

Der Präsident des BRK fordert eine kommerzielle Lösung für die Corona-Teststationen an Bahnhöfen und Autobahnen. Der Grund: Die Ehrenamtlichen des BRK kommen an ihre Grenzen.

Ehrenamtliche Tester wollen nur noch bis Montag arbeiten

Bis Montag will das Rote Kreuz den Einsatz der Freiwilligen an den bayerischen Teststationen noch verlängern, danach soll Schluss sein, so Zellner. Dann müssten, wie von der Staatsregierung angekündigt, private Anbieter die Testungen übernehmen. Schließlich seien das Testen und die Laborarbeiten eigentlich eine kommerzielle Aufgabe. Man sei eingesprungen, weil die Politik entschieden hat, freiwillige Testungen anzubieten.

Klare Worte, die auch beim Gesundheitsministerium ankommen. Ministerin Melanie Huml verspricht, dass ab Montag ein Dienstleister die Arbeit an den Teststationen übernimmt. An den Flughäfen sei das jetzt schon der Fall, so Huml.

© BR/Sophie Brand

An diesen Teststationen können sich Urlauber, die nach Bayern zurückreisen, kostenlos auf Corona testen lassen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!