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Corona-Tests an Autobahnen enden - Mehr als 4.500 positive Fälle | BR24

© pa/HMB Media/Heiko Becker

Hinweis-Schild für die Corona-Teststation an der A93 auf dem Parkplatz Heuberg, aufgenommen am 27.08.20.

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Corona-Tests an Autobahnen enden - Mehr als 4.500 positive Fälle

Bayerns schließt nun doch die Corona-Testzentren für Reisende an drei Autobahnen, zwei Hauptbahnhöfen und dem Zentralen Omnibusbahnhof in München. Begründet wird das mit dem gesunkenen Anteil von Reiserückkehrern bei den Neuinfektionen.

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Bayern schließt mit dem heutigen Tag die Corona-Testzentren für Reisende an drei bayerischen Autobahnen sowie den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg. Auch die Teststation am Zentralen Omnibusbahnhof in München wird abgebaut. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

Zur Begründung verwies Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) darauf, dass "der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen" sei. Auch sei "der Reise- und Urlaubsverkehr, der traditionell zu den Sommerferien seinen Höhepunkt hat, vorbei".

"Unser Testangebot für Reiserückkehrer hat sich als wichtiger Faktor in der Bekämpfung der Corona-Pandemie in Bayern erwiesen", bilanzierte die Ministerin. Bisher hätten bei rund 669.000 durchgeführten Testungen rund 7.700 Menschen von ihrer Corona-Infektion erfahren. "Damit konnten sie auch andere Menschen vor einer Ansteckung schützen", sagte Huml.

Autobahnen: Gut 400.000 Tests - 1,13 Prozent positiv

Seit Ende Juli wurden demnach allein an den drei bayerischen Autobahn-Testzentren insgesamt gut 400.000 Tests durchgeführt. Davon ergaben 4.560 ein positives Ergebnis - das entspricht einer Quote von 1,13 Prozent. An den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg gab es bisher zusammen insgesamt knapp 56.000 Tests. Hier waren 696 positiv - eine Quote von 1,25 Prozent.

Am Zentralen Omnibusbahnhof in München gibt es erst seit Ende August eine Teststation. Hier lautet die bisherige Bilanz: gut 5.300 durchgeführte Tests, davon waren 32 positiv.

Schon vor Wochen hatte das bayerische Kabinett beschlossen, dass die Stationen Ende September, nach Ende der Hauptferienzeit, abgebaut werden sollen. Vor zwei Tagen prüfte das Ministerium dann doch eine kurzfristige Verlängerung, mit Verweis auf hohe Infektionszahlen in Österreich und Tschechien. Nun folgte also die neuerliche Wende. Als weiteren Grund dafür nannte Huml die "Erkenntnis, dass sich Neuinfektionen in Bayern vor allem regional neu entwickeln". Um Test- und Laborressourcen passend umschichten zu können, bleibe es daher beim planmäßigen Ende des Testangebots für Reiserückkehrer zum 30. September.

Testzentren zu den Sommerferien gestartet

Die Testzentren für Reiserückkehrer waren vor rund zwei Monaten aufgebaut worden - an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie den Standorten Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) und Heuberg (A93). Zwischenzeitlich gab es massive Verzögerungen bei der Ergebnis-Übermittlung - etliche positiv Getestete wurden erst verspätet oder gar nicht informiert.

Reisende mit dem Flugzeug können sich in Bayern weiter direkt am Flughafen testen lassen. Denn sicher ist schon länger, dass die Testzentren an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bis mindestens 15. Oktober in Betrieb bleiben.

Auch hier präsentierte das Gesundheitsministerium heute eine Zwischenbilanz: Insgesamt gab es demnach an den bayerischen Flughäfen bisher gut 204.000 Corona-Tests. Darunter waren 2.411 positiv getestete Reisende.

© BR

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