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Corona-Sommer: Allgäuer Hotel-Chefin zieht Bilanz | BR24

© BR/Michaela Neukirch

Allgäuer Hotel zieht nach "Corona-Sommer" Bilanz

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Corona-Sommer: Allgäuer Hotel-Chefin zieht Bilanz

Alles war dicht: Nach dem Corona-Shutdown war das Hotel von Junior-Chefin Sandra Ammer in Oberstaufen lange verwaist. Schwere Wochen bis es langsam wieder losging. Doch reicht das zum Überleben? Denn die Konkurrenz aus Österreich hatte einen Vorteil.

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Kurz vor Pfingsten war im Naturpark-Hotel Diana in Oberstaufen der gesperrte Wellness-Bereich noch ein Riesenproblem für die Inhaberfamilie Ammer. Sorgenvoll blickte man auf die anstehenden Monate. Doch wie sieht es jetzt, zum Ende der Sommerferien aus? Lief der Sommer besser?

Problem für Allgäuer Hotel: Konkurrenz zu Österreich

Auch wenn das 4-Sterne-Hotel von Normalität noch weit entfernt ist – Junior-Chefin Sandra Ammer ist froh, dass sie ihr Hallenbad seit Juli endlich wieder den Gästen anbieten darf. Vier dürfen nach den aktuell geltenden Corona-Regeln momentan hier gleichzeitig ihre Runden ziehen. "Wir haben lang dafür gekämpft, vor allem wegen der Konkurrenz zu Österreich. Die durften die Wellnessbereiche vor uns wieder nutzen. Das haben wir extrem gemerkt. Die Buchungen sind eher nach Österreich abgewandert", sagt Junior-Chefin Ammer. Auch deshalb sei das Haus an Pfingsten nur zu einem Drittel belegt gewesen.

"Mehr Sommerurlauber als im vergangenen Jahr"

Seit den Gästen alle Angebote wieder offen stehen, steigen auch die Buchungszahlen. So seien im Juli und August nach Oberstaufen sogar mehr Urlauber als im Sommer 2019 gekommen. "Diejenigen, die keine Fern- oder Flugreisen machen, entdecken Deutschland als Reiseziel und natürlich auch die Alpenregion. Sie sind sehr überrascht und freuen sich über die Vielzahl an Möglichkeiten, die das Allgäu bietet", sagt Hotel-Chefin Ammer.

Volle Parkplätze und lange Warteschlangen im Allgäu

Petra Hunsmann aus Köln kommt seit zwölf Jahren jedes Jahr zur "Schrothkur" nach Oberstaufen. "Im Haus läuft es ausgesprochen diszipliniert – alle Gäste, die hier sind, tragen Masken und halten Abstand", sagt sie. Deshalb habe sie keine Angst, sich anzustecken. Was sie aber auch erlebt, seien volle Parkplätze und Busse sowie lange Warteschlangen. Das Allgäu ist derzeit sehr gut besucht.

Bald wird es zu kalt auf der Terrasse

Dass die Menschen wieder enger zusammenrücken, bereitet auch Hotel-Chefin Sandra Ammer Sorgen. Im September ist ihr Haus voll ausgebucht, gleichzeitig wird es bald zu kalt für die Terrasse. Dann will das Hotel verschiedene Essenszeiten anbieten, um den Ansturm im Speisesaal zu entzerren.

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