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Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm will ein bayernweites Netzwerk von Selbsthilfegruppen für Corona-Trauernde schaffen. Dazu baut er auf Partner aus Zivilgesellschaft und Kirche. Startschuss war in der Oberpfalz.

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Corona: Netzwerk für trauernde Angehörige startet

Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm will ein bayernweites Netzwerk von Selbsthilfegruppen für Corona-Trauernde schaffen. Dazu baut er auf Partner aus Zivilgesellschaft und Kirche. Start war in der Oberpfalz.

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Von
  • Margit Ringer

Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat am Dienstag in Weiden ein bayernweites Netzwerk an Selbsthilfegruppen für trauernde Corona-Angehörige auf den Weg gebracht.

In Weiden wurde die erste Selbsthilfegruppe dieser Art gegründet. Kirchliche, diakonische und zivilgesellschaftliche Partner bauen nun zusammen mit dem Verein "Selbsthilfekoordination Bayern" ein Netzwerk auf, in dem Angehörige von Corona-Opfern Raum zur Bewältigung ihrer Trauer haben.

Bedford-Strohm lobt Selbsthilfegruppen

Die Situation trauernder Angehöriger gehe ihm seit Beginn der Pandemie sehr nahe, sagte der Landesbischof. Selbsthilfegruppen für Menschen, die durch das Corona-Virus Angehörige verloren haben, böten eine hilfreiche Möglichkeit, gemeinsam durch die Trauer zu gehen. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstütze diese Kooperation der verschiedenen Partner ausdrücklich, so Bedford-Strohm.

Grenzerfahrungen für haupt- und ehrenamtliche Helfer

Der Weidener Dekan Thomas Guba sagte, er habe erlebt, dass jeder Mensch diese Zeit der Pandemie anders verarbeite. Die Region Weiden, Neustadt/Waldnaab und Tirschenreuth war zweimal Deutschlands Corona-Hotspot. In der Zeit seien Haupt- und Ehrenamtliche an ihre persönlichen Grenzen gegangen, manchmal auch darüber hinaus, bilanziert Guba. Auch er habe als Seelsorger Grenzen erfahren, weil er Angehörige durch die Trauer nur telefonisch oder aus der Distanz betreuen konnte.

Selbsthilfegruppe: Erstes Treffen im August

Die erste Selbsthilfegruppe für trauernde Angehörige von Corona-Opfern trifft sich am 4. August in Weiden. Bayernweit soll dann ein Netzwerk aus solchen Selbsthilfegruppen entstehen.

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Bildrechte: BR/Rudolf Heinz

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (Mitte) stellte gemeinsam mit anderen Beteiligten das geplante Selbsthilfegruppen-Netzwerk vor.

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