BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Corona-Testpflicht: BRK-Stationen sehen sich gerüstet | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2020

Die Sommerferien in Bayern sind noch jung. Dennoch lassen sich bereits viele Urlaubsrückkehrer an Bayerns Grenzübergängen und Bahnhöfen auf das Corona-Virus testen. Das Bayerische Rote Kreuz hat gut zu tun, von Überlastung ist aber keine Rede.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Corona-Testpflicht: BRK-Stationen sehen sich gerüstet

Die Sommerferien in Bayern sind noch jung. Dennoch lassen sich bereits viele Urlaubsrückkehrer an Bayerns Grenzübergängen und Bahnhöfen auf das Coronavirus testen. Das Bayerische Rote Kreuz hat gut zu tun, von Überlastung ist aber keine Rede.

Per Mail sharen

Die fünf BRK-Stationen an Bahnhöfen und an Autobahnen sind gut vorbereitet auf die geplanten, verpflichtenden Corona-Tests für Reiserückkehrer. Das hat das Bayerische Rote Kreuz (BRK) dem Bayerischen Rundfunk mitgeteilt. BRK-Pressesprecher Sohrab Taheri-Sohi sprach davon, dass alle Teststellen für eine hohe Auslastung ausgelegt seien.

Andrang enorm, 300 Mitarbeiter im Einsatz

Alleine gestern hätten sich rund 2.800 Menschen an drei Rastanlagen und den Hauptbahnhöfen Nürnberg und München in BRK-Einrichtungen testen lassen. Nach ersten Schätzungen habe sich heute die Zahl bereits verdoppelt, so der Pressesprecher. Am Tag seien dafür bis zu 300 BRK-Mitarbeiter für die Testungen im Einsatz.

Alle Corona-News des Tages finden Sie hier in unserem Ticker.

Knochenarbeit für die Tester

Die Arbeit sei extrem belastend, da im Vollschutz gearbeitet werden müsse. In der Regel müssten die Tester alle halbe Stunde ausgewechselt werden. Die Kosten für die Corona-Stationen und Testungen übernimmt der Freistaat.

Besonders schwierig sei es jedoch, Reisende aus Risikogebieten herauszufiltern, so Taheri-Sohi weiter. Zwar sei dies durch ein Zug- oder Flugticket noch nachweisbar, schwer werde eine Kontrolle auf Autobahnen, denn hier erkenne niemand, woher ein Reisender kommt. Hier müssten die BRK-Mitarbeiter darauf vertrauen, dass sie nicht angelogen werden, so der Pressesprecher.

Mehrere Hilfsorganisationen sollen bis 7. August Corona-Teststationen betreiben. Bis dahin soll ein Dienstleister gefunden werden, der dann eigene Einrichtungen aufbaut und betreibt.

Berlin ordnet Testpflicht an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Anordnung erlassen, nach der Einreisende aus Risikogebieten sich testen lassen müssen. Diese Anordnung befindet sich derzeit in Abstimmung mit den Ländern und soll im Verlauf der nächsten Woche in Kraft treten. Damit werden die Tests verpflichtend für Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

Spahn appellierte gestern noch einmal an Urlauber, sich testen zu lassen - freiwillig und kostenlos. Rückkehrer aus Risiko-Gebieten, so Spahn weiter, müssten sich in Kürze bei Einreise verpflichtend testen lassen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!