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Corona-Tests: Probleme an Flughäfen gelöst, an Autobahnen nicht | BR24

© pa/dpa/Frank Hoermann/Sven Simon

Ausschilderung zum Corona Test Center am Flughafen München am 24.08.2020.

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Corona-Tests: Probleme an Flughäfen gelöst, an Autobahnen nicht

Das bayerische Gesundheitsministerium räumt nun ein: Bei den Tests an Autobahnen gibt es vereinzelt Probleme. Schuld seien unter anderem fehlerhafte Daten. Zugleich bekräftigt das Ministerium, dass die Schwierigkeiten an den Flughäfen behoben seien.

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Bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen, die an den bayerischen Autobahnen erhoben werden, gibt es wieder vereinzelte Probleme. Das hat das Gesundheitsministerium bestätigt.

Ein Problem: Fehlerhafte Adressen

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kümmere sich um die Probleme, heißt es. Bei einzelnen Tests müssten nochmals Laboranalysen durchgeführt werden, weil die Testpersonen vorher Nasensprays angewendet oder Alkohol getrunken hätten. Außerdem komme es immer wieder vor, dass Adressen oder Telefonnummern nicht stimmten, hieß es aus dem Ministerium.

Aus Daten des Betreibers gehe aber hervor, dass die Befunde in 90 Prozent der Fälle zum gewünschten Zeitpunkt erfolge. Vergangene Woche waren Probleme an den Teststationen an Flughäfen des Landes bekannt geworden. Dort hatte es Verzögerungen in rund 10.000 Fällen gegeben.

Pannen bei Flughafen-Tests sollen behoben sein

Das technische Problem an den Flughäfen habe der private Dienstleiter inzwischen gelöst, erklärt das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung. Damit bekräftigt das Ministerium die Aussagen, die Ressortchefin Huml gestern in der Rundschau des BR Fernsehens gemacht hatte. Auch die noch ausstehenden Befunde seien mittlerweile an die getesteten Personen übermittelt worden, so das Ministerium.

BR24 hatte zuletzt mehrfach über die Probleme bei der Testübermittlung berichtet, die Resonanz darauf ist weiterhin hoch. Viele Userinnen und User teilen die Erfahrungen des langen Wartens.

Eine Ärztin aus Oberbayern etwa schreibt, dass sie die Berichte über Verzögerungen bei Testergebnissen "vollkommen bestätigen" kann: Auch sie habe nach einer Testung an der Raststation Hochfelln "nur nach wiederholter Nachfrage bei Eurofins – und nur mit dem Hinweis, dass wir ohne Vorlage des Ergebnisses unsere Arztpraxis nicht öffnen können" – erst nach vier Tagen das Resultat erhalten. Dabei sei sie wiederholt von mehreren Eurofins-Mitarbeitern darauf hingewiesen worden, dass die Übermittlung der Ergebnisse derzeit in der Regel bis zu sieben Tage dauere.

Einzelfälle? Widerspruch gegen Ministeriums-Aussage

Auch widerspricht die Medizinerin in ihrer Mail der Darstellung des Gesundheitsministeriums, dass es sich bei der Verzögerung nur um Einzelfälle handelt und diese durch Probleme in der Testung, wie Nasenspray oder ähnliches bedingt seien. Dies sei "keinesfalls korrekt", denn die Ärzte hätten "besonders darauf geachtet, dass die Probenabnahme korrekt erfolgt".

Allerdings hält es die Fachfrau für "überaus erstaunlich, dass bei der Testung am Hochfelln nur ein Rachenabstrich genommen wird, während zum Beispiel an der Teststation Rosenheim-Loretowiese immer Abstriche aus Rachen und Nase genommen werden". Wo da die medizinische Standardisierung bleibt, sei für sie sehr fraglich.

© BR

Rundschau Nacht vom 04.09.2020

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