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Teil-Lockdown: Reaktionen aus Gastronomie, Kultur und Sport | BR24

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Teil-Lockdown: Reaktionen aus Gastronomie, Kultur und Sport

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Teil-Lockdown: Reaktionen aus Gastronomie, Kultur und Sport

Ab Montag sollen unter anderem Restaurants, Kinos und Theater für den gesamten November schließen, und auch die privaten Kontakte müssen weiter reduziert werden. Dieser Teil-Lockdown ruft zahlreiche besorgte Reaktionen hervor.

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Täglich gibt es einen weiteren Rekordwert bei den Neuinfektionen. Bundesregierung und Staatsregierung steuern mit einem Teil-Lockdown dagegen und ernten scharfe Kritik, nicht zuletzt erneut aus dem Gastronomiebereich.

Kein Wunder, denn beispielsweise im Wellnesshotel Böhmhof in Bodenmais stehen bei Kathleen Schwarz nach den neuesten Kabinettsbeschlüssen die Telefone nicht mehr still. Sie muss allen Gästen absagen - was viel Arbeit bedeutet und natürlich finanzielle Verluste.

Urlauber ebenfalls frustriert von neuen Corona-Auflagen

Frust herrscht im Urlaubsort Bodenmais nicht zuletzt auch bei den angereisten Kurgästen. Manche mussten ihre Kur bereits an Ostern verschieben und sollen jetzt wieder nach Hause fahren. Andere ärgern sich, dass sie dafür büßen müssen, dass einige wenige sich nicht an die Kontaktbeschränkungen gehalten haben.

Auch im Allgäu gibt es in der Gastronomie lange Gesichter. All die Mühen und Investitionen in funktionierende Hygienekonzepte seien nicht honoriert worden, sagt Thomas Fischer von den Hotels Tanneck in Fischen. Sie hätten rund 35.000 Euro in die Hygiene investiert, zum Beispiel in sechs hochwertige Luftreiniger, die im Herbst und Winter eingesetzt werden sollten.

Dehoga: Entschädigungen unbürokratisch auszahlen

Der Hotel- und Gaststättenverband in Bayern hält die temporären Schließungen für falsch. Die Maßnahmen seien nicht verhältnismäßig, so Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. Er hofft, dass wenigstens die angekündigten Entschädigungssummen unbürokratisch ausgezahlt werden. Dann gebe es eine Chance, die Betriebe durch den November zu bringen.

Belastung auch für Sport und Kultur

Ob Theater, Kinos oder Sport - ein Rückschlag sind die Einschränkungen im November auch für den Veranstaltungsbereich. Dies treffe gerade die unteren Ligen, weil in der kommenden Pause viel an sportlicher Leistung verloren geht, was zuvor aufgebaut wurde, sagt der Amateur-Fußballer Jonas Reif vom FSV Landau an der Isar. Er hofft, dass es die meisten Vereine trotzdem schaffen.

Gleiches erhofft sich auch Jens Neundorff von Enzberg, Intendant des Regensburger Stadttheaters, für den kulturellen Bereich. Seiner Meinung nach sei man im Theater sicherer als in Fort Knox, weil die Infektionen in den Theatern deutschlandweit gegen null gingen, so Neundorff von Enzberg.

Schulen erleichtert über Beschlüsse

Vorerst Aufatmen können hingegen die Schulen in Bayern. Der Unterricht geht weiter. Carmen Adler, Direktorin der Dalberg-Mittelschule in Aschaffenburg ist darüber sehr erleichtert. Gerade hier im Viertel sei es für die Schüler sehr wichtig, jeden Tag in die Schule zu kommen.

Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, sieht den Betrieb bei hohen Corona-Zahlen als schwierige Gratwanderung. Es gehe darum, so viel Unterricht live anzubieten wie möglich, "aber nur, wenn zu 100 Prozent Gesundheitsschutz gewährleistet werden".

© BR

Ob im Basketball, in der Leichtathletik oder beim Tanz - auch den Amateursport treffen die Corona-Einschränkungen hart.

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