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Corona sorgt für weniger Verkehrsunfälle in der Oberpfalz | BR24

© BR/Zara Kroiß

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr für weniger Verkehrsunfälle in der Oberpfalz gesorgt.

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Corona sorgt für weniger Verkehrsunfälle in der Oberpfalz

Wegen der Corona-Pandemie war 2020 weniger los auf den Straßen. Das führte in der Oberpfalz dazu, dass es seltener krachte. Auch die Zahl der Verkehrstoten ist insgesamt deutlich zurückgegangen. Allerdings nicht, wenn es um Motorradunfälle ging.

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Von
  • Zara Kroiß

Die Corona-Pandemie und die damit verbundene Ausgangsbeschränkungen haben 2020 für weniger Verkehrsunfälle in der Oberpfalz gesorgt. Zeitgleich nahmen aber Fahrrad- und Pedelec-Unfälle zu. Auch tödliche Motorradunfälle gab es 2020 deutlich mehr als die Jahre zuvor.

1.000 Unfälle weniger als 2019

Das Polizeipräsidium Oberpfalz stellte am Dienstag die polizeiliche Verkehrsstatistik für 2020 vor. Daraus geht hervor, dass im vergangenen Jahr 31.386 registrierte Verkehrsunfälle verzeichnet wurden. 2019 waren es noch über 1.000 mehr. Vor allem in den Monaten, in denen auch ein wirtschaftlicher Lockdown erfolgte, stellte man die deutlichsten Rückgänge fest. Auch gebe es mit 47 getöteten Menschen zum vierten Mal in Folge seit Einführung der Statistik einen Tiefstand. "Insgesamt sind die Straßen in der Oberpfalz etwas sicherer geworden", so Polizeivizepräsident Thomas Schöniger.

Mehr Rad- und E-Bike-Unfälle

Dagegen stieg die Zahl der Verkehrsunfälle von Radfahrern und Pedelec-Fahrern. Ein Grund hierfür könnten die steigenden Verkaufszahlen und das geänderten Nutzungsverhalten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sein, vermutet die Polizei. Die Zahl der E-Bike-Fahrer habe sich in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Die Polizei appellierte deshalb auch heute noch einmal an E-Bike Fahrer, Elektroräder nicht zu unterschätzen: "E-Bike fahren ist was anderes, als Fahrrad fahren. Das Gerät geht etwas flotter, man hat einen schnelleren Antritt, es ist schwerer, das Kurvenverhalten ist anders und man sollte es vorher üben."

Starker Anstieg bei tödlichen Motorradunfällen

Das geänderte Nutzungsverhalten von Fahrzeugen in der Corona-Pandemie soll auch zur Folge gehabt haben, dass im vergangen Jahr mehr Menschen bei Motorradunfällen tödlich verunglückten. Zwar seien im Bereich der Motorradunfälle Rückgänge bei den Gesamtunfallzahlen und bei den Verletzen zu verzeichnen, jedoch stieg hier die Zahl der Todesopfer stark an - von vier Toten 2019 auf 19 getötete Motorradfahrer 2020.

Unfälle auf Landstraßen am häufigsten

"Gerade die Motorradfahrer machen uns neben den Landstraßen durchaus Sorgen", sagt Schöniger. Denn: Immer noch erfolgen die meisten Verkehrsunfälle laut Statistik auf Landstraßen. In der Oberpfalz starben dort im vergangenen Jahr 35 der insgesamt 47 Unfalltoten. Da die meisten tödlichen Unfälle auf eine zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen sind, will das Polizeipräsidium Oberpfalz in Zukunft Gefahrenstellen beispielsweise mit neuen Beschilderungen oder Abänderungen im Streckenbau entschärfen.

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