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Mehr als 400 positive Corona-Befunde bei Tests an der A3 | BR24

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An der Corona-Teststation an der A3 bei Passau sind bisher bereits über 400 SARS2-Infektionen festgestellt worden. Das teilt das zuständige Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit.

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Mehr als 400 positive Corona-Befunde bei Tests an der A3

Gut 17.000 Reisende haben sich in den vergangenen Tagen an der A3 bei Passau auf Corona testen lassen. Nun sind die Abstriche ausgewertet: Mehr als 400 Tests waren positiv. Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit.

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An der Corona-Teststation auf der A3-Rastanlage Donautal-Ost in Passau sind bisher mehr als 400 Sars-Cov2-Infektionen festgestellt worden. Das teilt das zuständige Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Insgesamt habe man bisher 17.000 Tests ausgewertet.

Mehr positive Tests als am Flughafen

Die mehr als 400 entdeckten Fälle entsprechen einem Anteil von 2,4 Prozent. Damit ist die Rate an positiven Befunden deutlich höher als beispielsweise an den bayerischen Flughäfen, wo nur knapp ein Prozent aller ausgewerteter Test eine Infektion mit dem neuen Coronavirus anzeigten.

Testergebnisse beschleunigen

Die Station für kostenlose Tests an der A3-Raststätte ist seit 30. Juli in Betrieb und wird seit gestern von einem privaten Dienstleister betrieben, der die ehrenamtlichen Helfer mehrerer Organisationen ablöst. Die Auswertung der Tests will die von der Staatsregierung beauftragte Firma beschleunigen. So sollen die Daten und Ergebnisse laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zukünftig digital weitergegeben werden. Bisher mussten Getestete nach BR-Informationen bis zu einer Woche auf ihre Ergebnisse warten.

In Bayern können sich Reisende an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 testen lassen, zudem an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg. Außer an der A3 gibt es noch auf Rastplätzen an den Autobahnen 8 und 93 Teststationen.

Laborverband sieht Grenzen bei Corona-Testangebot

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Montag angekündigt, dass die Tests in Bayern noch einmal massiv ausgeweitet werden sollen. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt soll ein Corona-Testzentrum entstehen.

Die Ausweitung von Corona-Testangeboten in Deutschland stößt bei einem großen deutschen Laborverband auf Bedenken und Kritik: Fachleute vom Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) sprachen sich angesichts begrenzter Kapazitäten für gezieltes statt anlassloses Testen aus. "Die immense Zunahme des Testgeschehens brachte die Labore mancherorts an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit, trotz der im internationalen Vergleich sehr hohen Testkapazitäten", erklärte der Verband. Am Ende drohten Ressourcen an anderer Stelle zu fehlen: für die Versorgung Erkrankter, in Kliniken und Pflegeheimen sowie bei der Aufdeckung von Infektionsketten.

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