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Corona-Teststationen an den Grenzen werden nicht abgebaut | BR24

© BR/Astrid Dachs

Auch wenn die bisher geltende Corona-Testpflicht für Grenzpendler aus Österreich und Tschechien von einem Gericht gekippt worden ist: Die meisten Teststationen an den Grenzen in Niederbayern und der Oberpfalz bleiben in Betrieb.

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Corona-Teststationen an den Grenzen werden nicht abgebaut

Auch wenn die bisher geltende Corona-Testpflicht für Grenzpendler aus Österreich und Tschechien von einem Gericht gekippt worden ist: Die meisten Teststationen an den Grenzen in Niederbayern bleiben in Betrieb. Das hat eine BR24-Umfrage ergeben.

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Von
  • Renate Roßberger
  • Katharina Häringer
  • Astrid Dachs
  • BR24 Redaktion

Bisher galt in Bayern für sogenannte Grenzgänger eine wöchentliche Corona-Testpflicht. Damit ging der Freistaat über die Empfehlungen des Bundes hinaus. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Regelung jetzt vorläufig aufgehoben. Dennoch bleiben in Niederbayern die meisten Teststationen an den Grenzen zu Österreich und Tschechien bestehen.

Teststation in Bayerisch Eisenstein bleibt

Der Landkreis Regen will seine Corona-Teststation vorerst nicht abbauen, auch wenn jetzt die Pflichttests für tschechische Grenzpendler per Gerichtsurteil gekippt worden sind. "Wir warten jetzt erst einmal ab, ob sich Grenzgänger vielleicht weiterhin freiwillig testen lassen", hieß es von der Pressestelle des Landratsamts Regen. Je nachdem, wie stark die Station unmittelbar nach dem Grenzübergang in Bayerisch Eisenstein in Zukunft genutzt wird, will man dann entscheiden, ob sie bleibt oder abgebaut wird.

Tests auch im Interesse der Unternehmen

"Wir hatten schon vor der Testpflicht den Eindruck, dass die Pendler das damals freiwillige Angebot gerne angenommen haben", so die Regener Landrätin Rita Röhrl (SPD) in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Landkreises. Pendler könnten auch künftig zum freiwilligen Test an die Station nach Bayerisch Eisenstein kommen. "Das ist sicher auch im Interesse der Unternehmen, in denen sie beschäftigt sind", so Röhrl weiter.

Seit dem 2. November wurden dem Gesundheitsamt Regen 98 positive Fälle bei Grenzpendlern gemeldet. Mittlerweile habe die Zahl der positiven Ergebnisse abgenommen. In der vergangenen Woche gab es im Landkreis Regen nur noch 10 Fälle bei den getesteten tschechischen Berufspendlern.

Passau und Freyung-Grafenau wollen abwarten

Die Testzentren für tschechische und österreichische Pendler in den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau bleiben vorerst ebenfalls bestehen. Im Landkreis Freyung-Grafenau gibt es ein Zentrum direkt in Freyung und eines fast direkt an der tschechischen Grenze, in Philippsreut. Man wolle das Testaufkommen in den kommenden Tagen beobachten und erst dann Entscheidungen treffen, heißt es auf Nachfrage vom Landratsamt.

Mobile Teststationen weiter in Betrieb

Im Landkreis Passau fahren mobile Testwagen die Grenz-Gemeinden Wegscheid und Neuhaus am Inn an: "Die mobilen Stationen stehen allen Bürgerinnen und Bürgern offen und sind nicht ausschließlich auf die Berufspendler beschränkt", argumentiert das Landratsamt. Insofern werde das Angebot bis auf Weiteres aufrechterhalten. Es bleibe abzuwarten, wie die Staatsregierung auf das Gerichtsurteil reagiert, heißt es.

Teststation Simbach am Inn wird abgebaut

Wie ein Sprecher des Landratsamtes Rottal-Inn dem BR bestätigt hat, wird allerdings aufgrund der gerichtlich gekippten Testpflicht für Grenzgänger die Corona-Teststation in Simbach am Inn zum kommenden Montag abgebaut. Die Fremdfirma, die diese betrieben hat, übernimmt dafür die landkreiseigene Teststation in Pfarrkirchen. Diese wird ab Montag zudem den Standort wechseln: Statt an der Berufsschule wird ab Montag an der Park & Ride -Station in Pfarrkirchen getestet.

Der Weiterbetrieb der Teststation in Simbach am Inn lohne sich laut Landratsamt nicht, da schon vor dem Gerichtsurteil die Auslastung relativ gering war. Bei einer Kapazität von 500 Tests pro Tag kamen dort im Schnitt zwischen 100 und 150 Grenzpendler pro Tag zum Corona-Test.

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