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Bildrechte: BR/Veronika Meier

Ehrenamtliche mussten einspringen an der Corona-Testststation auf der A3 bei Passau

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Probleme an A3-Teststation: Ehrenamtliche müssen einspringen

Es läuft weiter nicht rund bei den Corona-Tests an der bayerischen Grenze. In der Nacht musste die Teststation an der A3 in Passau kurzzeitig geschlossen werden. Ehrenamtliche und Hilfsorganisationen sprangen ein, um den Betrieb zu sichern.

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Von
  • Zara Kroiß
  • BR24 Redaktion

An der Covid-19-Teststation an der A3 in Passau, die von der privaten Firma Eurofins betrieben wird, ist es am Freitagabend kurzzeitig wegen personellen Engpässen zu einer Schließung gekommen. Der Grund dafür ist unklar. Auf Anfragen des BR hat der Betreiber Eurofins noch nicht reagiert.

"Die Teststation war mindestens eine Stunde geschlossen", sagte BRK-Pressesprecher Sohrab Taheri-Sohi dem BR. Schon im Laufe des Freitags mussten Reisende mit hohen Wartezeiten rechnen. Als die Ehrenamtlichen gegen 23 Uhr eintrafen, hätten mehrere Hundert Menschen vor den geschlossenen Zelten gewartet.

BRK unterstützt privates Unternehmen bei Corona-Tests

40 ehrenamtliche Helfer führten bis Samstagmorgen mehr als 400 Tests bei den teils stundenlang wartenden Reiserückkehrern durch, so der Sprecher. Um 4 Uhr morgens wurde die Teststation wieder an den eigentlichen Betreiber Eurofins übergeben. Das BRK wird aufgrund des hohen Rückreiseverkehrs mit weiteren Mitarbeitern an der Rastanlage Donautal-Ost die Testungen unterstützen. "Wir werden das ganze Wochenende vor Ort sein, um die Testkapazitäten zu erhöhen", versprach der BRK-Sprecher.

"Plötzlich war kein Personal mehr da"

Auch der amtierende Landesbereitschaftsleiter des BRK, Dieter Hauenstein, bestätigte auf BR-Anfrage, dass am späten Freitagabend ehrenamtliche BRK-Helfer die Teststation aufrechterhalten mussten.

Einige Mitarbeiter des privaten Dienstleisters hätten die Teststation plötzlich verlassen, erzählt Hauenstein. Noch sei unklar warum. "Wir waren gerade vor Ort und plötzlich hat sich hier was entwickelt - plötzlich war kein Personal mehr da", berichtet Hauenstein.

Ehrenamtliche zu Hilfe gerufen

Die Ehrenamtlichen wurden daraufhin um Unterstützung gebeten. In Zusammenarbeit übernahmen BRK, Malteser und medizinisches Hilfswerk zwei Teststraßen, eine Straße wurde von Eurofins weitergeführt. Mittlerweile gehen die Testungen weiter, bestätigt auch Michael Gorges, Leiter der Teststation vor Ort in Passau. Der heiße Freitag sei eine besondere Belastung für alle gewesen, sagt er.

Auch das Ministerium habe Meldungen erhalten, dass einige Teststationen an den Autobahnen A3 und A8 überlastet gewesen seien, berichtet Sabine Grüneberg, Sprecherin beim bayerischen Gesundheitsministerium für Gesundheit und Pflege. So wurden für dieses Wochenende auch mehrere Zelte aufgebaut, um die Kapazitäten zu erhöhen.

Lange Wartezeiten auch an der Station Hochfelln

Nach Aussage des BRK-Pressesprechers Taheri-Sohi gab es auch Probleme an der Station Hochfelln. Es kam zu langen Wartezeiten, so dass auch hier das BRK in der Nacht kurzfristig eingesprungen ist und die Mitarbeiter des privaten Betreibers unterstützte. Die Ehrenamtlichen der Hilfsorganisation werden noch das ganze Wochenende an der Station mithelfen.

Mitarbeiter mit Corona infiziert

Die Privatfirma Eurofins betreibt seit dem 10. August die Covid-19-Teststation an der A3 bei Passau. Am vergangenen Montag wurde bekannt, dass sich ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert habe - wo ist jedoch unklar. Daraufhin gingen die Person und mehrere Kontaktpersonen in Quarantäne.

Da der Mitarbeiter bei der Übergabe der Station am 10. August mit mehreren ehrenamtlichen Helfern in Kontakt war, ließen sich auch diese Freiwilligen abstreichen und begaben sich in Quarantäne. Für andere Tätigkeiten, zum Beispiel im Rettungsdienst, fielen sie vorübergehend aus.

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