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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Fabian Strauch

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Unternehmen zum regelmäßigen Testen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert. Viele machen das bereits. Doch bestimmte Rahmenbedingungen sind noch nicht gegeben.

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Corona-Testpflicht: Wie die Unternehmen reagieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Unternehmen zum regelmäßigen Testen ihrer Mitarbeiter aufgefordert. Grundsätzlich wären viele Unternehmen in Niederbayern und der Oberpfalz dazu bereit. Es fehle jedoch an Rahmenbedingungen.

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Von
  • Anne-Lena Schug
  • BR24 Redaktion

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will eine Testpflicht in allen deutschen Unternehmen einführen, wenn die Firmen solche Corona-Tests nicht bald freiwillig anbieten. Die Firmen wünschen sich mehr finanzielle Unterstützung bei den Tests.

IHK fordert finanzielle Unterstützung

"Wir fordern, wenn der Bund den Unternehmen eine Testpflicht auferlegt, soll er auch die Kosten übernehmen und vor allem muss er dafür sorgen, dass genug Tests zur Verfügung stehen", sagt Jürgen Helmes, der Hauptgeschäftsführer der IHK Oberpfalz. Wenn der Staat die Kosten für die Tests nicht übernehmen sollte, müsse er zumindest dafür sorgen, dass sie zu fairen Preisen verfügbar sind, damit die finanzielle Belastung für die Betriebe in einem vertretbaren Rahmen bleibe, so Helmes weiter.

BMW bietet Selbsttests an

BMW kündigte am Montag in einer Mitteilung an, regelmäßige Tests anbieten zu wollen. Nach Ostern sollen mehr als eine halbe Million Selbsttests an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland verteilt werden. Am Montag seien die Paletten mit Corona-Selbsttests im BMW Dynamikzentrum in Dingolfing eingetroffen, um von dort aus deutschlandweit verteilt zu werden.

Medbo: Gute Erfahrungen mit Tests

Auch in den Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz, kurz Medbo, werden seit rund einem Jahr alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getestet. Wie häufig sie getestet werden, hängt von deren Einsatzort und von aktuellen Ereignissen in den Kliniken ab. Klinische Mitarbeiter werden mindestens einmal pro Woche vor Arbeitsantritt getestet. Wenn in einer Abteilung ein Ausbruch ist, dann sogar täglich. Diese Tests bietet die Medbo freiwillig an, weil man dort in den Kliniken vor allem in Arbeitsbereichen mit Patientenkontakt eine Notwendigkeit sieht und so auch schon Infektionsketten unterbrechen konnte, erklärt der Medizinische Direktor der Medbo, Thomas Baghai: "Es gibt für niemanden den Zwang das zu machen, aber die Akzeptanz ist hoch, weil wir uns auch von Anfang an bemüht haben, das so angenehm wie möglich zu gestalten. Das heißt wir haben zum Beispiel frühzeitig auf Rachenabstrich umgestellt, weil ein Nasenabstrich als sehr unangenehm empfunden wurde."

Bessert Testpflicht das Betriebsklima?

Auch wenn die Tests in vielen Betrieben auf freiwilliger Basis gut funktionieren, wünscht sich Stefan Penninger, Geschäftsführer der Hausbrennerei Penninger in Waldkirchen, dennoch eine Testpflicht. Die könnte für das Betriebsklima besser sein, weil die Maßnahme dann nicht vom Chef sondern von der Bundesregierung verordnet wäre. "Ich habe schon gemerkt, dass bei der von uns eingeführten Maskenpflicht im Unternehmen schon Widerwillen von manchen Mitarbeitern gegeben hat. Wenn ich als Chef sagen kann, dass das Vorschrift ist, dann wird kein Keil zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern getrieben“, sagt Penninger.

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