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Corona: So ist die Lage auf den Intensivstationen in Bayern | BR24

© dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Zwei positiv getestete Corona-Patienten liegen in einem isoliertem Intensivbett-Zimmer.

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Corona: So ist die Lage auf den Intensivstationen in Bayern

Trotz steigender Corona-Fallzahlen wirkt die Lage bei den Intensivbetten in Bayern derzeit relativ entspannt. Es gibt allerdings regionale Engpässe. Insgesamt sind gut 500 Betten frei. 849 Menschen liegen mit Covid-19 auf Intensivstationen.

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Von
  • Martin Jarde
  • Brigitta Drefers

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen hat in Bayern Anfang Januar einen neuen Höchstwert erreicht. So lag die Anzahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter Covid-19-Fälle am 2. Januar bei 912. Am Scheitelpunkt der ersten Corona-Welle waren am 20. April 2020 716 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung.

829 Corona-Patienten auf bayerischen Intensivstationen

Aktuell (Stand: 11.01. 10.19 Uhr) liegt die Zahl der Corona-Patienten auf bayerischen Intensivstationen bei 829. Das vermeldet die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Dort werden alle belegten und freien Intensivbetten erfasst.

In Bayern sind derzeit 492 Intensivbetten frei, belegt sind aktuell 2.812. Von den 829 Covid-Fällen müssen wiederum 477 invasiv beatmet werden. Es gibt laut DIVI außerdem eine Notreserve: So können innerhalb von sieben Tagen zusätzlich 1.079 Intensivbetten in bayerischen Krankenhäusern aufgestellt werden.

Die freien Betten geben allerdings nicht zwangsläufig Auskunft darüber, ob hier auch ein Patient behandelt werden kann. So könne es laut DIVI sein, dass Betten als frei gemeldet werden, für die gar kein Pflegepersonal zur Verfügung steht.

Die Lage in Bayern laut DIVI-Intensivregister

Wie sieht die Lage in den einzelnen Kommunen in Bayern aus? Zu beachten ist, dass die Zahlen nur eine Momentaufnahme darstellen und sich zum Zeitpunkt der Publikation des Artikels schon wieder geringfügig verändert haben können. Die aktuellsten Zahlen für Ihre Region finden sie stets auf der Seite des DIVI-Intensivregisters.

In diesen Städten in Bayern gibt es keine freien Intensivbetten

Keine freien Intensivbetten gibt es momentan in den Städten Hof, Landshut und Kempten sowie in den Landkreisen Landshut, Forchheim, Aschaffenburg, Weißenburg-Gunzenhausen, Dillingen an der Donau und Fürstenfeldbruck. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt ist ebenfalls kein Intensivbett mehr frei, allerdings ist unter den Behandelten dort kein einziger Corona-Patient.

In diesen Städten in Bayern gibt es nur noch ein freies Intensivbett

Jeweils nur ein freies Intensivbett gibt es in den Städten Fürth, Memmingen und Schwabach sowie in folgenden Landkreisen: Aichach-Friedberg, Bad Tölz-Wolfratshausen, Cham, Kitzingen, Landsberg am Lech, Roth und Würzburg. Im Landkreis Dingolfing-Landau ist ebenfalls nur noch ein Intensivbett frei, aber dort sind keine Covid-19-Patienten in Behandlung.

In diesen Städten in Bayern ist der Anteil an Covid-19-Patienten hoch

Besonders hoch – bei über 50 Prozent – ist der Anteil der behandelten Covid-19-Patienten aktuell in den Landkreisen Dillingen an der Donau (53,85 Prozent), Fürstenfeldbruck (58,33 Prozent), Kronach (57,14 Prozent), Miltenberg (66,67 Prozent), Roth (50 Prozent), Schwandorf (57,14 Prozent), Tirschenreuth (50 Prozent) und Weißenburg-Gunzenhausen (50 Prozent).

Keine Covid-19-Patienten in folgenden Landkreisen

Keine Covid-19-Patienten liegen derzeit auf den Intensivstationen in den Landkreisen Dingolfing-Landau, Erlangen-Höchstadt, Haßberge und München.

Wenn in einem Landkreis keine Betten mehr frei sind, bedeutet dies nicht, dass keine Behandlung mehr möglich ist. Aber neue Intensivpatienten müssen dann zum Teil über weite Entfernungen in andere Krankenhäuser gebracht werden.

© BR

Die zweite Corona-Welle ist im vollen Gange. Wir haben ExpertInnen und intensivmedizinisches Personal zur aktuellen Situation auf den Intensivstationen der Krankenhäuser befragt.

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