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Corona: Spielwarenmesse erwartet weniger Besucher aus China | BR24

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In Nürnberg hat die Spielwarenmesse begonnen - und erwartet wegen des Coronavirus-Ausbruchs weniger Gäste aus China. Das fällt ins Gewicht: Mehr als 360 der gut 2.800 Aussteller kommen aus China.

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Corona: Spielwarenmesse erwartet weniger Besucher aus China

In Nürnberg hat die Spielwarenmesse begonnen - und erwartet wegen des Coronavirus-Ausbruchs weniger Gäste aus China. Das fällt ins Gewicht: Mehr als 360 der gut 2.800 Aussteller kommen aus China.

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Wegen des Coronavirus und wegen des Neujahrsfests würden voraussichtlich weniger Chinesen die diesjährige Messe besuchen, sagte Messechef Ernst Kick dem BR. Man sei jedoch gut auf die aktuelle Lage vorbereitet, Infektionen müsse man nicht befürchten:

"Wir sind ja ein Unternehmen, das jeweils zur Grippezeit die Messe organisiert und daher sind wir normal ausgestattet mit den entsprechenden Desinfektionsbehältern auf den Toiletten, in den Hallenübergängen und in den Restaurants." Ernst Kick, Messechef

Alle Empfehlungen der Gesundheitsbehörden seien umgesetzt worden, so Kick: "Die Sorge muss nicht sehr groß sein."

Desinfektion und Dolmetscher für Gesundheitsfragen

Zum Auftakt der Messe waren vor allem Besucher aus Asien mit Mundschutz auf dem Gelände unterwegs. Laut Thomas Koch, Sprecher der NürnbergMesse, planen die Organisatoren aber keine Einschnitte beim Veranstaltungsprogramm. Man habe lediglich noch mehr Desinfektionsmittel ausgegeben als sonst. Zudem stünden Dolmetscher bereit, die im Falle von Gesundheitsfragen sprachlich aushelfen könnten. Man habe bereits ausreichend Erfahrungen mit der Lungenkrankheit Sars gemacht, um der Situation aktuell angemessen zu begegnen.

Nach Aussage von Koch werden auf der Spielwarenmesse keine Aussteller oder Besucher aus Wuhan erwartet. In Wuhan hat der Coronavirus wohl seinen Ursprung.

Nachhaltigkeit und gemeinsames Spielen im Trend

Die Nürnberger Spielwarenmesse ist die internationale Leitmesse der Branche. Aussteller aus 70 Ländern präsentieren ihre Produkte. Neben Klassikern wie Brettspielen und Barbiepuppen bekommen die Besucher auch viele Weiterentwicklungen und Neuheiten zu sehen. Insgesamt gibt es mehr als eine Million Produkte für das Fachpublikum.

Angesagt ist nach Ansicht von Branchenexperten das Thema Nachhaltigkeit. Neben Autos, Bausteinen und Murmelbahnen aus Holz sind auf dem 120.000 Quadratmeter großen Gelände auch Spielsachen aus umweltfreundlicherem Plastik zu sehen.

Als einen weiteren Trend sehen Branchenkenner die Rückkehr zum analogen Spielen: Auf der Messe sind viele verschiedene Baustein-Systeme zu sehen, die Feinmotorik und logisches Denken trainieren. Auch viele Gesellschaftsspiele sind dabei, die das Miteinander betonen, indem die Mitspieler zum Beispiel gemeinsam eine Restaurantküche oder einen Hofladen betreiben.

Weniger deutsche Aussteller

Die Zahl der deutschen Aussteller ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Prozent zurückgegangen. Allerdings bildet Deutschland immer noch mit 640 Ausstellern Platz eins - gefolgt von China mit 364 Firmen. Zugang zur Messe haben nur Fachbesucher. Alle anderen müssen warten, bis die Spielsachen im Handel in den Regalen stehen. Hier gilt das Weihnachtsgeschäft als wichtigste und umsatzstärkste Zeit des Jahres.